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2:1 in St. Petersburg : BVB-Notelf schafft den Gruppensieg

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Am Ende lachen die Dortmunder: Arbeitssieg in St. Petersburg gelungen. Bild: AP

Auch stark ersatzgeschwächt gewinnt der BVB in St. Petersburg und sichert sich eine gute Ausgangsposition fürs Achtelfinale der Champions League. Moukoko schreibt schon jetzt Geschichte.

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          Borussia Dortmund hat sich in der Champions League nach einem harten Stück Arbeit den Gruppensieg gesichert. Beim historischen Debüt von Youssoufa Moukoko gewann der BVB bei Zenit St. Petersburg in Eiseskälte auch ohne neun angeschlagene Profis mit 2:1 (0:1) und hielt Lazio Rom, das zeitgleich 2:2 gegen den FC Brügge spielte, auf Distanz.

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          „Es war eine hart umkämpfte Partie“, sagte Kapitän Marco Reus nach dem Spiel bei Dazn. „Es war ein dreckiger Sieg, aber endlich mal wieder ein Sieg.“ Somit gehen die Dortmunder im Achtelfinale Giganten-Gegnern der Kategorie Manchester City oder FC Liverpool aus dem Weg. „Wir sind Erster in unserer Gruppe. Das ist wichtig“, zeigte sich BVB-Trainer Lucien Favre erleichtert. „Wir haben ein unnötiges Tor kassiert, in der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr mutig, wir haben das Spiel gedreht. Das hat uns aber sehr, sehr viel Energie gekostet. Das hat man gesehen. Die Spieler hatten keine Kraft mehr. Aber wir haben es geschafft.“

          Lukasz Piszczek (68.) und der frühere Zenit-Profi Axel Witsel (78.) trafen für den BVB, der den Sprung in die K.o.-Runde bereits in der vergangenen Woche vorzeitig geschafft hatte. Sebastian Driussi (16.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht. Für Schlusslicht Zenit bestand keine Chance mehr auf den dritten Platz, der in die Europa League führt.

          Moukoko wurde mit seiner Einwechslung (58.) im Alter von 16 Jahren und 18 Tagen zum jüngsten Spieler in der Geschichte der Königsklasse. Dem BVB fehlte eine komplette Mannschaft, was sich auf das Zusammenspiel auswirkte. Neben Topstar Erling Haaland, Thomas Meunier und Thomas Delaney sind auch Manuel Akanji und Raphael Guerreiro nicht rechtzeitig fit geworden. Mahmoud Dahoud, Reinier und Mateu Morey waren daheim geblieben. Jadon Sancho, Gio Reyna und Torhüter Roman Bürki, den Marwin Hitz ersetzte, wurden zunächst geschont. „Wir wollen unbedingt den Gruppensieg“, gab Sportdirektor Michael Zorc der Mannschaft zuvor via Sky mit auf den Weg, obwohl Trainer Lucien Favre Platz eins wenige Tage zuvor „nicht relevant“ genannt hatte.

          Reus mühte sich bei minus fünf Grad Celsius wie gegen Lazio (1:1), Haaland zu ersetzen, der BVB kam aber recht selten in gefährliche Positionen. Vor der ersten Chance durch Thorgan Hazard (19.) lagen die Gäste schon hinten, weil Nico Schulz auf links den Zweikampf mit Alexej Sutormin verweigerte. Mats Hummels fälschte Driussis Schuss unhaltbar ab.

          Der BVB wurde aktiver, blieb jedoch hinten zu offen. Nach einem Steilpass überwand Serdar Azmoun den chancenlosen Hitz aus knapper Abseitsposition (33.). Auf der Gegenseite köpfte Jude Bellingham freistehend über das Zenit-Tor (43.), Reus hatte dann Pech mit einem Schlenzer an den Pfosten.

          Die Einwechslung von Moukoko nach knapp einer Stunde brachte frischen Wind. Es waren letztlich aber nicht die Jungstars, die für die Entscheidung sorgten, sondern die Erfahrenen: Nach dem Ausgleich durch Piszczek traf Witsel aus rund 18 Metern unhaltbar zum 2:1.

          Wichtiger als das Sportliche war dem BVB die Sicherheit im Corona-Hotspot. Nach einem Trainingsplatz hatte sich der Verein erst gar nicht umgeschaut: „Flughafen - Hotel - Spiel - Flughafen“, hieß die Devise. Dementsprechend dehnten sich die Spieler am Mittag auf einem Teppich im Hotelsaal, für 2.15 Uhr in der Nacht auf Mittwoch war schon die Landung in Paderborn vorgesehen.

          Danach geht die Terminhatz in unverminderter Geschwindigkeit weiter: Vor Weihnachten stehen noch drei Ligaspiele und die zweite Pokalrunde bei Eintracht Braunschweig auf dem Programm. Die folgende Miniaturpause endet am 3. Januar.

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