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Champions League : Wolfsburger Kummer in der Abwehrzentrale

  • -Aktualisiert am

Für Tore ist der VfL Wolfsburg immer gut - leider auf beiden Seiten des Spielfelds Bild: ddp

Bei seinem ersten Auswärtsspiel steht Wolfsburg in der Champions League an diesem Mittwoch der sehr schwere Gang zu Manchester United bevor. Der deutsche Meister muss vor allem seine Defensive verbessern - sonst sieht es düster aus.

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          Nur Tabellenführer Hamburger SV (17 Tore) hat in der Fußball-Bundesliga mehr Treffer erzielt als der VfL Wolfsburg (15); nur der Tabellenletzte Hertha BSC Berlin (17) und Borussia Mönchengladbach (15) mussten bisher mehr Gegentore als der Meister (14) hinnehmen. Viel Vergnügen also in Old Trafford, wo den Niedersachsen an diesem Mittwochabend (20.45 Uhr / FAZ.NET-Champions-League-Liveticker) eine ganz große Bewährungsprobe in der Champions League bevorsteht.

          Schließlich ist der englische Champion Manchester United schon vom Namen und den zahlreichen Erfolgen her furchteinflößend genug. Dazu kommt, dass United aufs Neue die Premier League nach sieben Spieltagen anführt. Das Team um Rio Ferdinand, Wayne Rooney oder Ryan Giggs hat bisher die zweitmeisten Tore (17) geschossen und die zweitwenigsten Gegentreffer (6) kassiert.

          Aus diesem Zahlenmaterial abzuleiten, dass die Mannschaft von Trainer Armin Veh völlig chancenlos sei im Duell mit Englands erfolgreichstem Klub der jüngeren Vergangenheit, wäre der falsche Schluss. Wer bei seinem ersten Champions-League-Auftritt vor zwei Wochen ZSKA Moskau durch drei Grafite-Treffer 3:1 besiegte, kann auch die vermeintlich schwerste Aufgabe in der Gruppe B ohne Prüfungsangst angehen.

          „Wir müssen uns in der Abwehr verbessern, sonst haben wir keine Chance”: Trainer Armin Veh
          „Wir müssen uns in der Abwehr verbessern, sonst haben wir keine Chance”: Trainer Armin Veh : Bild: dpa

          „Abwehr verbessern - sonst haben wir keine Chance“

          Die wichtigste Frage vorweg lautet aber nicht, wer die jederzeit möglichen Wolfsburger Tore erzielt. Dafür sind der zuletzt wieder aufgeblühte Edin Dzeko (vier Bundesliga-Treffer), aber auch Grafite (zwei), der Liga-Schützenkönig der vorigen Spielzeit, jederzeit gut. Was Vehs Spieler besser als zuletzt lösen müssen, sind die Defensivaufgaben. In der Meistersaison unter Trainer Felix Magath wirkte die Abwehr der Grün-Weißen überaus stabil: 41 Gegentreffer, das war der drittbeste Wert der Bundesliga.

          Nun aber schwächeln Abwehrchef Barzagli (vor allem), aber auch seine Nebenleute Madlung und Schäfer (gelegentlich) sowie der Rechtsverteidiger Riether (selten). Da auch davor im defensiven Mittelfeld Kapitän Josué nach einer Knieoperation noch nicht wieder so stark wie in der vergangenen Spielzeit ist, kommen die Wolfsburger Gegner oft genug relativ leicht zu ihren Erfolgserlebnissen.

          Viel Spielraum, Korrekturen vorzunehmen, hat der Trainer in Manchester nicht. Innenverteidiger Simunek, eine feste Größe bei Magath, ist erst am Sonntag nach Adduktorenproblemen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, dem portugiesischen Innenverteidiger Ricardo Costa fehlt es schon länger an Spielpraxis. Eventuell verteidigt in Manchester Pekarik rechts, so dass Riether neben Josué ins defensive Mittelfeld rücken könnte. In welcher Besetzung auch immer, Trainer Veh macht deutlich: „Wir müssen uns in der Abwehr verbessern, sonst haben wir keine Chance.“

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