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Champions League : Angriff auf die alte Fußballwelt

Nicht Neymar und Mbappé – aber Eindruck macht Leipzig, hier Marcel Sabitzer und Nordi Mukiele, in Europa allemal. Bild: AFP

Das Teilnehmerfeld in der Champions-League-Endrunde gehorcht dem Gebot des großen Geldes. Niemand anderes jedoch setzt das so wirkungsvoll ein wie RB Leipzig. Was bedeutet das für die Zukunft des Fußballs?

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          Dass sich die Zeiten im Fußball ändern, liegt nicht nur an Corona. Der neue Modus, nach dem nun in der Endphase der Champions League gespielt wird, ist zwar allein dem Diktat des Virus geschuldet. Doch das strukturell stark veränderte Teilnehmerfeld im Viertelfinale von Lissabon gehorcht auch dem Gebot des großen Geldes. Genauer gesagt: dem Willen jener Akteure, die nicht aus dem traditionellen Fußballgeschäft kommen und die im Kern von anderen Interessen angetrieben werden. Unter den besten acht Mannschaften in Europa befinden sich in dieser Saison erstmals drei Klubs, die noch vor zehn Jahren entweder absolut bedeutungslos waren. Oder national nur eine Nebenrolle spielten. RB Leipzig mit seinem Geburtshelfer und Investor Red Bull, einem Getränkekonzern, ist dabei das sportlich eindrucksvollste Beispiel, wie man die alte Fußballwelt hinter sich lassen kann.

          Champions League
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Vor zehn Jahren spiele RB Leipzig seine erste Saison – in der fünften Liga, nachdem der Klub in seiner Premierensaison das Startrecht des SSV Markranstädt in der Oberliga Nordost übernommen hatte. Nach einem im europäischen Fußball beispiellosen und atemraubenden Aufstieg stehen die Sachsen an diesem Donnerstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, bei Sky und DAZN) erstmals in ihrer Klubgeschichte im Viertelfinale der Champions League, gegen Atlético Madrid.

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