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Kritik nach 0:2 in Wolfsburg : „Real wird von den Wölfen aufgefressen“

Und nun? Cristiano Ronaldo und Real Madrid droht das Aus in der Champions League. Bild: Reuters

Benzema? Verletzt. Bale? Erfolglos. Ronaldo? Genervt. Nicht nur Madrids Stürmerstars geben bei der 0:2-Blamage in Wolfsburg kein gutes Bild ab. Die Kritik ist deutlich – nicht nur von den spanischen Medien.

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          Nach dem 2:1-Sieg am Samstag im „Clásico“ in Barcelona galten die Spieler von Real Madrid noch als Halbgötter in Weiß. Nur vier Tage später war nach der sensationellen 0:2-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim VfL Wolfsburg alles anders. Und das lag nicht daran, dass die Königlichen im ungewohnten dunkelblauen Dress in Niedersachsen antraten. Madrid droht vor dem Rückspiel am nächsten Dienstag (20.45 Uhr / Live bei Sky und im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) im Bernabéu-Stadion völlig überraschend das Aus in der Königsklasse.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Mit entsprechender Kritik reagierten die spanischen Medien nach dem Desaster für das Team von Zinedine Zidane. „Aufgefressen von den Wölfen im Lammfell“, schrieb „Marca“. Die Kollegen von „El Mundo Deportivo“ sahen ein „absolutes Desaster für Real Madrid in Wolfsburg“. „Schlecht, schlecht, schlecht“, titelte die Sportzeitung „AS“. „El Mundo“ schrieb: „Madrid gerät in Panik“. Und „Sport“ fand, dass sich die „Königlichen“ beim Ausflug nach Deutschland mächtig blamiert hätten. Zidane wirkte ratlos. „Wir müssen das analysieren“, sagte er immer wieder. „Mit diesem Spiel können wir nicht zufrieden sein, aber wird dürfen uns nicht verrückt machen lassen.“

          Dabei sprach vor dem Duell um den Einzug ins Halbfinale eigentlich alles für Real. In den vorherigen acht Spielen der Champions League hatte alleine Cristiano Ronaldo dreizehn Tore erzielt – genauso viele hatte der gesamte VfL Wolfsburg auf dem Konto. Zudem hatte sich der schwächelnde Klubs in der Bundesliga zuletzt beim 0:3 in Leverkusen in erschreckender Form gezeigt, während Madrid das Prestigeduell mit Barca für sich entschieden hatte. Was sollte da in der niedersächsischen Provinz schon schiefgehen? Eine ganze Menge, wie sich schnell herausstellen sollte.

          Die Freude bei den Wolfsburgern über das 2:0 gegen Real Madrid ist riesengroß. Bilderstrecke

          Bereits in der zweiten Minute begann der verkorkste Abend von Real Madrid. Ronaldo erzielte, ganz im furiosen Bayern-Stil vom Vortag gegen Benfica Lissabon, ein frühes Tor. Der Unterschied zu den Münchnern aber war, dass dieser Blitztreffer nicht zählte – eine knappe, aber richtige Entscheidung. Der portugiesische Star war mit vorgebeugtem Kopf und Oberkörper hauchdünn ins Abseits geraten. Wenig später blieb die Pfeife von Schiedsrichter Gianluca Rocchi stumm, als Wolfsburgs Luiz Gustavo Gareth Bale im Strafraum rempelte. Auch diese Entscheidung war knifflig, aber durchaus vertretbar.

          Doch es sollte noch schlimmer kommen für die Spanier. Nach einem nicht geahndeten Tritt des nach fünf Wochen Verletzungspause genesene Wolfsburgers Naldo ans linke Knie von Karim Benzema humpelte der französische Stürmer angeschlagen über den Platz (10. Minute). Kurz vor der Halbzeit musste er schließlich aufgeben. Jesé ersetzte ihn. Zuvor hatte Benzema die beste Chance für Real zu leicht vergeben. Nachdem er Dante elegant ausgespielt hatte, scheiterte er ganz frei vor Wolfsburg-Torwart Diego Benaglio, der mit einer Fußabwehr den Rückstand verhinderte (14.).

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