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Leverkusen in Champions League : „Ich bin ein Kämpfer. Es ist noch nicht vorbei“

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„Ich bin ein Kämpfer. Es ist noch nicht vorbei“: Leverkusens Trainer Peter Bosz Bild: AFP

Bayer Leverkusen spielt lange gut mit, dominiert Atlético Madrid sogar teilweise. Am Ende steht aber wieder eine Niederlage. Die Bewertung der Lage fällt im Lager des Bundesligaklubs unterschiedlich aus.

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          Sie haben gezeigt, dass sie auch mit einem der ganz Großen Klubs in Europa mithalten können. Sie haben aber auch gezeigt, dass es im Endeffekt immer irgendwie ein bisschen fehlt. Das 0:1 (0:0) bei Atlético Madrid zu bewerten, fiel den Spielern und Verantwortlichen von Bayer Leverkusen am Dienstagabend nicht leicht. Die Leistung war recht gut, das Ergebnis wieder mal ernüchternd. Die Defensive stand sehr gut, die Offensive war quasi nicht zu sehen.

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          Unentschlossen waren die Leverkusener auch bei der Bewertung, ob sie das Thema Champions League nun schon abhaken sollen oder nicht. „Ich bin ein Kämpfer. Es ist noch nicht vorbei“, sagte Trainer Peter Bosz. „Solange es mathematisch noch möglich ist, muss man kämpfen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich extrem gering“, sagte Klubchef Fernando Carro. Und Sportchef Rudi Völler gestand ein: „Auch wenn es mathematisch noch möglich ist: Man muss realistisch sein. Wir müssen alles versuchen, damit wir Dritter werden.“

          Nach drei Niederlagen zum Auftakt hat es in der Champions-League-Geschichte tatsächlich nur ein einziges Team noch geschafft weiterzukommen: Newcastle United zog im Herbst 2002 so in die Zwischenrunde ein, wo die Magpies dann gemeinsam mit Leverkusen ausschieden. Was die Hoffnung von Bayer nicht gerade nährt: In den ersten drei Spielen erzielte die hochveranlagte Offensive nicht ein Tor selbst. Der einzige Treffer resultierte aus einem Eigentor des für Moskau spielenden früheren Weltmeisters Benedikt Höwedes.

          Die abermalige Niederlage in Madrid lag aber nicht an Chancen-Verschwendung, sondern daran, dass Bayer sich zu wenige herausspielte. „Unser Spiel war total gut anzusehen“, sagte Völler. „Das einzige Manko ist, dass der letzte Pass nicht gestimmt hat.“ Dieser sei eben der schwerste, ergänzte Bosz. Und auch Carro machte den verflixten letzten Ball als das Urproblem aus. „Wir müssen auch mal ein Tor machen. Aber im letzten Drittel hat es gefehlt“, sagte der Spanier nach der Niederlage in seiner Heimat.

          Dennoch ist Carro sich sicher, „dass wir keine schlechtere Mannschaft haben als Atlético“. Und er erklärte gar: „Wenn wir so spielen wie heute, sind wir in der Bundesliga ganz oben.“

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