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2:0 gegen Zenit : Leverkusen nimmt Kurs Richtung Achtelfinale

  • -Aktualisiert am

Bereit zum Abflug ins Achtelfinale: Donati hat getroffen Bild: AFP

Wichtiger Sieg für Bayer Leverkusen: Nach dem 2:0-Sieg gegen St. Petersburg übernimmt die Werkself die Führung in der Champions-League-Gruppe.

          Bayer Leverkusen hat mit dem zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel die Voraussetzungen dafür geschaffen, die K.-o.-Phase in der Champions League zu erreichen. In einem intensiven und temporeichen Spiel bezwang die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt Zenit Sankt Petersburg durch Tore von Donati (58.) und Papadopoulos (62.) 2:0.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Es gab allerdings auch eine schlechte Nachricht für den Werksklub an diesem Mittwoch. Das Landgericht Köln entschied in erster Instanz, dass die Bayer Fußball-AG 16 Millionen Euro nebst Zinsen zurückzahlen muss, die sie von 2009 bis 2011 an Sponsorengeld vom kurz darauf in Konkurs gegangenen Billigstromanbieter Teldafax erhalten hatte. Der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Biner Bähr, warf Bayer Leverkusen vor, zum Zeitpunkt der Überweisungen schon von der Zahlungsunfähigkeit der Firma gewusst und trotzdem die Sponsorengelder angenommen zu haben.

          Die Gläubiger des Unternehmens, die sich bei der Verteilung der Konkursmasse übergangen fühlten, strengten dann die Klage an, der das Gericht folgte. „Wir sind enttäuscht und überrascht, dass die Vielzahl unserer Argumente und Tatsachen nicht berücksichtigt worden sind. Uns liegen derzeit noch keine weiteren Details vor. Wir werden nun die Urteilsbegründung abwarten und dann prüfen, ob wir gegen diese Urteile in der nächsten Instanz Berufung einlegen werden,“ erklärte Bayer-04-Geschäftsführer Michael Schade.

          Zähes Ringen

          Auf dem Rasen setzten sich die Leverkusener Argumente nach zähem Ringen durch. Sankt Petersburg erwies sich als spielstarkes Team, das zudem keinen Zweikampf scheute. Anders als Benfica Lissabon beim 1:3 im ersten Champions-League-Heimspiel ließ sich Zenit von den aggressiven Bayer-Profis nicht überrollen. Es entwickelte sich ein hitziges Gefecht, mit vielen Fouls und wenigen Torchancen. Die Entscheidung fiel, als zwei Spieler sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmten – der Leverkusener Bender und der Sankt Petersburger Hulk. Schiedsrichter Kuipers aus den Niederlanden ließ weiterspielen, was Hulk erzürnte. Calhanoglu indes nutzte die Verwirrung zu einem Konter. Seinen Querpass verwertete Donati mit einem plazierten Torschuss.

          Vier Minuten später stand es gar 2:0. Einwechselspieler Papadopoulos hatte mit seiner ersten Ballberührung nach einer Freistoßflanke Calhanoglus eingeköpft. Anders als zuletzt in der Bundesliga verteidigte die Werkself ihren Vorsprung sicher – sogar in Unterzahl. Außenverteidiger Wendell erhielt in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte vorgehalten. An diesem Abend bewies Bayer Leverkusen, dass es nicht nur schön Fußball spielen, sondern sich auch durchbeißen kann, wenn es hart wird.

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