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Nach Niederlage in Neapel : Jürgen Klopp ist außer sich

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Die Leistung von Schiedsrichter Felix Brych und dessen Gespann (links im Bild Linienrichter Mark Borsch) sorgte für Ärger bei Jürgen Klopp. Bild: Reuters

Nach der Champions-League-Auftaktniederlage gegen Neapel hadert Liverpools Trainer Klopp vor allem mit der Leistung des deutschen Schiedsrichters. Immerhin Napoli-Trainer Ancelotti ringt dem Deutschen ein kurzes Lächeln ab.

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          Für einen kurzen Augenblick konnte Jürgen Klopp allem Frust zum Trotz sogar schmunzeln. Bei der Verabschiedung von seinem Kollegen Carlo Ancelotti nach dem historischen 0:2-Fehlstart mit Champions-League-Sieger FC Liverpool in die Mission Titelverteidigung bei der SSC Neapel huschte ein Lächeln über das Gesicht des deutschen Erfolgstrainers.

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          „Ich habe ihm gesagt“, berichtete Ancelotti später vom Grund für Klopps kurze Aufheiterung, „dass er sich keine Sorgen machen solle: Wenn man in Neapel verliert, gewinnt man am Ende die Champions League.“

          Die Erinnerung an die 0:1-Niederlage seiner Reds in der Gruppenphase der vergangenen Saison der Königsklasse am Vesuv und den dennoch späteren Triumph konnte Klopps Ärger über die Strafstoß-Entscheidung des Münchner Schiedsrichters Felix Brych zum 1:0 der Italiener durch Dries Mertens (82.) indes nicht mildern: „Das war klar und offensichtlich kein Elfmeter. Wir wollten einen Punkt und haben ihn wegen dieses Elfmeters nicht holen können“, haderte der 52-Jährige mit dem Stillschweigen der Video-Assistenten: „Wenn Brych nicht gepfiffen hätte, wäre er auch nicht überstimmt worden.“

          Zwar wollte Klopp die erste Niederlage eines Titelverteidigers in der europäischen Beletage zum Auftakt einer Folgesaison seit 1994 (AC Mailand) nicht alleine an der umstrittenen Strafraumsituation festmachen, doch einmal in Fahrt ließ der Coach seinem Unmut freien Lauf: „Die deutschen Schiedsrichter nutzen den Videobeweis schon länger als viele andere. Sie werden schon eine Erklärung dafür finden, dass sie das Richtige gemacht haben. Ich bin nicht der beste Verlierer, aber auch kein schlechter – aber der Elfmeter war die Schlüsselsituation des Spiels.“ Über Neapels zweiten Treffer durch Fernando Llorente (90.+2) verlor Klopp schon auch kaum noch ein Wort.

          Klopp monierte nach der zweiten Saisonniederlage auch die Schwächen seiner eigenen Elf besonders in der Verwertung der durchaus zahlreichen Chancen. „Wir hätten auch gewinnen können, aber wir haben nicht getroffen“, räumte der Coach offensichtliche Probleme des Premier-League-Spitzenreiters ein. Zu hart mochte Klopp jedoch mit seinem Team nicht ins Gericht gehen: „Wir müssen selbstkritisch sein, aber es war keine wirklich richtig schlechte Leistung.“

          In der Heimat warnte die Zeitung The Guardian Klopp und seine Mannen unterdessen vor allzu großer Selbstsicherheit. „Die Botschaft des Spiels ist klar: Nichts ist für immer, und nichts ist jemals vollendet.“

          Zumindest ohne erkennbare Überheblichkeit sagte Klopp allerdings Wiedergutmachung für den Fehlstart voraus: „Im Moment sieht es so aus, als ob Neapel durch ist. Gebt uns ein paar Spiele, um die Tabelle zu ändern.“ Die erste Gelegenheit dazu bietet sich Liverpool am 2. Oktober an der heimischen Anfield Road gegen RB Salzburg.

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