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Champions-League-Auslosung : Warum droht den Bayern Real Madrid?

Cristiano Ronaldo und Real Madrid könnten schon in der Vorrunde Gegner des FC Bayern werden. Bild: dpa

Die Uefa hat die Regeln für die Champions League geändert. Das sorgt nicht nur für ein Novum im Teilnehmerfeld. Auch die Bayern könnten bei der Auslosung leiden. FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen.

          5 Min.

          Die Qualifikationsrunden sind beendet, die 32 Teilnehmer der Champions League 2015/16 stehen fest. Das müssen Sie wissen vor der Auslosung:

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Wann und wo wird gelost?

          Während die Auslosungen für die anderen Champions-League-Runden im Hauptquartier der Europäischen Fußball Union (Uefa) in Nyon in der Schweiz vorgenommen werden, findet die Zeremonie für die Gruppenphase an diesem Donnerstag im Grimaldi Forum in Monaco statt. Im TV wird die Auslosung von 17.45 Uhr an beim Pay-TV-Sender Sky Sport News und im frei empfangbaren Eurosport übertragen. Sie können auch bei FAZ.NET per Stream live dabei sein. Der frühere dänische Torwart Peter Schmeichel führt mit der Schweizer Schauspielerin Melanie Winiger durch die Show. Die Gruppen der Europa League werden erst am Freitag (13.00 Uhr) ausgelost.

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          Warum dürfen erstmals fünf spanische Teams teilnehmen?

          Der spanische Meister FC Barcelona sowie Real Madrid (Zweiter der Liga) und Atlético Madrid (Dritter) sind automatisch qualifiziert. Der FC Valencia, als Vierter der Primera División, musste in die Playoffs und setzte sich dort gegen AS Monaco durch. Zudem liegt der FC Sevilla im Lostopf. Die Andalusier gewannen im Mai die Europa League und sind damit ebenfalls automatisch für die Königsklasse qualifiziert. Diese Regel gilt erst seit dieser Saison und machte das Novum möglich: Noch nie nahmen fünf Teams eines Landes an einer Champions-League-Gruppenphase teil.

          Und wer ist noch dabei?

          England und Deutschland schicken je vier Teams. Aus der Bundesliga sind Meister Bayern München, der Zweite VfL Wolfsburg, der Dritte Borussia Mönchengladbach sowie Bayer Leverkusen dabei, das sich als Vierter der vergangenen Ligasaison über die Playoff-Duelle mit Lazio Rom qualifizierte. Aus Italien, Portugal, Frankreich, der Ukraine und Russland kommen je zwei Mannschaften. Einen Teilnehmer haben die Niederlande, Belgien, die Türkei, Griechenland, Kroatien, Schweden, Israel, Weißrussland und erstmals Kasachstan. Debütanten unter den Vereinen sind KAA Gent und FK Astana; alle anderen Teilnehmer kennen die Königsklasse schon.

          Welcher Verein liegt in welchem Topf?

          Die Uefa gab am späten Mittwochabend folgende Einteilung bekannt:

          Topf 1: FC Bayern München, FC Barcelona, FC Chelsea, Juventus Turin, Benfica Lissabon, Paris St. Germain, Zenit St. Petersburg, PSV Eindhoven.

          Topf 2: Real Madrid, Atlético Madrid, FC Porto, FC Arsenal, Manchester City, Manchester United, FC Valencia, Bayer Leverkusen.

          Topf 3: Olympique Lyon, Dynamo Kiew, Olympiakos Piräus, Galatasaray Istanbul, AS Rom, Schachtjor Donezk, FC Sevilla, ZSKA Moskau.

          Topf 4: Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Dinamo Zagreb, Maccabi Tel Aviv, KAA Gent, Malmö FF, Bate Borissow, FK Astana.

          Warum ist ein Topteam wie Real Madrid nur in Topf 2?

          Weil die Uefa die Regeln für die Einteilung verändert hat. Bisher zählte nur der Uefa-Koeffizient. Das ist eine Zahl, die sich aus den Erfolgen der vorherigen fünf Jahre im Europapokal errechnet. Die aktuelle Rangliste und die genaue Punktvergabe finden Sie hier. Mit dem geänderten Reglement will die Uefa den Gewinn der Meisterschaft, wie einst im Europapokal der Landesmeister, aufwerten. In Topf 1 liegen nun die aktuellen Meister der sieben stärksten Verbände (Spanien, England, Deutschland, Italien, Portugal, Frankreich und Russland) und der Champions-League-Titelverteidiger. Da dies der spanische Meister FC Barcelona ist, rückt die PSV Eindhoven nach, also die Mannschaft, die in den Niederlanden – der achtbesten Nation – den Titel geholt hat. Die Töpfe 2 bis 4 werden weiter nach dem Uefa-Koeffizienten gefüllt.

          Wie hätte sich die Einteilung der Lostöpfe nach altem Reglement gestaltet?

          Acht Mannschaften hätten eine andere Zuordnung erfahren. Die Meister Paris St.-Germain (Uefa-Koeffizient 100,483), Juventus Turin (95,102), Zenit St. Petersburg (90,099) und die PSV Eindhoven (58,195) wären nicht in Topf 1, sondern in Topf 2 gelandet. Dafür wären Real Madrid (171,999), Atlético Madrid (120,999), der FC Porto (111,276) und der FC Arsenal (110,078) unter den besten Acht gesetzt gewesen. Für die deutschen Klubs hätte sich nichts geändert.

          Wie ist das Prozedere der Auslosung?

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