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Champions League : Werder Bremen zaubert auch in Sofia

  • Aktualisiert am

Bremer Anführer: Torsten Frings Bild: AP

Werder Bremen hat seine momentan herausragende Form auch am vierten Spieltag der Champions League unter Beweis gestellt: Die Elf von Trainer Schaaf gewann 3:0 in Sofia. Überschattet wurde die Partie von schweren Krawallen. Der FC Bayern kam über ein 0:0 gegen Lissabon nicht hinaus.

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          Werder Bremen hat das Minimalziel erreicht und darf weiter auf das Achtelfinale in der Champions League hoffen. Mit drei Toren im Zwei-Minuten-Takt ebnete der Bundesliga-Spitzenreiter am Dienstag abend vor 25.368 Zuschauern den Weg zum souveränen 3:0-Erfolg bei Levski Sofia und kann zumindest im Uefa-Pokal überwintern (Siehe auch: Champions League: HSV versagt im Charaktertest). Überschattet wurde die Partie von Ausschreitungen der Levski-Fans, die sich vor dem dem Anpfiff Schlägereien mit der Polizei lieferten.

          Nach dem peinlichen Eigentor von Sofias Keeper Nikolaj Mihailow (33. Minute) sowie den Treffern von Frank Baumann (35.) und Torsten Frings (37.) wollen die Bremer den Verbleib in der Fußball-Königsklasse in den beiden letzten Partien der Gruppe A gegen den FC Chelsea (22. November) und Titelverteidiger FC Barcelona (5. Dezember) sichern. „Man spielt ja nicht Champions League, um den Uefa-Cup zu erreichen“, sagte Trainer Thomas Schaaf (Siehe auch: Ergebnisse Champions League).

          Lachnummer beim 0:1

          Werder startete selbstbewußt mit der selben Aufstellung wie beim 6:1-Kantersieg in Mainz. Aber neben Nationalspieler Tim Borowski fehlten weiterhin auch die gleichfalls verletzten Christian Schulz, Mohamed Zidan und Patrick Owomoyela. Sofia mußte auf Angreifer Valeri Domowtschijski und kurzfristig auch Georgi Petkow verzichten. Der Stammkeeper wurde von Nikolaj Mihailow ersetzt, der schon ein Länderspiel gemacht hat und es seinem berühmten Vater und Großvater damit gleichgetan hat.

          Bremer Anführer: Torsten Frings Bilderstrecke

          Doch der 18jährige wurde zum Schwachpunkt der Gastgeber und zur Lachnummer. In der 33. Minute rutschte ihm ein eigentlich harmloser Rückpaß von Lucio Vagner über den Spann ins eigene Tor. Und auch beim dritten Bremer Treffer durch Frings (37.) machte der Youngster nicht den sichersten Eindruck, was ihm Pfiffe der eigenen Fans und die Auswechslung gegen den ein Jahr älteren Mitrew einbrachte.

          Diego trieb Werder an

          An Baumanns Treffer nur zwei Minuten nach der Führung freilich konnte Mihailow nichts ändern. Der Werder-Kapitän stand allein und vollendete die Eckball-Hereingabe von Frings eiskalt. Der „heimliche Kapitän“ hatte schon die erste Chance herausgearbeitet, die Aaron Hunt allerdings in der 10. Minute nicht nutzen konnte. Auch Vranjes (28.) traf nur das Außennetz. Auf der anderen Seite spielte sich der Tabellenführer der bulgarischen Liga nur langsam frei und schien nach 25 Minuten der Führung ganz nah zu sein. Zunächst konnte Werders Keeper Tim Wiese einen mächtigen Weitschuß des Nigerianers Richard Eromoigbe zur Ecke abwehren. Und der folgende Kopfball des freistehenden Igor Tomasic ging über das Tor.

          Sofias neuer Keeper hatte den Ball noch nicht ein Mal berührt, da hätte es nur zwei Minuten nach dem Wechsel fast schon wieder im Tor der Bulgaren eingeschlagen. Doch Diegos Schuß nach feiner Einzelleistung prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld. Bremens wieder starker Spielmacher ist von Brasiliens Nationalcoach Dunga nach gut eineinhalb Jahren Pause wieder für die „Selecao“ nominiert worden, die am 15. November in Basel gegen die Schweiz spielt.

          Im Schongang brachte Werder den Sieg nach Hause und schonte Kraft für das Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Cottbus. Wiese rettete in der 68. Minute noch ein Mal gegen Cedric Bardon - viel mehr Aufregung gab es nicht, weil auch Kloses Schuß (84.) zu schwach war. Ärgerlich allerdings war das unnötige Foul von Baumann, das ihm die Gelbe Karte und eine Sperre für das Spiel gegen Chelsea brachte.

          Bayern: nicht schön, aber erfolgreich

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