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Sorge um Hummels : „Er hat starke Schmerzen“

Schmerz lass nach: Mats Hummels (Mitte) wird von den Kollegen gestützt. Bild: Reuters

Dortmund steht im Achtelfinale der Champions League. Die Laune aber nach dem 1:1 gegen Lazio ist schlecht. Das liegt am Ärger über den Schiedsrichter – und der äußerst unglücklichen Verletzung des Abwehrchefs.

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          Die eigentlich wichtigste Nachricht des Mittwochabends ging fast unter. Borussia Dortmund steht vorzeitig im Achtelfinale der Champions League. Durch das 1:1 im Heimspiel gegen Lazio Rom ist der Fußball-Bundesligaklub vor dem abschließenden Spiel bei Zenit St. Petersburg am kommenden Dienstag nicht mehr von den ersten beiden Rängen der Gruppe zu verdrängen. Die bisher erreichten zehn Punkte langen, um in der Endabrechnung vor den abgeschlagenen Russen (ein Punkt) sowie Lazio (neun) oder dem FC Brügge (sieben) einzulaufen, die sich noch im direkten Duell nächste Woche gegenüberstehen.

          Champions League
          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Das Zwischenziel, das sich der BVB in dieser so komplizierten Corona-Saison gegeben hat, ist also erreicht. Dennoch war die Laune im Lager der Dortmunder alles andere als gut. Denn der Tag hatte deutliche Spuren hinterlassen. Schon vor der Partie erschreckte die Nachricht vom Ausfall von Erling Haaland. Für den besten Stürmer, der in der Champions League für die Borussia in vier Partien sechs Tore und in der Bundesliga bisher in acht Spielen zehn Treffer in dieser Saison erzielte, ist das Fußballjahr 2020 wohl schon beendet. Nach einem Muskelfaserriss im Abschlusstraining fällt der Norweger voraussichtlich bis in den Januar aus.

          „Es schmerzt natürlich sehr, denn Erling Haaland war in den letzten Wochen für die Tore und für den Siegeswillen zuständig“, sagte Sportdirektor Michael Zorc beim TV-Sender Sky schon vor dem Spiel gegen Lazio. „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns und hat in der Offensive die Akzente gesetzt. Aber bis vor 12 Monaten haben wir auch ohne ihn gespielt und natürlich müssen wir es nun flexibler gestalten, um seine Torgefahr zu kompensieren.“ Leicht wird das nicht. Gegen die Römer erspielte sich der BVB wenige Torchancen. Eine nutzt Raphael Guerreiro (44. Minute) zur 1:0-Führung.

          Dass es nicht zum Sieg reichte, lag selbstredend auch an den Borussen, die nicht nachlegten und das aufstrebende Lazio in der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel kommen ließ. „Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt. Es ist unmöglich, immer hoch zu gewinnen. Wir hatten durchaus unsere Torchancen und könnten höher in Führung gehen“, sagte Trainer Lucien Favre. Auch Kapitän Marco Reus sah eigene Mängel: „Wir standen in der zweiten Hälfte zu tief, haben uns zu weit zurückfallen gelassen, das darf uns zu Hause nicht passieren. Leider haben wir uns nicht mit einem Sieg belohnt.“

          Mehr noch als die Dortmunder Defizite beschäftigten die Schwarz-Gelben aber eine Entscheidung des Schiedsrichter-Teams. Im Zweikampf mit dem erst kurz zuvor eingewechselten Nico Schulz in der äußersten Ecke des Strafraums hob der Römer Sergej Milinkovic-Savic ab. Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz ließ zunächst weiterspielen, drehte sich dann plötzlich aber um, pfiff und gab Elfmeter. Selbst die Römer wussten zunächst nicht, wie ihnen geschah, die Dortmunder reagierten verdutzt und dann verärgert. Ciro Immobile, der 2014/2015 trotz seiner zehn Tore eine eher unglückliche Saison in Dortmund spielte, ließ sich die Chance zum 1:1 nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß (67.).

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