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Champions League : Der Guardiola-Fluch heißt dieses Jahr Tottenham

Das entscheiende Tor an einem spektakulären Abend: Fernando Llorente erzielt das 3:4 für die Spurs. Bild: AFP

Ein Wahnsinnspiel in Manchester endet mit einem Überraschungs-Halbfinalisten Tottenham Hotspur. City-Trainer Guardiola wartet weiter aufs erste Champions-League-Finale nach dem Abschied aus Barcelona. Am Ende entscheidet der Videoassistent.

  • Aktualisiert am

          Der Pep-Fluch hält an: Das Starensemble von Manchester City ist nach einem völlig verrückten Spiel voller Rekorde bereits im Viertelfinale der Champions League an Tottenham Hotspur gescheitert. Der City-Elf reichte gegen den englischen Ligarivalen ein völlig verrücktes 4:3 (3:2) vor eigenem Publikum nicht, um das 0:1 aus dem Hinspiel wettzumachen - in der Nachspielzeit wurde das vermeintliche 5:3 nach Videobeweis nicht anerkannt. „Es war sehr viel drin im Spiel. Das war sicher gut für den Fußball. Aber für uns bitter“, sagte City-Kapitän Vincent Kompany.

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          Tottenhams Erfolgsgaranten waren der schon im Hinspiel erfolgreiche frühere HSV- und Leverkusen-Profi Heung-Min Son (7./10.) und Fernando Llorente (73.), dessen Tor nach Videobeweis für die Entscheidung sorgte. Für City, das in der Startelf ohne Leroy Sane und mit Ilkay Gündogan antrat, trafen in einer turbulenten Anfangsphase Raheem Sterling (4./21.) und Bernardo Silva (11.). Nach dem 4:2 durch Sergio Agüero (59.) war City kurzzeitig im Halbfinale, doch dann kam Llorente.  "Es war total verrückt. Wir haben sie wieder ins Spiel kommen lassen, dann aber großartig gekämpft", sagte der im Halbfinal-Hinspiel gelbgesperrte Son bei Sky: "Es ist sehr, sehr schade, dass ich im ersten Spiel nicht dabei sein werde."

          Oh, Schreck! Pep Guardiola scheidet wieder frühzeitig aus. Bilderstrecke

          Startrainer Pep Guardiola erlebte somit die nächste Enttäuschung in der Königsklasse. Der Katalane gewann den Henkelpott nur mit dem FC Barcelona (2009 und 2011), anschließend scheiterte er sowohl mit Bayern München als auch City stets schon vor dem Endspiel. Tottenham schrieb dagegen Geschichte und zog erstmals in das Halbfinale der Champions League ein, die Londoner stehen erstmals seit dem Uefa-Cup-Sieg 1984 in einem europäischen Semifinale. Dort treffen die Spurs auf den Favoritenschreck Ajax Amsterdam, der bereits Real Madrid und Juventus Turin ausgeschaltet hat.

          City begann fünf Wochen nach dem 7:0 gegen Schalke an gleicher Stelle furios. Nur 3:51 Minuten waren gespielt, als Sterling nach Zuspiel von Kevin de Bruyne den Ball ins lange Eck schlenzte. Für Manchester war es das schnellste Champions-League-Tor der Geschichte. Und es blieb historisch: Der Ex-Leverkusener Son brachte Tottenham mit einem Blitz-Doppelpack in nur 130 Sekunden in Führung. City musste nun drei Tore schießen, das erste gelang Bernardo Silva fast im Gegenzug. Vier Treffer in den ersten elf Minuten bedeuteten einen weiteren Königsklassen-Rekord.

          Gleiches galt für die fünf Tore nach 21 Minuten - Sterling setzte mit dem 3:2 den Reigen fort. Anschließend blieb die Begegnung packend, intensiv und voller Spannung. BVB-Bezwinger Tottenham, bei dem Englands Nationalspieler Dele Alli trotz Handbruchs von Beginn an spielte, stand nun tiefer, aber sicherer. Nach der Pause wurde City für seine Moral belohnt, als de Bruyne mit seiner dritten Torvorlage Agüero perfekt in Stellung brachte. City wähnte sich im Halbfinale, doch dann traf Llorente mit der Hüfte.

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