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Gladbach in der Königsklasse : Nur dabei sein reicht nicht mehr

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Freundensprünge: Gladbach hat in der Champions League bislang einen starken Eindruck hinterlassen. Bild: AFP

Gegen Inter Mailand und Real Madrid schnupperte Borussia Mönchengladbach in der Champions League bereits an einem Sieg. In Kiew gegen Schachtjor Donezk soll es nun endlich klappen. Denn Sportdirektor Max Eberl formuliert einen neuen Anspruch.

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          Mit dem Rückenwind aus dem Topspiel gegen RB Leipzig (1:0) will Borussia Mönchengladbach nun auch in der Champions League den ersten Sieg. „Wir haben das Selbstvertrauen aus den ersten Spielen. Es spricht für die Qualität der Mannschaft, dass wir uns auch gegen große Gegner nicht verstecken. Das wollen wir morgen auch nicht“, sagte Borussias Topscorer Jonas Hofmann am Montag in Kiew, wo an diesem Dienstag (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League sowie bei DAZN) die Partie gegen Schachtjor Donezk stattfindet. „Natürlich geben uns die Ergebnisse den nötigen Schwung, um mit Selbstvertrauen an unserer Konstellation in der Gruppe weiterzuarbeiten“, sagte auch Trainer Marco Rose.

          Champions League

          Nach sieben Partien ohne Niederlage könnte der Bundesliga-Fünfte nach den Unentschieden gegen Inter Mailand und Real Madrid sogar die Tabellenführung der Gruppe B übernehmen. Mit an Bord sind auch die beiden zuletzt mit muskulären Problemen pausierenden Abwehrspieler Tony Jantschke und Nico Elvedi. Beide Innenverteidiger werden dringend benötigt.

          „Es gibt grundsätzlich Entwarnung. Bei Tony sah es schon ganz gut aus, Nico wird noch einmal behandelt. Es zählt jetzt jede Stunde bis zum Spiel“, sagte Rose, der sein Team wieder umstellen wird, um die hohe Belastung ein wenig zu verteilen.

          So werden wohl Christoph Kramer, Marcus Thuram und vermutlich auch Lars Stindl wieder in die Startelf rücken. Auch die Neuzugänge Hannes Wolf, der am Samstag das Siegtor gegen Leipzig erzielte, und Valentino Lazaro könnten helfen. Vor allem Wolf zeigte erstmals seine Stärken.

          „Der Sieg gegen Leipzig gibt uns positive Energie, und die nehmen wir mit in die beiden Spiele gegen Donezk und Bayer Leverkusen“, sagte der Leihspieler von RB Leipzig. Lazaro hatte sich einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen und stand gegen Real Madrid erstmals im Kader. Gegen Leipzig feierte er einen Kurzeinsatz in der Schlussphase.

          Sportdirektor Max Eberl stellte die Bedeutung des ersten Erfolges überhaupt gegen RB Leipzig noch einmal heraus. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, gerade nach den beiden Spielen gegen Inter Mailand und Real Madrid mit den späten Gegentoren“, sagte Eberl. Die Zeiten, in denen man in der Champions League nur dabei sein möchte, seien vorbei. „Wir wollen auch Spiele gewinnen. Und wenn uns das nicht gelingt wie gegen Real Madrid, dann ärgert uns das maßlos“, sagte der 47-Jährige dem TV-Sender Sky.

          Obenauf: Gladbachs Marcus Thuram im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Leipzig
          Obenauf: Gladbachs Marcus Thuram im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Leipzig : Bild: dpa

          Schachtjor Donezk ist erstmals Gegner in der 171 Spiele umfassenden Gladbacher Europapokalgeschichte. Zweimal traten die Borussen schon gegen Dynamo Kiew an: 1977 im Landesmeisterpokal (2:0, 0:1) und 2012 in der Qualifikation zur Champions League (1:3, 2:1). Donezk hat 2009 den Uefa-Cup gewonnen und stand im vergangenen Sommer im Halbfinale der Europa League. „Schachtjor ist ein Team mit guten Fußballern, vielen Brasilianern, das gut verteidigt und umschaltet“, sagte Gladbachs Trainer.

          Die Ukrainer gewannen ihr Meisterschaftsspiel gegen Mariupol am Freitag mit 4:1 und verbesserten sich damit in der Premier-Liga auf Rang zwei hinter Dynamo Kiew. „Es wird ein großes Spiel gegen einen komplizierten Gegner. Aber ich vertraue meinen Spielern und erwarte eine hervorragende Leistung von ihnen“, sagte Donezk-Coach Luis Castro, der mit seinem Team die Heimspiele im Olympiastadion von Kiew, wo am Dienstag keine Zuschauer zugelassen sind, austragen muss. „In einem Spiel ohne Zuschauer fehlt die Seele“, sagte Castro.

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