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Champions League : Leipziger Ärger nach der Gala in Monaco

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Auch Timo Werner traf für Leipzig in Monaco. Bild: AFP

RB zeigt den besten Auftritt in der Champions League und landet in Monaco einen hohen Sieg. Dafür gibt es viel Lob. Doch die Stimmung ist getrübt im Leipziger Lager – aus zwei Gründen.

          Auch nach dem überzeugenden ersten Auswärtssieg in der noch jungen Champions-League-Historie muss RB Leipzig weiter auf Schützenhilfe hoffen. Ausgerechnet die vom deutschen Vizemeister mit 4:1 im eigenen Stade Louis II abgeschossene AS Monaco ist jetzt der Hoffnungsschimmer für das Weiterkommen ins Achtelfinale. Das ausgeschiedene Team aus dem Fürstentum muss im letzten Spiel beim FC Porto einen Punkt ergattern, um Leipzig noch den Weg in die K.o.-Runde zu ebnen. Vorausgesetzt ist ein RB-Sieg im letzten Gruppenspiel am 6. Dezember gegen den als Gruppensieger feststehenden türkischen Meister Besiktas Istanbul.

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          „Schade, dass wir es nicht mehr selbst in der Hand haben durch das verkorkste Spiel gegen Porto. Aber wir wollen das Spiel gegen Besiktas unbedingt gewinnen, um noch eine kleine Chance auf das Achtelfinale zu haben“, sagte Doppeltorschütze Timo Werner. Nicht nur die Abhängigkeit vom anderen Ergebnis am letzten Spieltag trübte die Leipziger Stimmung. Auch die Verletzung von Marcel Sabitzer ärgerte die Sieger von Monaco.

          Nach dem Eigentor von Jemerson (6.) erhöhte der Nationalstürmer (9./31./Foulelfmeter) auf 3:0. Naby Keita (45.) konterte den Treffer von Superstar Radamel Falcao (43.) umgehend und löste schon zur Halbzeit ein gellendes Pfeifkonzert vor den Augen von Monacos Fürst Albert aus. „Ich übertreibe nicht, wenn ich von unserem besten Auftritt in dieser Champions-League-Saison spreche. Wir waren von Anfang an so auf dem Platz, wie ich es mir gewünscht habe. Wir waren gemeinsam sehr, sehr gut am Ballerobern und Umschalten. Die Tore waren super herausgespielt“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl, der jedoch seinen besten Spieler der letzten Wochen verloren hat.

          „Wenn der Wermutstropfen mit Marcel Sabitzers Verletzung nicht wäre, wäre ich rundum glücklich.“ Der Österreicher musste in der 33. Minute mit einer ausgekugelten Schulter ausgewechselt werden. Sabitzer hofft auf ein schnelles Comeback. „Guten Morgen Leute... Danke für die ganzen Nachrichten! Ich hoffe ich bin bald wieder zurück“, twitterte der österreichische Fußball-Nationalspieler am Mittwoch. Sabitzer, der im Kader zuletzt die meisten Einsätze in Serie und 18 der 19 Saisonspiele bestritten hatte, war bei einem Schuss ausgerutscht und unglücklich auf die linke Schulter gefallen.

          Auch RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hofft auf eine schnelle Genesung des Dauerbrenners. „Knöchern ist schon mal nichts, aber wir müssen abwarten, wie es mit dem Kapsel-Bänderapparat aussieht. Das ist eigentlich das Entscheidende“, sagte Rangnick und meinte schmunzelnd: „Nach dem Spiel war er schon wieder in der Kabine und sah so aus, als ob er morgen wieder trainieren könnte. Bei einem Steirer weiß man nie. Aber ich glaube nicht, dass er am Samstag wieder spielen kann.“

          Die Teilnahme an der Europa League ist sicher. „Wir sind auf jeden Fall in einer K.o.-Phase dabei, das ist für uns eine neue Erfahrung, die wir auch brauchen“, betonte der Hasenhüttl. Auch Ralf Rangnick fand nur lobende Worte. „Die erste Halbzeit geht nicht viel besser. Das war perfektes Umschaltspiel“, sagte der Sportdirektor und setzt auf die Monegassen. „Wir hoffen schon darauf, dass Monaco in Porto noch etwas reißen möchte und das Spiel nicht abschenkt. Aber wir müssen erstmal selber gegen Besiktas gewinnen.“

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