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Champions-League-Regelecke : Welches Team kommt in welchen Topf?

Ein Ritual, fast so schön wie das Spiel selbst: die Gruppenauslosung Bild: dpa

Schon vor Abschluss der Qualifikationsrunde zur Champions League ist die Verteilung der Teams auf die Lostöpfe vorbereitet. Die vier deutschen Vertreter sind hierarchisch abgestuft.

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          Noch stehen erst 29 der 32 Teilnehmer an der Champions League fest. Doch die Zuordnung der Starter auf die vier Lostöpfe ist schon weitgehend abgeschlossen. Endgültige Gewissheit über das Teilnehmerfeld wird es freilich erst nach den drei letzten Playoff-Spielen an diesem Mittwochabend geben. Dort treffen von 21 Uhr an Ajax Amsterdam und Apoel Nikosia (Hinspiel 0:0), der FC Brügge und der Linzer ASK (1:0) sowie Slavia Prag und CFR Cluj (1:0) aufeinander.

          Unabhängig vom Ausgang dieser Spiele sind die acht Teams für den besten Topf bei der Auslosung der Fußball-Königsklasse am Donnerstag (18.00 Uhr) in Monaco schon ausgesucht. Es sind die Meister der sechs besten europäischen Ligen laut Uefa-Fünfjahreswertung sowie die Titelverteidiger aus Champions League und Europa League. Sie kommen unabhängig von ihrem Klub-Koeffizienten (KK) in den ersten Topf und haben somit einen gewissen Startvorteil, wenn das Ritual der Auslosung beginnt.

          Topf 1: Die Topteams der Champions League 2019/20 sind die beiden europäischen Champions FC Liverpool (91,0) und FC Chelsea (87,0), obwohl beide Mannschaften nach ihren Klub-Koeffizienten gar nicht so glänzend da stehen. Bestes Team im ersten Topf ist der spanische Meister FC Barcelona (136,0), unmittelbar gefolgt von Bayern München (128,0), Serie-A-Dauersieger Juventus Turin (124,0) und dem englischen Meister Manchester City (106,0). Paris Saint-Germain (103,0) und der Meister der russischen Premjer-Liga, Zenit St. Petersburg (72,0), komplettieren den Elite-Topf.

          Bei der Verteilung der Mannschaften in die weiteren Lostöpfe spielte die nationale Liga-Zugehörigkeit keine Rolle mehr. Die Teams wurden in abfallender Reihenfolge ihrer Klub-Koeffizienten eingeteilt. Bei der Auslosung am Donnerstag wird ausgeschlossen, dass Vertreter eines Landes schon in der Gruppenphase gegeneinander antreten müssen.

          Topf 2: Aus der Bundesliga hat es Borussia Dortmund (85,0) ist die zweite Ebene geschafft. Angeführt wird die Gruppe von Real Madrid (146,0), das nach seinem Punktwert das Topteam der gesamten Champions League ist, aber eben nicht spanischer Meister wurde. Dahinter folgt Lokalrivale Atlético Madrid (127,0). Weitere Mannschaften in der zweiten Kategorie sind SSC Neapel (80,0), Schachtjor Donezk (80,0), Tottenham Hotspur (78,0) und Benfica Lissabon (68,0). Sollte sich Ajax Amsterdam (70,5 Punkte) in der Qualifikation gegen Nikosia durchsetzen, würden die Niederländer in Topf zwei rutschen. Ansonsten wäre Olympique Lyon (61,5) dabei.

          Für Topf 3 stehen erst sechs Teams fest, darunter Bayer Leverkusen (61,0). Red Bull Salzburg (54,5), Olympiakos Piräus (44,0), FC Valencia (37,0), Inter Mailand (31,0) und Dinamo Zagreb (29,5) gehören ebenso dazu. Olympique Lyon (siehe oben) und Lokomotive Moskau (28,5) spielen auf alle Fälle Champions League, wissen nur noch nicht, von welcher Position sie in den Wettbewerb starten. Der FC Brügge (39,5) wäre ebenso wie Apoel Nikosia (25,5) ein Kandidat für Topf drei, muss sich aber erst im Playoff-Rückspiel durchsetzen.

          Zum Fußvolk der Eliteklasse gehören die Teams in Topf 4, wie der belgische Meister KRC Genk (25,0) und Süper-Lig-Champion Galatasaray Istanbul (22,5), aber auch der deutsche Emporkömmling RB Leipzig (22,0). Roter Stern Belgrad (16,75), Atalanta Bergamo (14,95) und der OSC Lille (11,7) komplettieren den Lostopf. Dazu kommen zwei der vakanten Teams: Apoel Nikosia (25,5), Slavia Prag (21,5), ASK Linz (6,25) sowie CFR Cluj (3,5) oder auch Lok Moskau (siehe oben).

          „Wir müssen wieder unsere Muskeln spielen lassen“

          Wie auch immer die Auslosung ausfallen wird. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat schon vor der Saison seine Erwartungen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) klar ausgedrückt: „Die Bundesliga muss sich anstrengen in diesem Jahr. Das ist wichtig fürs Image, weil die Champions League die Königsklasse ist.“ Sie sei ohne Frage wichtiger als jede nationale Liga. Bayern München und Borussia Dortmund müssten versuchen, weiterzukommen als letztes Jahr. „Wir müssen wieder unsere Muskeln spielen lassen“.

          Der FC Bayern könnte im ungünstigsten Fall eine Gruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Galatasaray Istanbul bekommen. Ihren Stammplatz im ersten Lostopf können sich die Bayern freilich nur sichern, wenn sie wieder deutscher Meister werden  – oder die Champions League gewinnen.

          Die Spieltermine 2019/20

          Gruppenphase: 17./18. September, 1./2. und 22./23. Oktober, 5./6. und 26./27. November, 10./11. Dezember.

          Achtelfinale: 18./19. und 25./26. Februar 2020 (Hinspiele) sowie 10./11. und 17./18. März (Rückspiele).

          Viertelfinale: 7./8. und 14./15. April.

          Halbfinale: 28./29. April und 5./6. Mai.

          Finale: 30. Mai 2020 (in Istanbul/Atatürk-Stadion, 75.200 Plätze).

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