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2:3 gegen Donezk : „Spektakel, Drama, Hoffenheim“

  • Aktualisiert am

Enttäuschte Gesichter nach unnötiger Niederlage: Spieler der TSG Hoffenheim Bild: dpa

Die TSG Hoffenheim verliert nach einer unterhaltsamen Partie in letzter Sekunde gegen Donezk und verpasst damit definitiv den Einzug ins Achtelfinale der Champions League.

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          Die TSG 1899 Hoffenheim hat als Neuling abermals den ersten Champions-League-Sieg und damit auch den Achtelfinal-Einzug verpasst. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann verlor im vorletzten Gruppenspiel am Dienstagabend 2:3 (2:2) gegen Schachtjor Donezk.

          Champions League

          Damit geht es für die Kraichgauer am 12. Dezember bei Manchester City nur noch um die Teilnahme an der Zwischenrunde der Europa League. Dafür muss Hoffenheim beim englischen Meister gewinnen und Donezk gegen Olympique Lyon verlieren. „Es wäre mehr als verdient gewesen, wenn wir heute gewonnen hätten“, sagte Nagelsmann bei DAZN. „Die Jungs haben heute gut gespielt, da gibt es keinen Vorwurf.“

          In einer überaus unterhaltsamen und temporeichen Partie vor 22.920 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena schockten die Ukrainer den Bundesligisten mit zwei frühen Gegentoren durch die Brasilianer Ismaily (14. Minute) und Taison (15.). Der überragende Andrej Kramaric (17.) und Steven Zuber (40.) glichen noch vor der Pause aus. Doch in der Nachspielzeit versetzte Taison (90.+3) den Hoffenheimern den bitteren K.o.

          Die letzte halbe Stunde musste Hoffenheim in Unterzahl bestreiten, weil Adam Szalai nach zwei Fouls innerhalb von zwei Minuten die Gelb-Rote Karte sah (60.). Pech hatten die in der Schlussphase wild anstürmenden Gastgeber bei einem Lattentreffer von Zuber (69.) und vielversprechenden Schüssen von Nationalspieler Nico Schulz (79.) und des eingewechselten 18 Jahre alten Engländers Reiss Nelson (81.). „Wir ärgern uns natürlich, haben es in Unterzahl gut gemacht, aber der Ball muss halt rein“, sagte Nagelsmann, der bei „zwei Hundertprozentigen“ den „lucky punch“ seiner Elf vermisste.

          0:2 nach 15 Minuten

          „Spektakel, Drama, Hoffenheim“ hatten die Fans der Gastgeber auf ein Banner gepinselt - und ziemlich spektakulär ging es auch los in der Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim. Hatte Nagelsmann nach dem wilden 3:3 bei Hertha BSC noch die Defensivanfälligkeit seiner Elf moniert, so musste er in der ersten Viertelstunden schon wieder leiden. Die Hoffenheimer begannen mutig und offensivfreudig, kassierten aber durch einen Doppelschlag das frühe 0:2. Nach einem Doppelpass mit Taison ließ Ismaily bei seinem von Havard Nordveit noch leicht abgefälschten Schuss dem 1899-Torwart Oliver Baumann keine Chance. Nur sechzig Sekunden später leistete sich Nationalspieler Nico Schulz einen Ballverlust, das Zuspiel von Junior Moraes nutzte Taison allein vor Baumann zum zweiten Treffer der ukrainischen Gäste.

          Die Zuschauer bekamen den erwarteten Schlagabtausch zu sehen - und die erhoffte Reaktion der Hoffenheimer auf den fatalen Fehlstart. Zwei Minuten nach dem 0:2 spielte Ishak Belfodil einen feinen Pass auf Kramaric, der mit einem nicht minder schönen Heber über Schachtjor-Schlussmann Pjatow hinweg den Anschlusstreffer erzielte. Belfodil stürmte neben Szalai, der für den angeschlagenen Torjäger Joelinton in die erste Elf gerückt war.

          Als zweite Änderung gegenüber dem Bundesliga-Spiel in Berlin durfte überraschend Zuber für Kevin Akpoguma von Beginn an ran. Der Schweizer rechtfertigte seine Nominierung dann auch prompt mit dem verdienten Ausgleichstreffer, den er per Kopf aus rund elf Metern erzielte.

          Die zweite Hälfte begann etwas verhaltener als die erste, ihre optischen Vorteile konnten die Hoffenheimer zunächst nicht nutzen. Eine halbe Stunde vor Schluss schwächten sich die Gastgeber selbst, als sich Szalai innerhalb kürzester Zeit zwei ebenso heftige wie unnötige Fouls leistete und zurecht frühzeitig vom Platz musste. Dennoch stürmte der Bundesligist nun munter nach vorne. Zuber traf nur die Latte (69.), Kramaric schoss links vorbei (70.). Nagelsmann probierte es noch mit der Hereinnahme des 18 Jahre alten Reiss Nelson für Zuber (77.) - der eine klasse Vorarbeit leistete für Schulz (79.) und kurz darauf selber den Siegtreffer auf dem Fuß hatte.

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