https://www.faz.net/-gtm-a2n1i
Bildbeschreibung einblenden

Der Champions-League-Sieger : Trainer Flick und seine Bayern-Bande

Nach Monaten des Wachsens kommt die Ernte. Aber nicht nachlassen, mahnt der Trainer. Auch dieser Pokal ist nur geliehen. Bild: Reuters

Super ist ganz normal: Auch am Tag des Triumphs spricht der geerdete Bayern-Trainer Flick, der erst mit 54 vom Assistenten zum Chef befördert wurde, nur von harter Arbeit.

          4 Min.

          Beim FC Bayern in der Kabine an der Säbener Straße hängt ein Sinnspruch: „Der Erfolg ist kein Besitz, er ist nur gemietet. Und die Miete wird jeden Tag fällig.“ Und wie man weiß, sind die Mieten in München exorbitant. Die Erfolge allerdings manchmal auch. Als Gewinner der Champions League hat Hansi Flick den Spruch vom gemieteten Erfolg am Sonntagabend in Lissabon auch der Weltpresse erzählt. Als Teil seines Mantras von der „harten Arbeit“, die er auch am Ziel des Weges wieder in den Mittelpunkt stellte.

          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Diesmal passte das auch, es war ein typisches Finale, ein Abnutzungskampf, ein Sieg der Zähigkeit, Willenskraft, oder, wie Thomas Müller es nannte, der „Leidensbereitschaft“. Ein Sieg der Arbeit also, aber das ist er für Flick immer, selbst bei einem 8:2 gegen Barcelona. Flick hätte, wie er da als großer Sieger saß, auch aufregendere Sachen sagen können, irgendetwas Triumphierendes. Niemand nähme es einem übel, der mit 54 vom Assistenten zum Cheftrainer wurde und in zehn Monaten das Maximum des Möglichen vollendete, das Triple. Aber nichts von alldem.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Jean Calvin, den die Deutschen Johannes nennen, gemalt von einem unbekannten Meister

          Bußtag für immer : Genf verbietet die Werbung

          Der Puritanismus hat eine große Tradition in Genf, seit der Reformator Calvin hier eine Tugenddiktatur errichtete. Jetzt verbietet die Stadt die Werbung im öffentlichen Raum.
          Präsident Erdogan in seinem Präsidentenpalast in Ankara mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi und dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu

          Erdogans imperiale Ambitionen : Supermacht Türkei

          Frieden zu Hause, Frieden in der Welt – das war Atatürks Leitspruch. Erdogan sieht das ganz anders. Die Türkei ist ihm als Bühne längst zu klein. Eine Analyse.