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Champions League : Zasterrunde mit deutschen Kompetenzteams

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Häßlich, aber begehrt: der Champions-League-Pokal Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Meister Bayern München rechnet sich wie fast alle Jahre wieder viel aus; die Außenseiter Schalke 04 und Werder Bremen könnten das Zeug dazu haben, positiv zu überraschen. Denn nicht immer gewinnen in der Champions League die Klubs mit dem meisten Geld.

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          Wer in der Champions League mitspielen darf, schwärmt vor dem Auftakt der dreizehnteiligen Aufführungen auf Europas Schau- und Nebenbühnen erwartungsfroh wie unschuldige Kinder kurz vor Weihnachten. Voller Vorfreude, voller Hoffnung auf üppige Geschenke. Dabei geht es um den Luxusartikel der Haute Volee, den sich nur 32 hierfür qualifizierte Teams alle Jahre wieder im September leisten können.

          Diesmal steht sogar eine Jubiläumsausgabe ins Haus: fünfzig Jahre nach der Premiere im Europapokal der Landesmeister, an der seinerzeit 16 nationale Champions - darunter aus der Bundesrepublik Deutschland die sofort an Hibernians Edinburgh gescheiterten Essener Rot-Weißen (heute Regionalliga) - teilnahmen. Aus dem Festival der Meister ist die "Königsliga" als Champion aller Klassen in den weltweiten Klubwettbewerben geworden. Und dazu eine Zasterrunde, die allen Beteiligten Ruhm und Reichtum zugleich verheißt. Es gilt das Format des Vorjahrs: 32 Teams, 125 Spiele, ein Preisgeld von 413 Millionen Euro, davon 3,5 Millionen als Garantiesumme für alle, die in der Champions League ihr Glück versuchen.

          Eine Zasterrunde, die Ruhm und Reichtum verheißt

          Der mit Punktspielen in acht Gruppen startende und mit K.-o.-Begegnungen zu Ende gehende Dreizehnteiler ist aus deutscher Sicht, so scheint es auf den ersten Blick, in diesem Jahr mit überzeugenden Kompetenzteams besetzt: Meister Bayern München rechnet sich wie fast alle Jahre wieder viel aus; die Außenseiter Schalke 04 und Werder Bremen könnten das Zeug dazu haben, positiv zu überraschen. Die Schalker eröffnen die deutsche Champions-League-Party der paneuropäischen Megashow an diesem Dienstag in Eindhoven (FAZ.NET-Liveticker); die Bremer, Dritte im Bunde der Bundesliga, folgen wie die Bayern am Mittwoch in Wien mit ihrem Tageshit gegen Spaniens Meister FC Barcelona. (siehe auch: Ergebnisse Champions League)

          Der Frühherbst ist für die Teilnehmer dieser ganz besonderen Tour d'Europe das, was andere ein paar Monate früher als Frühlingserwachen bezeichnen würden. Dabei sind Frühsommermärchen für das Jahr 2006 nicht einmal ausgeschlossen. Man erinnere sich an den FC Porto als Gewinner der Champions League 2004 oder an den ebensowenig erwarteten Triumphzug des FC Liverpool 2005. Nicht immer gewinnen in der Liga der Krösusse am Ende die Klubs mit dem meisten Geld.

          Nicht immer gewinnen die Klubs mit dem meisten Geld

          Darauf hoffen auch die Bayern, die pekuniär mit Vereinen wie dem FC Chelsea nicht mithalten können und wollen. Daß am 17. Mai 2006 allerdings der FC Thun - ein Kleinstadtverein aus der Schweiz - als größter Außenseiter der diesjährigen Champions-League-Kampagne im Pariser Finale stünde, ist denn doch allzu unwahrscheinlich. Für die Thuner ist das Märchen schon durch die schiere, schier sagenhafte Qualifikation für die Königsklasse Wirklichkeit geworden.

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