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Gala in Champions League : Furiose Gladbacher auf dem Sprung ins Achtelfinale

  • -Aktualisiert am

Mönchengladbach macht Eindruck: Florian Neuhaus kann es kaum glauben. Bild: AFP

Auch gegen Donezk lässt die Borussia in der Champions League nichts anbrennen und bleibt weiter Tabellenführer in der schweren Gruppe B. Sehenswerte Tore stoßen die Tür zur nächsten Runde ganz weit auf.

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          Marco Rose hatte gemahnt und gewarnt, dutzendfach hatte der Trainer im Vorfeld der Partie seiner Mönchengladbacher Borussia gegen Schachtar Donezk auf die Gefährlichkeit dieses Gegners hingewiesen. „Es wird ein ganz anderes Spiel werden“, hatte er seiner Mannschaft eingebläut, um zu verhindern, dass die Profis sich nach dem 6:0 im Hinspiel in einem Gefühl der Überheblichkeit verlieren. Doch der Trainer hatte sich gründlich getäuscht. Donzek blieb auch im Rückspiel meist harmlos, während die Gladbacher abermals wunderbare Tore schossen und am Ende souverän mit 4:0 (3:0) gewannen.

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          Womöglich haben die Warnungen die erhoffte Wirkung gehabt, aber vielleicht liegt dieser Champions League-Wettbewerb Roses Ensemble aber auch einfach nur besonders gut. In der vierten Partie der Gruppenphase spielten sie zum vierten Mal großartig. Die Defensive stand sicher, und besonders in der ersten Hälfte rollte alle paar Minuten ein wunderbarer Angriff auf das Tor der Ukrainer zu. Zunächst waren die Abschlüsse noch nicht präzise genug, aber nach 16 Minuten ging der Traditionsklub vom Niederrhein doch in Führung.

          Kramer als später Anführer

          Nach einem dieser tollen Spielzüge, von denen es so viele gab, wurde Marcus Thuram im Strafraum von Serhiy Kryvstov gefoult, Lars Stindl verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (17.). Und als Nico Elvedi bald darauf nach einer Stindl-Ecke das 2:0 geköpft hatte (34.), entwickelte diese Partie sich ähnlich, wie es von den Optimisten nach dem inspiel-Spektakel erwartet worden war. Die Borussia war klar besser, hatte weitere gute Möglichkeiten, und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gelang Breel Embolo ein spektakuläres Fallrückziehertor zum 3:0. Schachtar hingegen hatte keinen einzigen gefährlichen Abschluss zu Stande gebracht.

          Im Gefühl dieser komfortablen Führung ließen die Gladbacher dann nach der Pause doch ein wenig nach, die Ukrainer machten viel Druck, gute Chancen hatten sie aber erst in den letzten fünf Minuten, als Yann Sommer einige gefährliche Bälle abwehrte. In diesen etwas schwierigeren Phase der zweiten Halbzeit übernahm Christoph Kramer die Rolle des Anführers, der intensiv arbeitete und für Ruhephasen sowie für Struktur sorgte.

          Zwanzig Minuten vor dem Ende wurde dann auch noch Denis Zakaria eingewechselt, der Mittelfeldspieler war über ein halbes Jahr verletzt gewesen und half mit all seiner Präsenz den klaren Vorsprung zu halten, den Oscar Wendt schließlich mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 4:0 ausbaute (77.). Die Gladbacher bleiben damit auch im vierten Spiel in dieser schweren Gruppe unbesiegt; die Tür zum Achtelfinale steht nach der 0:2-Niederlage von Inter Mailand gegen Real Madrid am Mittwochabend ganz weit auf.

          „Ich bin froh, dass wir die drei Punkte haben. Die Erleichterung ist natürlich groß“, meinte Torschütze Embolo im DAZN-Interview und schmunzelte über seinen tollen Treffer: „Dass der so reingefallen ist... Aber es ist schön, dass ich ein Tor mitnehmen konnte.“ Für Kapitän Stindl waren auch die Zähler wichtig: „Wir haben acht Punkte und stehen sehr gut da. Warum sollen wir nicht nach dem Größtmöglichen streben?“

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