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0:3 in Sevilla : Gladbach völlig überfordert

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De Gesichtsausdruck sagt alles: Gladbachs Ibrahima Traoré ist bitter enttäuscht Bild: AFP

Das Gladbacher Debüt in der Champions League geht völlig daneben. Auch wenn der erste von drei Elfmetern für Sevilla unberechtigt war: die Borussia ist mit dem 0:3 noch gut bedient.

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          Borussia Mönchengladbach rutscht immer tiefer in die Krise. Der sieglose Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga verlor auch sein Auftaktspiel in der Champions League und kassierte damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander. Beim ersten Auftritt in der europäischen Königsklasse seit 37 Jahren unterlagen die Gladbacher dem FC Sevilla am Dienstag mit 0:3 (0:0).

          Die Spanier konnten es sich sogar leisten, einen ihrer drei Foulelfmetern zu verschießen. Vor 42.000 Zuschauern trafen nach der Pause der Franzose Kévin Gameiro (47. Minute) und der Argentinier Éver Banega (66.) für den Europa-League-Sieger von 2014 und 2015 vom Punkt. Der eingewechselte Ukrainer Jewgen Konopljanka machte die am Ende verdiente Niederlage der Gäste perfekt (84.).

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          „Wir strotzen heute nicht vor Selbstvertrauen, aber das müssen wir uns holen“, sagte Sportdirektor Max Eberl nach der Schlappe. „Es geht weiter! Das wir hier nicht in einen Offensivrausch verfallen, war uns klar.“ André Hahn war die Enttäuschung anzusehen. „Wir waren froh, dass die Null zur Pause stand - so wollten wir auch in die zweite Halbzeit gehen. Aber das ist uns nicht gelungen“, sagte der Gladbacher.

          In dem intensiven Duell agierte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen die Andalusier in der Defensive nur anfangs besser als zuletzt in der Liga. Vor dem 0:1 hatte Gladbachs Schweizer Torhüter Yann Sommer bei einer riskanten Abwehr im Fünfer den Spanier Vitolo am Schienbein berührt - der tschechische Schiedsrichter Pavel Kralovec entschied trotz aller Proteste auf Strafstoß.

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          Nur drei Minuten stand Gameiro wieder am Punkt, knallte den Ball diesmal aber an die Latte. Roel Browers hatte zuvor Vitolo umgesenst - ein glasklarer Elfer. Vor dem dritten Elfmeter, der zum 0:2 führte, foulte Tony Jantschke Gameiro, für den nach 70 Minuten der frühere Dortmunder Ciro Immobile kam. Sommer musste gegen den Italiener später Kopf und Kragen riskieren (82.).

          Nach dem 2:0 kochte die andalusische Stimmung so richtig hoch, vom Anpfiff an herrschte im Stadion ein ohrenbetäubender Lärm. Sevilla machte in dem Hexenkessel sofort das Spiel - und hätte schon nach knapp fünf Minuten in Führung gehen müssen: Nach einer schönen Kombination traf Vitolo aber nur den Pfosten, den Abpraller kickte Kapitän José Antonio Reyes über die Latte.

          Favre hatte auf Routine gesetzt und die jungen Spieler draußen gelassen. Nach der 0:3-Pleite gegen den HSV gab es nur eine personelle Veränderung: Ibrahima Traoré kam für den verletzten Martin Stranzl. Der emsige Traoré versuchte sein Glück auch mit einem straffen Schuss aus 15 Metern, aber vergeblich (16.).

          Schon nach 20 Minuten überließ der Bundesligaklub den Spaniern die Initiative. Wie durch ein Wunder überstand Gladbach das Powerplay bis zur Pause ohne Gegentor. „Da haben wir ein paar Mal Glück gehabt“, meinte der frühere Gladbach-Star Rainer Bonhof nach der ersten Halbzeit. Mit dem Glück war es nach der Pause dann aber schnell vorbei.

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