https://www.faz.net/-gtl-ve7v

Champions League : Schalke passt einmal nicht auf

  • -Aktualisiert am

Kevin Kuranyi macht seinem Ärger Luft Bild: AP

Für Schalke 04 wird der Weg durch die Vorrunde der Champions League beschwerlich. Die Hoffnung auf einen Heimerfolg zum Auftakt gegen Valencia erfüllten sich nicht, die Spanier gewannen die temperamentlose Partie mit 1:0.

          2 Min.

          Für den FC Schalke 04 hat die europäische Champions-League-Tournee ernüchternd wie schon 2001 und 2005 begonnen: mit einer Niederlage. Am Dienstagabend unterlag der Zweite der vergangenen Fußball-Bundesligasaison in der eigenen Arena dem FC Valencia durch ein Tor von Villa (63. Minute) 0:1. 54.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion sahen eine ziemlich temperamentlose Partie, die beiderseits auf Fehlervermeidungsstrategien fußte.

          Dieses Spielchen aber beherrschte der Tabellenvierte der vergangenen Spielzeit der Primera División besser. Für die Westfalen, bei denen die Mittelfeldarbeiter Fabian Ernst und Jermaine Jones noch die besten waren, wird der Weg durch die Vorrundengruppe B nun einigermaßen beschwerlich. Den Schalkern stehen außer der Reise nach Valencia im November noch die beiden Begegnungen mit dem FC Chelsea bevor. Als nächstes aber geht es in zwei Wochen erst einmal zum norwegischen Dauermeister Rosenborg Trondheim - auch das eine keineswegs leichte Aufgabe.

          Slomka auf der Tribüne - Reck auf der Bank

          Es muss also schon einiges zusammenkommen, will sich Schalke erstmals für die K.o.-Runden dieses Wettbewerbs qualifizieren. Die Valencianer, nicht gerade berauschend in die neue Saison gestartet, blieben sich auf internationalem Parkett treu. Bei ihrer sechsten Teilnahme nacheinander gewannen sie zum sechsten Mal ihr Auftaktspiel.

          David Villa gelang das entscheidende Tor

          Um 19.35 Uhr, gut eine Stunde vor dem Anpfiff, stieg Trainer Mirko Slomka gemeinsam mit seinen Spielern aus dem Bus, der die Mannschaft zum Stadion gebracht hatte. Damit war seine Verbindung zum Team auch schon gekappt, denn danach musste der für eine europäische Begegnung auf die Tribüne verbannte Niedersachse auch schon das Weite suchen. Eine vom Schiedsrichter vor einem Jahr im Uefa-Pokalduell in Nancy als Drohgebärde empfundene Geste Slomkas hatte zu seiner nachträglichen Bestrafung geführt. Also erlebte der Schalker Chefcoach seine Champions-League-Premiere auf den teuren Plätzen der Arena. Das Team betreute ausnahmsweise Slomkas Mitarbeiter, der Torwarttrainer Oliver Reck, in der ihm eigenen Unaufgeregtheit.

          Warten auf den entscheidenden Fehler

          Zunächst erfreuten sich die Schalker einer eindeutigen Feldüberlegenheit, weil Valencia nicht daran dachte, seine defensiv geschlossene Grundhaltung früh zu lockern. Erst als die Spanier merkten, dass die Gelsenkirchener, abgesehen von einer kapitalen Gelegenheit für Kuranyi (31.) harmlos blieben, öffneten sie ihren Abwehrverbund ein wenig. Doch nur Nationalspieler Villa beschwor einmal Gefahr für Torhüter Neuer herauf (36.). Der Rest war Berechnungsfußball und Warten auf den vielleicht einen, einzigen, entscheidenden Fehler. Für die Zuschauer gab es nur selten einen Anlass, königsblaue Leidenschaft zu offenbaren. Im Schalker Frühherbst blieb vor der Pause vieles unterkühlt.

          Nach dem Wechsel auch, doch nun passte eine Mannschaft einmal nicht auf: der FC Schalke. Miguels langen, hohen Pass unterschätzten bis auf dessen Kollegen Villa alle Schalker, zuletzt vor allem der bis dahin exzellente Westermann, und so konnte der Spanier den Ball an Neuer vorbeispitzeln zum 1:0 für die raffiniertere und kaltblütigere Mannschaft. Da sich die Spanier als Minimalisten mit maximaler Effektivität herausstellten, bleib es auch bei diesem Ergebnis. Es war kein Abend, der die ganz große Vorfreude auf weitere Schalker Champions-League-Abenteuer weckte, auch weil Lövenkrands in der Nachspielzeit die letzte große Gelegenheit zum Ausgleich vertan hatte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die zweite Woche öffentlicher Anhörungen in den Impeachment-Ermittlungen beginnt.

          Amtsenthebungsermittlungen : Der Oberstleutnant und der Amigo

          In den Impeachment-Ermittlungen im Kongress werden heute Alexander Vindman und Kurt Volker angehört. Die Demokraten wollen der Öffentlichkeit darlegen, wie Donald Trump die Ukraine-Politik für seine Wiederwahl missbrauchen wollte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.