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Champions League : Klopp schmeichelt den Bayern und Flicks Werk

Dank Hansi Flick eine positive Entwicklung: Man kann den Bayern wieder das Finale der Champions League zutrauen. Bild: dpa

Die Münchner sind wieder da in Europa: Nicht nur Jürgen Klopp sieht die Bayern als Favoriten in der Champions League. Doch für diese Entwicklung musste ein steiniger Weg zurückgelegt werden.

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          Als das Buffet schon aufgebaut war, schnappte sich Karl-Heinz Rummenigge das Mikrofon. Es war spät, aber er wollte noch etwas sagen. Er stand in einem großen Saal im Hotel „Titanic“ in Liverpool, ein paar Kilometer entfernt vom Stadion an der Anfield Road, wo der FC Bayern München an diesem Abend zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League angetreten war. „Ich möchte“, sagte Rummenigge ins Mikrofon, „dem Trainer, seinem Team und der Mannschaft zu diesem Ergebnis sehr herzlich gratulieren. Das haben sie sich verdient.“ Die Gäste, so ist es in einem Video von damals zu sehen, klatschten, und Rummenigge redete weiter. Er gratulierte der Mannschaft, die das „toll gemacht“ habe. Er gratulierte Niko Kovac, der die Mannschaft „erstklassig eingestellt“ habe. Er gratulierte noch Franck Ribéry, der kürzlich zum fünften Mal Vater geworden war. Dann eröffnete er das Buffet.

          An diesem Dienstagabend im Februar 2019 hat Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, in seiner Rede so viel gratuliert, dass ein wesentliches Detail zu kurz kam: Das Spiel in Liverpool war 0:0 ausgegangen – und seine Bayern hatten nicht einmal aufs Tor geschossen. Als der FC Liverpool drei Wochen später zum Rückspiel in München antrat, hielt sich Rummenigge anschließend von Mikrofonen fern. Er hätte nicht schönreden können, was er vom Tribünenplatz aus gesehen hatte. Im eigenen Stadion versteckten sich die Bayern in ihrer Spielfeldhälfte. Sie unterlagen 1:3 und schieden aus der Champions League aus.

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