https://www.faz.net/-gtm-a8gny

Einreiseverbot wegen Corona : Viele englische Spiele im Europapokal werden verlegt

  • Aktualisiert am

Julian Nagelsmann und RB Leipzig dürfen den FC Liverpool nicht im eigenen Stadion empfangen. Bild: AFP

Zuerst musste Leipzig für das Duell mit Liverpool nach Ungarn ausweichen. Nun werden immer mehr Europapokal-Partien vor allem von englischen Teams örtlich verlegt. Betroffen sind insgesamt drei Bundesligaklubs.

          2 Min.

          Trainer Julian Nagelsmann sieht in der Verlegung des Champions League-Heimspiels von Fußball-Bundesligaverein RB Leipzig gegen den FC Liverpool am nächsten Dienstag nach Budapest keinen gravierenden Nachteil. „Wir sind froh, dass wir überhaupt spielen dürfen. Besondere Umstände bedürfen besondere Maßnahmen. Es ist jetzt kein Zeitpunkt, um sich zu beklagen“, sagte Nagelsmann am Mittwoch während einer Online-Pressekonferenz. Wegen der Corona-Beschränkungen, die derzeit die Einreise aus dem Hochrisikoland Großbritannien nach Deutschland untersagen, wurde das Achtelfinal-Hinspiel in die ungarische Hauptstadt verlegt.

          Champions League

          In dieser Partie will Nagelsmann auf den zuletzt verletzt fehlenden Regisseur Emil Forsberg zurückgreifen. Dieser befindet sich wieder im Training, ist aber für das Bundesliga-Spiel am Freitagabend (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) gegen den FC Augsburg noch keine Option. Inwieweit der ebenfalls wieder trainierende Justin Kluivert dabei sein kann, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining am Donnerstag. Noch nicht absehbar ist der Einsatz der Langzeitverletzten Konrad Laimer, Dominik Szoboszlai und Benjamin Henrichs.

          Auch Teammanager Thomas Tuchel und der FC Chelsea werden für ihr Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid nicht in die spanische Hauptstadt reisen. Wie die Europäische Fußball-Union (Uefa) am Mittwoch mitteilte, wird die für den 23. Februar (21.00 Uhr) angesetzte Partie nach Bukarest verlegt. Grund sind auch hier Einreisebeschränkungen aufgrund der unter anderem in Großbritannien stark auftretenden Corona-Mutation. Das Rückspiel steigt am 17. März an der Stamford Bridge.

          Zuvor wurden bereits die Hinspiele von RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) sowie von Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (23. Februar) von deutschem Boden nach Budapest verlegt. Auch hier finden die Rückspiele weiterhin in England statt. Während die Partie Chelseas nicht in Madrid ausgetragen werden können, war beispielsweise das Sechzehntelfinal-Hinspiel der TSG Hoffenheim in der Europa League gegen Molde FK (18. Februar) ins spanische Villarreal verlegt worden. Die Einreise nach Norwegen ist derzeit nicht möglich.

          Die beiden für den 18. Februar vorgesehenen Europa-League-Spiele zwischen Real Sociedad San Sebastian und Manchester United sowie zwischen Benfica Lissabon und dem FC Arsenal werden derweil in Italien ausgetragen. Das United-Auswärtsspiel wird demnach in Turin, die Arsenal-Partie in Rom ausgetragen.

          Beim Rückspiel der Gunners am 25. Februar gegen Benfica gibt es ein weiteres Problem. Da Portugal als Hochrisikoland auf der sogenannten „roten Liste“ steht, dürfen die Gäste wegen der strengen Regeln nach Informationen der Nachrichtenagentur PA überhaupt nicht nach England einreisen. Auch dieses Spiel wird daher wohl an einem neutralen Ort gespielt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Söder am Dienstag in München

          Entscheidung für Laschet : Wie Söder sich verkalkulierte

          Tagelang hatte es so ausgesehen, als könnte Markus Söder sich im Ringen um die Kanzlerkandidatur durchsetzen. Doch Armin Laschet gelang es offenbar am Sonntagabend, das Blatt zu wenden – bei einem denkwürdigen Zusammentreffen.

          Schulen und Corona : Die Willkür eines Schwellenwertes

          Es war ein politischer Kompromiss, dass die Schulen ab einer Inzidenz von 165 schließen sollen. Sachgründe gab es dafür offenbar nicht. Kultusminister und Lehrer sind verärgert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.