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Bayerns Champions-League-Gegner : Drei weitere Geisterspiele für ZSKA Moskau

  • Aktualisiert am

An leere Zuschauerränge kann sich ZSKA Moskau vorerst gewöhnen Bild: AFP

Das Geisterspiel gegen die Bayern machte wenig Spaß. Nun bestraft die Uefa ZSKA Moskau abermals. Auch die nächsten drei Heimspiele in der Champions League müssen die Russen ohne Fans austragen.

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          Nach dem „Geisterspiel“ gegen den FC Bayern München muss der russische Fußball-Meister ZSKA Moskau auch die nächsten drei Heimspiele in der Champions League vor leeren Rängen austragen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union Uefa sprach nach abermaligen rassistischen Entgleisungen der ZSKA-Fans im ersten Gruppenspiel beim italienischen Erstligaverein AS Rom eine drastische Strafe gegen den Klub aus.

          Demnach muss Moskau neben dem Zuschauer-Ausschluss auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro zahlen. Ebenso darf der Verein keine Tickets für die restlichen Auswärtsspiele in der Champions-League-Gruppenphase verkaufen. Darunter fällt auch das Rückspiel in München am 10. Dezember.

          In der Vergangenheit war der Verein mehrmals wegen rassistischer Entgleisungen seiner Fans negativ aufgefallen. Deshalb war bereits das erste Gruppenspiel gegen den FC Bayern am vergangenen Dienstag (0:1) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen worden. ZSKA-Generaldirektor Roman Babajew äußerte Kritik an der Uefa.

          „Wir wollen die Unruhen keinesfalls rechtfertigen. Aber wegen einiger Dutzend werden Zehntausende bestraft - das erinnert mehr an eine öffentliche Hinrichtung als an eine objektive Entscheidung“, sagte Babajew. Das „übermäßig harte“ Urteil trage nicht dazu bei, das Problem des Rowdytums zu lösen. „Unsere Argumente wurden nicht gehört - es scheint, dass die Entscheidung vorher feststand“, ergänzte Babajew. Der Verein werde in Berufung gehen.

          ZSKA-Präsident Jewgeni Giner schätzte den Schaden für den Klub auf mindestens sechs Millionen Dollar. „Es ist ein schmerzhafter Verlust für unser Budget. Aber meine Beziehung zu den Fans ändert sich nicht. Wir werden nicht für unsere Anhänger, sondern für einen Haufen Außenseiter bestraft“, sagte Giner. Er kündigte „schwarze Listen für Problemfans“ und eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei an.

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