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Gladbach vor Duell mit Celtic : Neue Hoffnung für Team torlos

  • -Aktualisiert am

Wieder bereit für die Borussia? Raffael will wieder für Gladbach treffen Bild: Picture-Alliance

Gladbach scheint zu abhängig von Form und Fitness einzelner Spieler zu sein. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Celtic kehrt immerhin ein wichtiger Stürmer zurück.

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          In den vergangenen Wochen hat die altbekannte These neue Nahrung erhalten, der Erfolg von Borussia Mönchengladbach sei (zu) stark abhängig von der Form und der Fitness eines einzelnen Spielers. Ohne den künstlerisch veranlagten Offensivmann Raffael ist der rheinische Traditionsklub ins Mittelfeld der Bundesliga abgerutscht. Ein Muskelfaserriss hatte den mitunter genialen Brasilianer, der Spiele an guten Tagen allein entscheiden kann, wochenlang außer Gefecht gesetzt.

          Umso größer war rund um den Borussia-Park die Freude über die zu erwartende Rückkehr des Angreifers, der in elf Pflichtspielen sechs Tore erzielte. „Ich hoffe und glaube, dass ich gegen Celtic Glasgow endlich wieder spielen kann“, sagt Raffael, der seit Donnerstag vergangener Woche wieder am Mannschaftstraining teilnimmt und zum Champions-League-Spiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr / live auf Sky und im Champions-League-Ticker auf FAZ.NET) ins Aufgebot zurückkehren soll, vielleicht sogar in die Startelf. „Dass ein Spieler wie Raffael fehlt, ist eine einfache Ausrede, aber auch eine plausible“, sagt Mittelfeldmann Christoph Kramer.

          374 Minuten ohne Treffer

          Erschwerend kam für Gladbach hinzu, dass auch Thorgan Hazard, mit sieben Treffern in zehn Partien erfolgreichster Schütze der Borussen, zuletzt lange gefehlt hatte. Auch der wendige Belgier, den eine Knieprellung plagte, gilt inzwischen als Kandidat für das Glasgow-Spiel. Raffael und Hazard haben zusammen mehr als die Hälfte aller Gladbacher Pflichtspieltore in dieser Saison erzielt. Ohne ihre beiden wirkungsvollsten Angreifer entwickelten sich die Borussen zuletzt in der Bundesliga zu einem Team torlos; der Tabellenelfte wartet seit 374 Minuten auf einen Treffer. In den Pokal-Wettbewerben lieferte Gladbach mit Siegen gegen Glasgow und Stuttgart (jeweils 2:0) die Ausnahme von der Regel.

          Champions League : Für Gladbach zählt gegen Celtic nur der Sieg

          In jüngster Zeit fehlte es aber zumeist nicht nur an Toren; auch der Gesamteindruck des zuvor ansehnlichen Gladbacher Spiels litt unter der Abwesenheit hochqualifizierter Fachkräfte in der Offensive, die sich auf engstem Raum leichtfüßig bewegen können und stark im Dribbling sind. Es mangelte an Ideen und auch an Tempo. Die Mannschaft wirkte zuletzt ein wenig uninspiriert und überspielt. Aber hätte es nicht trotzdem ein bisschen mehr sein dürfen - etwa in den Heimspielen gegen Hamburg und Frankfurt, die beide 0:0 endeten?

          Wer so etwas fragt, der muss damit rechnen dass André Schubert ungehalten reagiert. „Nicht trotzdem!“, sagt der Gladbacher Cheftrainer dann sehr bestimmt. Faktoren wie Verletzungen, Kräfteverschleiß und Müdigkeit ließen keinen Raum für ein „trotzdem“. Unter diesen Umständen könne seine Mannschaft „nicht ständig ein Feuerwerk liefern“.

          Das Comeback der beiden Torjäger würde die Chancen steigern, auch nach der Winterpause auf europäischen Bühnen zu spielen. Bei einem Sieg über Celtic würde Gladbach in der Gruppe am Ende mindestens den dritten Platz belegen, könnte die internationale Saison also in der Europa League fortsetzen. Mit sechs Punkten wäre aber auch der Verbleib in der „Königsklasse“ weiter möglich. So schleppend es in der Bundesliga auch laufen mag, die Borussen streben weiter nach internationaler Geltung. „Wir wollen am Dienstag ein Spiel abliefern, das es uns ermöglicht, im Geschäft zu bleiben“, sagt Schubert. „Das wäre etwas ganz Großes.“ Sollte gegen Glasgow der zweite Sieg gelingen, hätte sich die störende Frage nach dem Trotzdem erledigt - zumindest fürs Erste.

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