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Zukunft der Champions League : Der harte Kampf um das große Geld

Objekt der Begierde: der berühmte „Henkelpott“ der Champions League Bild: Getty

Unter großem Druck wird die Königsklasse des europäischen Fußballs reformiert. Das neue Modell ändert einiges. Kritiker fürchten, das sei der nächste Schritt zur Superliga. Die Sache ist hochkomplex.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Aufmerksame Beobachter der internationalen Fußballdiplomatie mögen ahnen, was im April wahrscheinlich beschlossen wird. Die meisten Fußballinteressierten in Deutschland aber werden erstaunt rufen: Was ist denn hier los? Hinter den Kulissen arbeiten Funktionäre fieberhaft an einem neuen Modell der Champions League. Es wird mehr Spiele, mehr Teilnehmer bieten und soll größere Einnahmemöglichkeiten schaffen. Die von vielen als zügellos empfundene Kommerzialisierung des Fußballs wird mit diesen gravierenden Änderungen in ein neues Extrem geführt.

          Statt der 1991 eingeführten Vorrunde, in deren Verlauf in Vierergruppen das Feld für die nach Weihnachten ausgetragene K.-o.-Phase ermittelt wird, soll es nur noch eine Liga geben. Der Plan sieht vor, die Anzahl der Teilnehmer von 32 auf 36 Klubs auszuweiten. Die Mannschaften absolvieren nicht mehr sechs Gruppenspiele, sondern mindestens zehn Partien vor dem Achtelfinale. Statt der 125 Begegnungen, die im alten System pro Jahr ausgetragen werden, könnten von 2024 an insgesamt 225 Duelle vermarktet werden. „Die Idee ist, die Attraktivität des Wettbewerbs über ein Modell mit mehr interessanten Spielen zu erhöhen und gleichzeitig dem allgemeinen Wunsch nach höheren Einnahmen gerecht zu werden“, sagt Fernando Carro, der Geschäftsführer des Bundesligaklubs Bayer Leverkusen.

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