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0:1 bei PSG : Kein Lohn für Leipzig

Ein Elfmetertor genügt: das Pariser Starensemble braucht keine Kunststücke, um zu gewinnen Bild: AFP

RB macht in Paris mächtig Druck, aber für ein Tor reicht es nicht. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale bleibt es nach dem 0:1 spannend bis zum letzten Spieltag.

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          RB Leipzig hat seine gute Ausgangsposition in der schwierigen Gruppe H der Champions League eingebüßt. Das Team von Trainer Nagelsmann verlor 0:1 bei Paris St. Germain nach einem Tor durch Neymar (11. Minute, Foulelfmeter). Durch die Niederlage fiel Leipzig vor den beiden letzten Spieltagen auf den dritten Platz hinter Paris (jeweils sechs Punkte) sowie Tabellenführer Manchester United (neun Punkte) zurück. PSG wiederum verhinderte in einer enttäuschenden Partie durch den etwas glücklichen Sieg ein vorzeitiges Ausscheiden in der Gruppenphase.

          Champions League
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die Leipziger dominierten zweifellos die Begegnung, sie waren knapp zwei Drittel der Zeit in Ballbesitz, liefen mehr und schossen öfter aufs Tor. Aber gute Torchancen kamen trotz dieser Überlegenheit gegen ein defensiv eingestelltes und nur selten harmonierendes Pariser Team mit dem an diesem Tag nur nominell besten Sturm in Europa nicht hinaus. Sicher ist nach dieser verpassten Chance von RB nur: Der Dreikampf um den Einzug ins Achtelfinale zwischen Manchester, Paris und Leipzig bleibt bis zum letzten Spieltag spannend.

          Auf die Frage, ob er die Zusage habe, auch im Falle einer Niederlage gegen Leipzig Rückendeckung des Klubchefs Nasser Al-Khelaifi und Sportdirektor Leonardo zu haben, hatte PSG-Trainer Tuchel vor der Partie eine hübsche Formulierung gefunden, die der Wirklichkeit in dem ebenso ambitionierten wie komplizierten Klub wohl auch ziemlich nahe kommen dürfte.

          „Das ist nicht notwendig. Wenn es so wäre, würde es mich mehr verunsichern, als wenn es nicht so ist“, sagte der deutsche Trainer des französischen Klubs unter starkem arabischem und südamerikanischem Einfluss. „Die beiden Stürmer von Paris kosten doppelt so viel wie unser ganzer Kader“, sagte wiederum Nagelsmann über die beiden Superstars Neymar und Kylian Mbappé, die gegen RB nach Verletzungen erstmals wieder in die Pariser Startelf zurückkehrten.

          Seit dem Finalturnier der Champions League im August war Paris ohne Pause in die nationale Liga gestartet. Und hatte seitdem acht Corona-Fälle im Kader zu beklagen, was eine Dauerbelastung für die Verbliebenen zur Folge hatte. Das Spiel hielt unter stark veränderten Umständen auch längst nicht, was die großen Namen und Erwartungen in einem Duell zweier Teams versprachen, die sich vor drei Monaten noch um den Einzug ins Finale gegenübergestanden hatten.

          Paris lag zur Pause 1:0 in Führung, und das, ohne sich eine Torchance erspielt zu haben. Neymar nutzte einen Foulelfmeter, den Sabitzer ungestüm an di Maria verursacht hatte, nachdem Upamecano wieder einmal ein Patzer im Aufbauspiel unterlaufen war. Ein Foulspiel von Sabitzer war im Strafraum allerdings nicht zu erkennen.

          Außer in dieser Szene war in der Offensive von PSG mit seinem Topsturm Neymar, Mbappé und di Maria jedoch nichts zu sehen. Tuchels Team begnügte sich in der ersten Halbzeit damit, es Leipzig schwer zu machen, gefährlich vor dem Tor aufzutauchen. Und das gelang Paris ziemlich gut, obwohl Leipzig einen stärkeren Eindruck machte, aber es reichte nur zu drei Torgelegenheiten durch Sabitzer und Upamecano unmittelbar nach dem Rückstand (12.) sowie durch Forsberg (45.). Aber Torwart Navas musste dabei nur einmal eingreifen, und hatte auch mit Upamecanos Kopfball wenig Mühe. Im Hinspiel hatte Leipzig einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg umwandeln können.

          In Paris glückte die Wende trotz weitgehender Überlegenheit nicht. Forsberg scheiterte in der 49. Minute aus der Drehung knapp mit einem Volleyschuss, den er aber nur mit dem Schienbein erwischt hatte. In der Schlussphase schnürte Leipzig den Finalisten vom Sommer zwischenzeitlich geradezu ein. Aber auch wenn der Druck mitunter größer wurde, Paris schaffte es dennoch relativ sicher, seinen Vorsprung auch über die sechsminütige Nachspielzeit zu bringen.

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