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Aus in Champions League : Dortmund ärgert sich über die Schiedsrichter

Enttäuschung nach dem Aus gegen Manchester City: Dortmunds Emre Can Bild: AFP

Im Hinspiel bei Manchester City wird dem BVB ein Tor genommen, im Rückspiel gibt es Elfmeter nach einem Handspiel. Nicht nur Emre Can schimpft nach Dortmunds Aus in der Champions League.

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          Hans-Joachim Watzke ist durchaus ein Mann der klaren Worte. Und so hatte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund davon gesprochen, dass es einer „Weltsensation“ gleichkomme, wenn sein Klub im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester City weiterkomme. Die Welt, zumindest die, die sich für Fußball interessiert, erlebte am Mittwochabend keine derartige Sensation. Nach dem 1:2 im Hinspiel in England verlor der BVB auch das Rückspiel mit dem gleichen Ergebnis. Doch der Verein aus der Bundesliga durfte zumindest einige Zeit ernsthaft auf diese „Weltsensation“ hoffen.

          Champions League
          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Manchester City blieb in Dortmund zunächst im Startblock hängen. Das nutzten der BVB zur zeitigen Führung. Jude Bellingham, der erst 17 Jahre alte Engländer, zirkelte den Ball in Minute 15 sehenswert in den Winkel des Tores von Ederson. 1:0 für Dortmund – bei diesem Endergebnis hätte es tatsächlich gereicht zum großen Wurf. Die Realität am Ende des Fußballabends war eine andere. Riyad Mahrez verwandelte einen Elfmeter zum Ausgleich (55. Minute). Phil Foden erzielte das 2:1 für City (75.), genau wie im Hinspiel, als das 20 Jahre alte Eigengewächs kurz vor Schluss noch zuschlug.

          Es gab keinen Dortmunder, der vor die Mikrofone trat, der die Klasse Manchesters anschließend nicht anerkannte. Pep Guardiola hat inzwischen eine Mannschaft geschaffen, die durch enorm gutes Pass- und Positionsspiel in herausragendem Tempo brilliert. Wer da nicht gute Kondition und Nerven hat, ist hoffnungslos verloren. Das war der BVB nicht. Die Auswahl von Edin Terzic zeigte sich robust und gut eingestellt gegen die Weltklasse aus Manchester. Die setzte sich letztlich aber doch durch. Viel ärgerlicher aus Dortmunder Sicht in der Gesamtschau waren die Schiedsrichter-Leistungen.

          Aufregung um Cans Handspiel

          Im Hinspiel vor gut einer Woche hatte Ovidiu Hategan sich den Unmut des BVB zugezogen. Erst hatte er einen Elfmeter gegen Emre Can gegeben, den er auf Hinweis des Video-Assistenten zurückziehen musste. Dann pfiff er einen Treffer von Bellingham vorschnell ab wegen eines vermeintlichen Fouls, und nahm den Dortmundern daher die Chance, dass das Tor nach Überprüfung der Bilder doch noch eine Anerkennung erfahren hätte. „Es ist brutal ärgerlich“, hatte BVB-Trainer Edin Terzic schon vor einer Woche gesagt. Nun wollten er und seine Spieler schon wieder über den Schiedsrichter sprechen.

          Wieder stand eine Szene mit Can im Mittelpunkt, wieder ging es um einen Elfmeter. Diesmal sprang dem deutschen Nationalspieler der Ball an die Hand, diesmal blieb es bei der Entscheidung, diesmal kassierte der BVB ein Gegentor. Was war passiert? Nach einer Hereingabe von Foden ging Can mit dem Kopf zum Ball und berührte ihn. Von dort flog das Spielgerät an den ausgestreckten linken Arm von Can. Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande pfiff sofort und zeigte auf den Strafstoßpunkt. Wie alle Elfmeter-Entscheidungen wurde die Szene kontrolliert. Der Video-Assistent aber hatte keine Einwände.

          Das war bei den Dortmundern ganz anders. Schon auf dem Spielfeld zeigte Can immer wieder auf den Kopf und den Arm, um den Ablauf der Aktion nochmal klarzumachen. Doch der Unparteiische aus Spanien ließ sich nicht beirren. Mahrez verwandelte schließlich mit einem strammen Linksschuss ins Tor des machtlosen Marwin Hitz. Der sah beim zweiten Treffer nicht ganz so glücklich aus, als auch ein Linksschuss von Foden von der Strafraumgrenze im vom Torwart aus gesehen linken Eck an den Innenpfosten knallte und von dort ins Netz sprang. Damit war das Duell gelaufen.

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