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Champions League : Spätes Erwachen in Bernabéu

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Als hätte Real Madrid gerade die Champions League gewonnen: Trainer Jose Mourinho Bild: dapd

Welch' Spektakel: Innerhalb von fünf Minuten schießen die Protagonisten von Real und Manchester City in Madrid drei Tore. Der König unter den Königen ist am Ende wieder einmal Ronaldo. Podolski trifft für Arsenal beim 2:1-Sieg gegen Montpellier.

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          Mit seinem Treffer in der 90. Minute hat Superstar Cristiano Ronaldo Real Madrid an diesem Dienstagabend vor dem Sturz in eine noch tiefere Krise bewahrt. Nachdem die Madrilenen zweimal einem Rückstand hinterherlaufen mussten, sorgte der Portugiese für das 3:2-Siegtor gegen Manchester City zum Start in die neue Saison der Fußball-Champions-League. Und der zuletzt tieftraurige Ronaldo kann endlich wieder lachen. Grund zur Freude hatten nicht nur die deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Mesut Özil, der allerdings über eine Stunde nur auf der Bank saß.

          Neuzugang Lukas Podolski ebnete mit seinem ersten Champions-League-Tor seit dreieinhalb Jahren dem FC Arsenal den Weg zum ebenfalls erfolgreichen Start. Der ehemalige Bundesliga-Profi feierte mit seinem neuen Arbeitgeber FC Arsenal beim französischen Debütanten Montpellier HSC einen 2:1-Sieg. In Madrid war nach dem schlechtesten Saisonstart in der Primera Division seit zehn Jahren Wiedergutmachung angesagt. Nach der öffentlichen Kritik von Trainer José Mourinho war der Wille zu spüren, allein mit dem Toreschießen taten sich seine Schützlinge lange ungemein schwer.

          Dzeko legt für City vor

          Wie es ging, zeigte der eingewechselte frühere Bundesliga-Star Edin Dzeko: Fünf Minuten, nachdem er das Feld betreten hatte, erzielte der Angreifer das 1:0 für die Gäste aus Manchester. 14 Minuten vor dem Ende gelang Marcelo mit einem abgefälschten Fernschuss der hochverdiente Ausgleich. Dann wurde es hektisch: Alexander Kolarow brachte City wieder in Führung, Karim Benzema glich aus. Drei Minuten waren regulär noch zu spielen. Und die Madrilenen wollten sich nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Als Ronaldo traf, lagen sich die Spieler auf dem Rasen und die Fans auf den Tribünen in den Armen.

          Auch in London ging der Schuss für die „Gunners“ erstmal nach hinten los: Nach einem Foul an Younés Belhanda im Strafraum verwandelte der Marokkaner den Elfmeter mit einem frechen Lupfer in die Tormitte 1:0 (9.). Podolski mit einem abgeklärten Flachschuss aus 14 Metern und der Ivorer Gervinho wendeten dann aber binnen 120 Sekunden das Spiel (16./18.). Für den ehemaligen Kölner Podolski war es das erste Tor in der „Königsklasse“ seit seinen beiden Treffern für den FC Bayern beim 7:1 über Sporting Lissabon am 10. März 2009.

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          Als Schütze des ersten Treffers der neuen Champions-League-Saison durfte sich indes Malagas Isco feiern lassen. Dank seines Treffers ging der Klub aus Spanien zu Hause gegen die Multi-Millionen-Truppe von Zenit St. Petersburg mit 1:0 in Führung. Am Ende durften sich die Iberer sogar über einen 3:0-Erfolg freuen – und ein weiteres Traumtor des erst 20 Jahre alten Isco. Die ebenfalls mit hochdotierten Spielern „aufgerüstete“ Mannschaft von Paris St. Germain kam zu einem glatten 4:1-Sieg vor heimischer Kulisse über Dynamo Kiew, der AC Mailand hingegen nicht über ein mageres 0:0 vor den eigenen Fans gegen den RSC Anderlecht hinaus.

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