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Champions-League-Auslosung : Klopp freut sich auf den Bayern-Kracher

  • Aktualisiert am

„Für mich ist es schön, nach Deutschland zurückzukehren“: Jürgen Klopp. Bild: dpa

Was für ein Duell! Die Münchner treffen im Achtelfinale der Champions League auf Liverpool. Auch Dortmund und Schalke bekommen es mit einem Gegner aus England zu tun. In der Europa League geht es für die deutschen Klubs nach Osten.

          Der FC Bayern München muss im Achtelfinale der Champions League gegen Jürgen Klopps FC Liverpool antreten, für Borussia Dortmund kommt es zum Wiedersehen mit Tottenham Hotspur. Der FC Schalke 04 hat in Manchester City mit Leroy Sané den erwarteten Top-Gegner bekommen. Die frühere französische Nationalspielerin Laura Georges und Luis Garcia, Königsklassen-Sieger mit dem FC Liverpool 2005, bescherten den drei Fußball-Bundesligavereinen bei der Auslosung in Nyon am Montag attraktive wie hochkarätige Gegner.

          Auf die Münchner in der Königsklasse wartet in der ersten K.o.-Runde, die im Februar und März ausgespielt wird, in Vorjahresfinalist FC Liverpool ein echter Prüfstein. Die Mannschaft des ehemaligen BVB-Coaches Klopp hatte in der Gruppenphase einige Mühe, setzte sich aber als Gruppenzweiter hinter Paris Saint-Germain durch. „Das ist genauso ein 50:50-Spiel wie unseres“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zum Los der Bayern. „Das ist ein Brocken, aber darauf freut man sich als Spieler. Liverpool ist die Mannschaft der Stunde. Sie sind Tabellenführer in England, spielen guten Fußball, sehr körperbetont, geben Gas“, meinte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

          Ergebnisse, Termine, Auslosung: Spielplan der Champions League

          Klopp blickt dem Duell mit gemischten Gefühlen entgegen: „Es wird schwierig, sie haben eine Top-Mannschaft, aber für mich ist es schön, nach Deutschland zurückzukehren. Es wird hart und interessant, ich freue mich darauf“, sagte Klopp weiter. Liverpool kenne das Münchner Stadion vom sommerlichen Testturnier recht gut, meinte er, „das wird eine wirklich nette Reise für alle unsere Fans, es ist eine wunderbare Stadt, alles gut“. Über den deutschen Fußball wüssten er und sein Trainerteam „natürlich mehr als über jede andere Liga, aber das macht keinen großen Unterschied“, betonte der 51-Jährige. Seine eigene Rolle wollte er nicht zu hoch hängen. „Am Ende müssen es die Jungs auf dem Platz entscheiden. Lasst es uns mal versuchen.“

          Der BVB hat an die Tottenham Hotspur nicht die besten Erinnerungen. In der vergangenen Saison hatten die Dortmunder in der Gruppenphase der Königsklasse beide Duelle gegen Tottenham verloren und waren ausgeschieden. 2016 setzte sich im Achtelfinale der Europa League aber der BVB durch. Nun ist der Dritte der Premier League um Stürmerstar Harry Kane erneut Gegner des Bundesliga-Tabellenführers. Für Schalke kommt es im Achtelfinale zum Wiedersehen mit dem Nationalspieler und früheren Schalker Leroy Sané. In die Duelle mit dem englischen Meister um den früheren Bayern-Coach Pep Guardiola geht der Revierklub als klarer Außenseiter. In der Gruppenphase hatte sich die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco als Zweiter hinter dem FC Porto durchgesetzt.

          Der frühere BVB-Trainer Thomas Tuchel muss mit Paris Saint-Germain gegen Manchester United antreten, Superstar Cristiano Ronaldo hat mit Juventus Turin Atlético Madrid als Achtelfinal-Gegner zugelost bekommen. Zudem muss sich Titelverteidiger Real Madrid mit Ajax Amsterdam messen, der FC Barcelona spielt gegen Olympique Lyon. Der FC Bayern und Borussia Dortmund müssen als Gruppensieger zunächst auswärts antreten und haben damit im entscheidenden Rückspiel jeweils Heimrecht. Der FC Schalke 04 bestreitet das Hinspiel zuhause. Sky und DAZN übertragen (genaue Auflistung siehe folgend).

          Alle Spiele des Achtelfinales im Überblick mit genauen Terminen:

          Hinspiele (alle Spiele um 21.00 Uhr):

          Dienstag, 12. Februar: Manchester United - Paris St. Germain (Sky)
          Dienstag, 12. Februar: AS Rom - FC Porto (DAZN)
          Mittwoch, 13. Februar: Tottenham Hotspur - Borussia Dortmund (DAZN)
          Mittwoch, 13. Februar: Ajax Amsterdam - Real Madrid (Sky)
          Dienstag, 19. Februar: Olympique Lyon - FC Barcelona (DAZN)
          Dienstag, 19. Februar: FC Liverpool - Bayern München (Sky)
          Mittwoch, 20. Februar: FC Schalke 04 - Manchester City (DAZN)
          Mittwoch, 20. Februar: Atlético Madrid - Juventus Turin (Sky)

          Rückspiele (alle Spiele um 21.00 Uhr):

          Dienstag, 5. März: Borussia Dortmund - Tottenham Hotspur (Sky)
          Dienstag, 5. März: Real Madrid - Ajax Amsterdam (DAZN)
          Mittwoch, 6. März: Paris St. Germain - Manchester United (Sky) 
          Mittwoch, 6. März: FC Porto - AS Rom (DAZN)
          Dienstag, 12. März: Manchester City - FC Schalke 04  (Sky)
          Dienstag, 12. März: Juventus Turin - Atlético Madrid (DAZN)
          Mittwoch, 13. März: FC Barcelona - Olympique Lyon (DAZN)
          Mittwoch, 13. März: Bayern München - FC Liverpool (Sky)

          Für die beiden deutschen Vereine in der Europa League geht es ostwärts. Sowohl Eintracht Frankfurt als auch Bayer Leverkusen wurden am Montag in Nyon für die erste K.o.-Runde des Wettbewerbs unangenehme Aufgaben zugelost. Der Bundesliga-Fünfte aus Hessen bekommt es mit dem ukrainischen Spitzenklub Schachtar Donezk zu tun. Das Spiel findet wegen der politischen Unruhen wohl in Charkiw statt (14. Februar, 21.00 Uhr MEZ / Rückspiel am 21. Februar um 18.55 Uhr). Wegen des Kriegsrechts in Teilen der Ukraine hatte die Europäische Fußball Union zuletzt zwei Spiele an andere Orte verlegt. Auch Hoffenheim musste am 19. September in der Champions League das Auswärtsspiel gegen Schachtjor (2:2) in Charkiw austragen. Das auf 30 Tage verhängte Kriegsrecht soll allerdings am 26. Dezember auslaufen, also lange vor dem Spiel der Eintracht gegen Schachtjor. Leverkusen trifft in der ersten K.o.-Runde der Europa League auf den russischen Klub FK Krasnodar (14. Februar 18.55 Uhr MEZ in Russland / Rückspiel 21. Februar 21.00 Uhr). 

          Trotz der kniffligen Herausforderung haben die Frankfurter allen Grund zur Zuversicht. Schließlich blieb das Team von Adi Hütter als erste deutsche Mannschaft in den sechs Gruppenspielen der Europa League ohne Punktverlust. Die Qualitäten von Donezk bekamen zuletzt die Hoffenheimer zu spüren. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann blieb in beiden Spielen der aktuellen Champions League gegen die Ukrainer sieglos (2:2/2:3) und musste ihnen den dritten Gruppenplatz überlassen. Wirklich einfach ist auch die Aufgabe für den Bundesliga-Elften aus Leverkusen nicht, der die Gruppenphase zwar nicht so souverän wie die Frankfurter, aber ebenfalls als Sieger überstand. Gegner Krasnodar qualifizierte sich als Gruppenzweiter für die K.o.-Runde – punktgleich mit dem FC Sevilla. Das deutet auf große Konkurrenzfähigkeit hin: Schließlich gewannen die Spanier in den Jahren 2014, 2015 und 2016 den Wettbewerb drei Mal in Serie.

          Die Hinspiele am 14. Februar 2019 im Überblick (Live bei DAZN):

          Fenerbahce Istanbul - Zenit St. Petersburg (12. Februar, 18.00)

          Rapid Wien - Inter Mailand (18.55 Uhr)
          Slavia Prag - KRC Genk (18.55)
          FK Krasnodar - Bayer Leverkusen (18.55)
          Stade Rennes - Betis Sevilla (18.55)
          Olympiakos Piräus - Dynamo Kiew (18.55)
          Lazio Rom - FC Sevilla (18.55)
          Bate Borissow - FC Arsenal (18.55)
          Galatasaray Istanbul - Benfica Lissabon (18.55)

          Viktoria Pilsen - Dinamo Zagreb (21.00)
          FC Brügge - RB Salzburg (21.00)
          FC Zürich - SSC Neapel (21.00)
          Malmö FF - FC Chelsea (21.00)
          Schachtar Donezk - Eintracht Frankfurt (21.00)
          Celtic Glasgow - FC Valencia (21.00)
          Sporting Lissabon - FC Villarreal (21.00) 

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