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Aufregung in Mönchengladbach : „Das ist sowas von verlogen“

  • Aktualisiert am

Mit Mönchengladbach im Champions-League-Achtelfinale: Jonas Hofmann Bild: Picture-Alliance

Die Bekanntgabe des Wechsels von Trainer Marco Rose zu Borussia Dortmund hat in Mönchengladbach für viel Wirbel gesorgt. Zwei Profis beziehen nun deutlich Stellung.

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          Der Gladbacher Fußballprofi Jonas Hofmann hat Gerüchte über Konflikte zwischen dem scheidenden Trainer Marco Rose und der Mannschaft dementiert. „Man hat ja auch so viel Schwachsinn gehört, was da erzählt wurde“, sagte der Spieler des Fußball-Bundesligavereins am Montag bei „kicker meets DAZN“. „Dass es verbale Attacken gegeben hätte, was weiß ich, was. Das ist sowas von verlogen.“

          Champions League

          Gerüchte, wonach sich Gladbach vorzeitig von Rose trennen würde, machen Hofmann wütend: „Es ärgert einen extrem, wenn solche Lügen verbreitet werden. Ohne dass davon eine einzige Zeile stimmt.“ Es bringe „überhaupt nichts“, sich damit zu beschäftigen, führte Hofmann aus: „Wir spielen jetzt gegen Manchester City. Wer jetzt noch an den Trainerwechsel denkt, bei dem läuft irgendwas falsch.“

          Zuvor hatte bereits Borussia-Sportchef Max Eberl „Lügen“ beklagt, die über angebliche Streitgespräche zwischen Rose und Spielern in der Kabine verbreitet worden seien. Auch habe es, anders als von einigen Medien dargestellt, kein Treffen mit dem Mannschaftsrat gegeben, in dem dieser die Trennung von Rose gefordert habe. „Ich bin schon schockiert darüber, wie dumpf und dumm man so etwas wahrnimmt“, hatte Eberl gesagt.

          Auch Mittelfeldspieler Florian Neuhaus befürchtet derweil keine Probleme durch die frühzeitige Bekanntgabe des Wechsels von Trainer Rose. „Das wird unsere Leistung nicht negativ beeinflussen“, sagte der 23 Jahre alte Profi den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Wir wissen auch: Wenn wir Spiele gewinnen, wird sich alles im Rahmen halten, wenn wir hingegen Spiele verlieren, wird das Thema immer wieder aufkommen. Wir haben den Anspruch, dem Ganzen mit erfolgreichen Spielen entgegenzuwirken.“

          Die Stimmung in der Mannschaft habe das nicht verändert. „Wir sind in der Mannschaft professionell genug, dass wir es nicht an uns heranlassen“, sagte Neuhaus. „Ich habe eine ähnliche Situation schon vor zwei Jahren erlebt, als bekannt wurde, dass Dieter Hecking den Verein am Saisonende verlassen wird. Wir haben es dennoch geschafft, uns für die Europa League zu qualifizieren und die Saison damit erfolgreich abzuschließen.“

          Mönchengladbach hatte vor einer Woche mitgeteilt, dass Rose im Sommer von einer Ausstiegsklausel im Vertrag Gebrauch machen möchte, um zu Borussia Dortmund zu wechseln. Etliche Fans hatten Rose im Internet für seine Entscheidung kritisiert und dessen sofortige Beurlaubung gefordert.

          Rose führte Gladbach in seiner ersten Saison in die Champions League und erreichte mit den Fohlen auf Anhieb das Achtelfinale. An diesem Mittwoch trifft das Team auf Manchester City (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League sowie bei DAZN). In der Bundesliga hinkt die Borussia nach einer Schwächephase als Tabellenachter aber den eigenen Ansprüchen hinterher. Am Samstag setzte es eine unerwartete 1:2-Niederlage gegen den Vorletzten Mainz 05.

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