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Siegtreffer im Rekordspiel : Cristiano Ronaldo zieht sich aus

  • Aktualisiert am

Da schaut her: Cristiano Ronaldo lässt sich feiern. Bild: EPA

Das entscheidende Tor in der Nachspielzeit, alleiniger Rekordhalter in der Champions League: Cristiano Ronaldo und Manchester United haben guten Grund zur Freude. Thomas Tuchel rätselt derweil über den FC Chelsea.

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          Im eigenen Rekordspiel das Siegtor in der Nachspielzeit erzielt, und das im ersten Champions-League-Heimspiel nach der Rückkehr zu Manchester United: Cristiano Ronaldo hatte einen gelungenen Abend beim 2:1 gegen den FC Villarreal.

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          Dabei war der 36 Jahre alte Portugiese über die volle Spielzeit gar nicht so gut in der Partie gewesen. „Es gab ein paar halbwegs ordentliche Kopfbälle in der ersten Halbzeit die zu Chancen hätten werden können, aber das Zeichen eines sehr, sehr guten Angreifers ist, dass er ruhig bleibt, wenn die Chance kommt“, schwärmte United-Coach Ole Gunnar Solskjaer. „So war er seine ganze Karriere hindurch. Er ist mental einfach so stark und bleibt im Spiel.“

          Das Heimspiel in Old Trafford war Ronaldos 178. Einsatz in der Champions League, vor Torwart Iker Casillas ist er nun alleiniger Rekordhalter. In der fünften Minute der Nachspielzeit gelang ihm schließlich der Siegtreffer, den er mit einer Kopfballablage Sekunden zuvor selbst eingeleitet hatte. „Ich habe ihn den ganzen Tag gesehen, wie er sich für diese Partie aufgebaut hat, wie konzentriert er war und wenn er diese eine Chance dann bekommt, ist es ein Tor“, sagte Solskjaer.

          Der Matchwinner berichtete nach der Partie, dass er seine Kollegen vor der zweiten Halbzeit angespornt habe: „Ich habe zu den Spielern im Tunnel gesagt, dass wir daran glauben müssen“, berichtete Ronaldo. Nach der überraschenden 1:2-Auftaktniederlage bei den Young Boys Bern habe die Mannschaft den Druck, gewinnen zu müssen, gespürt und sei etwas nervös gewesen. „Aber wir hatten auch etwas Glück, das wir im letzten Spiel nicht hatten“, räumte Ronaldo ein. Bei Instagram postete er ein Jubelbild mit freiem Oberkörper und der Bildunterschrift: „Ssssiiiiiiiiiimmmmm“.

          Tuchel: „Ich weiß nicht warum“

          Trainer Thomas Tuchel von Champions-League-Sieger FC Chelsea rätselt nach der 0:1-Niederlage bei Juventus Turin derweil über die Gründe für den schwachen Auftritt seiner Mannschaft. Der Titelverteidiger hatte am Mittwochabend durch einen Treffer des italienischen Europameisters Federico Chiesa kurz nach Wiederanpfiff verloren. „Auf diesem Niveau kannst Du kein so einfaches Tor in den ersten Sekunden der zweiten Halbzeit zulassen“, sagte Tuchel im Sender BT Sport.

          Vor dem Anpfiff von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (rechts) als Trainer des Jahres ausgezeichnet: Thomas Tuchel
          Vor dem Anpfiff von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (rechts) als Trainer des Jahres ausgezeichnet: Thomas Tuchel : Bild: AP

          Nach dem jüngsten 0:1 in der Premier League gegen Meister Manchester City hatte der deutsche Coach eigentlich auf eine bessere Leistung gegen Italiens schwach in die Saison gestarteten Rekordmeister gehofft. „Wir waren gestern so gut im Training, aber heute nicht gut genug, nicht frei genug. Ich weiß nicht warum, es war die ganze Mannschaft“, stellte Tuchel fest. „Wir hätten viel, viel bissiger sein müssen.“

          Der 48-Jährige hatte die deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger und Kai Havertz aufgeboten, Timo Werner blieb auf der Bank. Die Offensive von Chelsea mit Havertz agierte harmlos, am Ende verlor Tuchel erst zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt im Januar zwei Spiele in Folge. In der Champions-League-Gruppe H ist Chelsea nach dem 1:0 zum Auftakt über Zenit St. Petersburg punktgleich mit dem russischen Klub, Juventus ist nach dem zweiten Sieg Spitzenreiter.

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