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1:1 gegen Celtic : Gladbach vergibt den Sieg

  • -Aktualisiert am

Ein Signal, das alles änderte: Schiedsrichter De Sousa zeigt Rot für Gladbachs Korb und Elfmeter für Glasgow. Bild: AFP

Borussia Mönchengladbach kommt in der Champions League nicht über ein 1:1 gegen Celtic Glasgow hinaus. Stindls Führungstor reicht nicht, weil Korb mit einem Haltegriff das Spiel spannend macht.

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          Borussia Mönchengladbach hat nur noch geringe Chancen, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Am vierten Spieltag reichte es gegen Celtic Galsgow, den Tabellenletzten der Gruppe C, nur zu einem 1:1. Lars Stindl hatte die Rheinländer zwar in Führung geschossen (32. Minute), aber das Elfmetertor von Moussa Dembélé (76.) versetzte dem Favoriten, der das Hinspiel in Glasgow gewonnen hatte, einen unerwarteten Dämpfer. Gladbach liegt als Dritter nun drei Punkte hinter Manchester City, dem nächsten Gegner, der im Borussia Park antritt.

          Bei Gladbach waren zwei Profis ins Aufgebot zurückgekehrt, mit denen sich die Hoffnung auf Tore verbindet. Ohne die beiden Angreifer Raffael und Thorgan Hazard, die mehrere Wochen verletzt fehlten, hatte die Produktivität der Borussen in der Bundesliga zuletzt arg gelitten; in den Heimspielen gegen Hamburg und Frankfurt war ihnen kein einziger Treffer gelungen. Während Raffael auf der Ersatzbank saß und erst spät eingewechselt wurde, gehörte Hazard überraschend der Startelf an, nachdem seine Reizung im Knie abgeklungen war. Der belgische Stürmer führte sich bei seinem Comeback gut ein und belebte das Offensivspiel. Mit einer Flanke von rechts in den Rücken der Abwehr leistete Hazard die Vorarbeit für Kapitän Stindl, der wie schon zwei Wochen zuvor in Glasgow den Führungstreffer erzielte.

          Der verhängnisvolle Haltegriff: Korb bringt Dembele zu Boden. Bilderstrecke
          Der verhängnisvolle Haltegriff: Korb bringt Dembele zu Boden. :

          Bis dahin war es den Borussen schwer gefallen, in der gut organisierten Celtic-Abwehr Lücken zu finden. In der ersten halben Stunde gab es nur eine gute Chance. Auch an deren Zustandekommen war Hazard beteiligt, Verteidiger Tobias Strobl kam nach einem Doppelpass mit dem Belgier im Strafraum frei zum Schuss, scheiterte aber an Torhüter Craig Gordon. Der knappe Vorsprung der Heimelf war zwar verdient, aber nicht ungefährdet. Beim ersten gefährlichen Vorstoß der Schotten hatte Mittefeldspieler Scott Sinclair den Gladbachern mit einem Schuss an Innenpfosten einen Schrecken eingejagt.

          Mit der Führung im Rücken spielte der Bundesliga-Elfte nach dem Seitenwechsel weiter nach vorn, um den Vorsprung auszubauen. Die Gladbacher wussten eine Fülle von Chancen jedoch nicht zu nutzen, weil es ihnen im Abschluss an Sorgfalt und Präzision mangelte. André Hahn, neben Hazard im Angriff aufgeboten, kam dem zweiten Tor am nächsten – sein Schuss prallte gegen den Pfosten. Die Gladbacher hatten scheinbar alles im Griff, doch dieser Eindruck täuschte.

          Notbremse wirft Borussia aus der Spur

          Verteidiger Julian Korb wusste sich im Strafraum gegen Dembélé nur mit einem Foul zu helfen, das auch noch als „Notbremse“ gewertet und mit der Roten Karte bestraft wurde, weil der Gefoulte um eine vielversprechende Torchance gebracht wurde. Dembélé selbst nutzte den Strafstoß zum überraschenden Ausgleich. Für die Schlussoffensive brachte der Gladbacher Cheftrainer André Schubert Raffael ins Spiel. Doch auch der Brasilianer konnte nichts mehr ausrichten. Kurz vor Schluss hätte die Borussia beinahe sogar ein zweites Gegentor hinnehmen müssen.

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