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1:1 in Moskau : Leverkusen verspielt Führung

  • Aktualisiert am

Unentschieden wie das Kopfballduell endet auch das Spiel Bild: Reuters

Wieder bringt Bayer Leverkusen eine Führung nicht über die Zeit. Nach dem 1:1 in Moskau kann sich das Werksteam dennoch über den Einzug ins Achtelfinale der Champions League freuen.

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          Auch in der Kälte von Moskau hat Bayer Leverkusen mal wieder einen Sieg verspielt. Dennoch zieht das Werksteam dank der Schützenhilfe von AS Monaco, das am Abend 2:1 gegen Tottenham Hotspurs gewann, ins Achtelfinale der der Champions League ein. Die Elf von Trainer Roger Schmidt musste sich trotz 1:0-Führung mit einem 1:1 (1:0) am Dienstag bei ZSKA Moskau begnügen, hat aber bei sieben Punkten den zweiten Platz sicher, da die Bayer-Elf den direkten Vergleich gegen Tottenham (4 Punkte) für sich entschieden hat. Das abschließende Gruppenspiel gegen Monaco am 7. Dezember ist nun unbedeutend, Bayer zieht als Gruppenzweiter ins Achtelfinale der Königsklasse ein.

          Schon im Hinspiel hatte Bayer gegen Moskau eine 2:0-Führung verspielt, und auch in der Bundesliga wurde die Werkself gerade erst am Freitag von dem neuen Spitzenreiter RB Leipzig (2:3) kalt erwischt. Kevin Volland hatte bei Temperaturen von minus fünf Grad mit seinem ersten wichtigen Tor für Bayer schon in der 16. Minute die Führung besorgt. Der  20-Millionen-Einkauf hatte zuvor weder in der Königsklasse noch in der Bundesliga für Leverkusen getroffen. Doch Bebars Natcho gelang vor rund 24.000 Zuschauern in der ZSKA-Arena per Foulelfmeter noch der Ausgleich für die Russen, nachdem Jung-Nationalspieler Benjamin Henrichs äußerst ungeschickt in einen Zweikampf gegangen war (77.).

          Leverkusen in Not: Torwart Leno hält den Punkt fest Bilderstrecke
          Leverkusen in Not: Torwart Leno hält den Punkt fest :

          Damit droht Bayer nach einer bislang laut Sportchef Rudi Völler „verkorksten Hinrunde“ gar die Totalpleite in diesem Jahr. Im Pokal waren die Leverkusener an den Sportfreunde Lotte gescheitert und in der Liga reicht es derzeit nur zu Platz neun. Am Samstag geht es zum FC Bayern München.

          In einer ausgeglichenen Partie wussten die Leverkusener zumindest in der Offensive gut gefallen. Immer wieder kamen sie zu guten Gelegenheiten, schon in der achten Minute setzte Hakan Calhanoglu nach Zuspiel von Julian Brandt den Ball knapp neben das Tor. Auch der mexikanische Stürmer Chicharito, der wie Volland und Tin Jedvaj im Vergleich zum Leipzig-Spiel (2:3) neu ins Team gerückt war, kam zu einer guten Chance. Sein Schuss war aber nicht scharf genug (18.).

          Unübersehbar waren aber auch erneut die Schwächen in der Leverkusener Hintermannschaft. Schon in der vierten Minute wurde es bei einem Konter gefährlich, doch Aleksander Golowin versprang der Ball frei vor Bernd Leno. Kurz darauf konnte sich Bayer bei Leno bedanken. Nach einem schwachen Querpass von Jonathan Tah spielte Ömer Toprak den Ball Golowin in den Fuß, der das Geschenk aber nicht nutzte und am Leverkusener Schlussmann (11.) scheiterte. Bei einem Drehschuss von Alan Dsagojew wäre Leno wohl geschlagen gewesen, der Ball strich jedoch knapp über die Latte (30.).

          Ausgeglichen verlief auch die zweite Hälfte. Der 13-malige russische Meister hatte dabei die größeren Spielanteile, musste aber immer wieder bei den Gegenangriffen aufpassen. Leverkusens Calhanoglu setzte dabei einen Freistoß knapp neben das Tor (63.), auf der Gegenseite verfehlte Chalow das Tor (65.). Noch gefährlicher war es, als Golowin aus kurzer Entfernung Leno tunnelte, der Keeper aber auf der Torlinie den Ball noch sichern konnte (69.).

          So kämpfte der Armeesportclub mit viel Leidenschaft um seine letzte Chance, schließlich waren die Russen mit nur zwei Punkten ins Spiel gegangen. Einen davon hatten sie beim 2:2 in Leverkusen geholt. Und schließlich wurden die Bemühungen auch belohnt, wenn auch dafür ein Elfmeter nötig war. Beinahe wäre den Leverkusenern doch noch der Siegtreffer geglückt, doch Volland traf nur den Pfosten.

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