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Bayer Leverkusen : „Unsere Moral ist natürlich sensationell“

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Nicht nur Kevin Kampl (links) musste die Niederlage in Rom erstmal verarbeiten. Bild: dpa

Wieder gelingt Leverkusen gegen AS Rom eine Aufholjagd. Anders als im Hinspiel aber steht Bayer mit leeren Händen da. Nun ist ein Sieg in Weißrussland Plficht – allerdings fehlen dann zwei wichtige Spieler.

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          Trotz des späten und bitteren K.o.-Schlags gab sich Roger Schmidt direkt nach dem Schlusspfiff schon wieder kämpferisch. „Wir werden nicht aufgeben. Wenn wir zwei Spiele gewinnen, können wir trotzdem noch das Achtelfinale erreichen“, sagte der Fußball-Trainer von Bayer Leverkusen nach dem abermals spektakulären und torreichen Champions-League-Spiel gegen AS Rom, in dem Bayer dieses Mal mit einer 2:3 (0:2)-Pleite das bessere Ende nicht auf seiner Seite hatte. „Dass es in dieser Gruppe eng wird, war klar“, ergänzte Schmidt.

          Das Rückspiel in Rom am Mittwoch war nach dem verrückten 4:4 im Hinspiel in Leverkusen wieder ein Auf und Ab für die Werkself. In der ersten Hälfte präsentierte sich Bayer ideenlos und mit großen Lücken in der Defensive und konnte froh sein, zur Pause nur mit 0:2 zurückzuliegen. „Es war eine sehr schlechte Halbzeit. Das müssen wir natürlich besser machen“, gab der eingewechselte Karim Bellarabi zu, der aber in der 73 Minute schon wieder den Platz verließ.

          Der Nationalspieler litt an Muskelbeschwerden und droht für das Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Köln auszufallen. „Der Muskel hat ein bisschen zugemacht, mal sehen, was es genau ist“, sagte Bellarabi. „Ich hoffe es natürlich, aber es sind nur drei Tage“, sagte der Offensivspieler, der gegen Rom viel Schwung in die Partie gebracht hatte. „Wir müssen jetzt erstmal sehen, was genau da los ist.“

          Nach der Pause zeigte Bayer dafür ein komplett anderes Gesicht, glich innerhalb weniger Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier „Chicharito“ Hernández (51.) aus. „Unsere Moral ist natürlich sensationell, wir sind toll zurückgekommen“, lobte Sportdirektor Rudi Völler die Mannschaft im TV-Sender Sky. Sogar Chancen auf den Siegtreffer hatte der Bundesligaverein, das Spiel stand am Ende „auf Messers Schneide“, wie Völler nach dem Schlusspfiff analysierte.

          Glücklicher Sieger: Am Ende hat die Roma ein Tor mehr als Leverkusen erzielt Bilderstrecke

          Im Gegensatz zum Hinspiel, als Bayer sich nach der Aufholjagd als moralischer Sieger fühlen durfte, jubelten im Stadio Olimpico am Ende die Römer. Für die Entscheidung sorgte eine unübersichtliche Szene in der 79. Minute, die zur Roten Karte für Kapitän Ömer Toprak und einem verwandelten Foul-Elfmeter für Rom führte. „Da kriegen wir den Ball nicht raus, dann kommt er natürlich leider vor Mohamed Salah, der einschussbereit steht“, schilderte Toprak die Szene, in der er den Rom-Stürmer wegstieß und damit eine klare Torchance verhinderte.

          Mit der Niederlage musste Bayer Rom in der Tabelle der Gruppe E auf Rang zwei vorbeiziehen lassen. Die gute Ausgangslage ist dahin, Leverkusen hat nun einen Zähler weniger auf dem Konto. „Wir haben noch zwei Spiele und da müssen wir alles versuchen“, versprach Mittelfeldspieler Kevin Kampl. Für das Achtelfinale braucht die Werkself in drei Wochen bei Bate Baryssau ohne die gesperrten Verteidiger Toprak und Kyriakos Papadopoulos unbedingt einen Sieg.

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