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Champions League gegen Paris : Haaland-Show lässt Dortmund träumen

  • -Aktualisiert am

Nur mit der Ruhe: Erling Haaland richtet es für Dortmund. Bild: EPA

Was für ein hinreißendes Fußballspiel! Der BVB besiegt Paris St. Germain bei der brisanten Rückkehr des früheren Trainers Thomas Tuchel im Hinspiel. Dortmunds „Wunderstürmer“ Haaland stiehlt Superstar Neymar die Show.

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          Für alle Spieler des BVB, die in den Stunden vor der Partie gegen das Pariser Fußballensemble um die Weltstars Neymar und Kilian Mbappé noch nicht vom Zauber der K.o.-Phase der Champions League erfüllt waren, wurde der Bus mit der Mannschaft mit der berühmten Hymne dieses Wettbewerbs am Stadion empfangen. Fußballprofis erzählen ja immer davon, dass die Melodie des englischen Komponisten Tony Britten sie in eine ganz besondere Stimmung versetze – und die Borussen ließen sich zu einem hinreißenden Fußballspiel inspirieren.

          Champions League

          Zwar mussten sie einen Gegentreffer zulassen, aber am Ende stand ein verdienter 2:1-Sieg. Erling Haaland, natürlich, hatte beide Treffer für die Dortmunder erzielt, für Paris traf der Brasilianer Neymar. „Das sind die Momente, für die man Fußball spielt. Ich habe nicht allzu viel nachgedacht, ich habe den Moment genossen“, sagte Haaland bei DAZN. „Wir wollen weiterkommen, aber wir müssen uns noch weiter steigern. Ich will in Endspiele.“ Im anderen Spiel des Abends verlor Titelverteidiger FC Liverpool bei Atlético Madrid mit 0:1.

          Es war ein temporeiches und niveauvolles Fußballspiel, das endlich das ganze Theater um Thomas Tuchel und seine Rückkehr an den Ort, wo er zwei Jahre erfolgreich gearbeitet hatte, verblassen ließ. Der deutsche Trainer, der 2017 nach Differenzen mit der Klubführung beim BVB entlassen worden war, begrüßte vor dem Anpfiff alte Bekannte auf der Dortmunder Bank, schüttelte Hände, lächelte und scherzte.

          Die Dortmunder spielten mit genau der Startelf, die am vorigen Freitag 4:0 gegen Eintracht Frankfurt gewann und dabei keinen einzigen Schuss auf das eigene Tor zugelassen hatte. Diese nicht nur konzentrierte, sondern auch harte Abwehrarbeit aus dem jüngsten Bundesligaspiel sollte gegen die Weltklasseangreifer aus Paris abermals zu einer Kernkompetenz werden. „Wir dürfen ihnen nicht viel Platz geben und müssen defensiv stark stehen, aber wir müssen uns auch auf uns konzentrieren“, hatte Axel Witsel vor dem Spiel erklärt.

          Doch zunächst hatte das viele Gerede über Fehler beim Verteidigen und mangelnde Stabilität auch eine Schattenseite. Wenn die Dortmunder den Ball hatten, war ihnen anzusehen, wie sehr sie sich vor Fehlern fürchteten. In der Anfangsphase war der Spielaufbau von einer großen Vorsicht geprägt. Es wurde zwar intensiv gearbeitet, aber komplizierte Aktionen waren noch zu ungenau. Nach 20 Minuten brach sogar Jubel im Stadion aus, weil es dem BVB mal gelang, die Pariser durch ein gutes Pressingspiel am eigenen Strafraum in Schwierigkeiten zu bringen. Den Ball eroberten die Dortmunder in dieser Situation zwar nicht, aber sie wurden selbstbewusster.

          Zuvor hatte sich nur eine gute Möglichkeit für Jadon Sancho ergeben, der am Ende eines Konters verschiedene Optionen zum Abspiel hatte, sich für einen eigenen Abschluss entschied, das Tor aber verfehlte (11.). Mitte der ersten Hälfte fanden die Dortmunder dann immer interessantere Räume für schnelle Gegenangriffe. So hatte Emre Can eine Chance 14 Meter vor dem Tor, zögerte aber zu lange (21.). Der Mittelfeldspieler war sehr präsent und fiel auch durch Fouls auf, diese Robustheit aber könnte sich noch als bedeutsames Puzzlestück im Gesamtbild dieser Saison entpuppen.

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