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Champions League : Riises Eigentor in der 95. Minute schockt Liverpool

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Riises Missgeschick macht es nicht einfacher für Liverpool - das weiß auch Kapitän Gerrard Bild: REUTERS

Schon zum dritten Mal in vier Jahren treffen Liverpool und Chelsea in der Champions League aufeinander. Bisher kamen immer die „Reds“ weiter. Doch diesmal hat die Elf von Michael Ballack bessere Chancen - dank eines Liverpooler Eigentors in letzter Sekunde.

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          Nach einem Tor-Geschenk in der letzten Sekunde der Nachspielzeit kann sich Michael Ballack Hoffnungen auf sein zweites Champions-League-Finale nach sechs Jahren machen. Ein Eigentor des Norwegers John Arne Riise rettete dem FC Chelsea im Hinspiel des brisanten englischen Halbfinal-Duells beim FC Liverpool am Dienstagabend nach einer enttäuschenden Vorstellung noch ein schmeichelhaftes 1:1 (0:1).

          Dirk Kuyt hatte die überlegenen „Reds“ vor 41.985 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Anfield Road mit seinem Treffer in der 43. Minute in Führung gebracht, Riise traf kurz vor dem Abpfiff (90.+5) ins „falsche“ Tor.

          Michael Ballack: „Es ist nichts entschieden“

          „Das wird nochmal ein hartes Stück Arbeit im Rückspiel. Es ist nichts entschieden - Liverpool ist auch auswärts stark. Fußball ist kein Wunschkonzert, aber mit unseren Fans im Rücken wollen wir das Spiel natürlich mit aller Macht gewinnen“, sagte der deutsche Nationalelf-Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea.

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          Champions League : Riises Eigentor in der 95. Minute schockt Liverpool

          In acht Tagen kann Chelsea an der Stamford Bridge nun das dritte Halbfinal-Aus gegen Liverpool in vier Jahren verhindern - das Finale am 21. Mai in Moskau winkt. Im zweiten Halbfinale empfängt Schalke-Bezwinger FC Barcelona am Mittwochabend Manchester United, den dritten Premier-League-Klub im Top-Quartett der europäischen Fußball-Königsklasse (20.45 Uhr / Live bei Premiere, Sat.1 und im FAZ.NET-Liveticker).

          Der „Helm-Mann“ rettet mit Großtaten das Remis

          Beim Hauptstadt-Klub standen der zuletzt geschonte Ballack, der bei einem gefährlichen Kopfball seine beste Szene hatte (67.) und kurz vor Schluss ausgewechselt wurde, sowie sein Mittelfeld-Kollege Frank Lampard und Stürmerstar Didier Drogba wieder in der Startelf. Mit Bayer Leverkusen hatte Ballack 2002 das Champions-League-Finale gegen Real Madrid mit 1:2 verloren.

          Viele Kurzpässe im Mittelfeld ließen beim üblichen Abtasten zunächst kaum Spielfluss aufkommen, doch dann übernahm das Team von Trainer Rafael Benitez die Initiative. Steven Gerrard prüfte Chelseas Keeper Petr Cech zum ersten Mal (8. Minute), später konnte sich der „Helm-Mann“ mit Großtaten gegen die einschussbereiten Kuyt (12.) und Fernando Torres (31.) auszeichnen.

          Nach einer Fehlerkette bei Chelsea trifft Kuyt

          Der 18-malige englische Meister machte mehr Druck und war öfter am Ball, doch die Feldüberlegenheit (58 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit) zahlte sich erst kurz vor der Pause aus. Zunächst vergab Kuyt eine weitere gute Möglichkeit (39.) - dann war der niederländische Nationalspieler zur Stelle: Nach einer Fehlerkette in der Chelsea-Abwehr erkämpfte er sich den Ball mit großem Einsatz und schob ihn durch die Beine des tschechischen Auswahl-Torhüters Cech.

          Die Gäste-Mannschaft von Trainer Avram Grant, der den Job im September von José Mourinho übernommen hatte, spielte sich bis zur Halbzeit nicht eine nennenswerte Chance heraus.

          Riise trifft mit dem Schlusspiff ins falsche Tor

          Als sich Drogba nach einem harten Laufduell mit Liverpools Vize-Kapitän Jamie Carragher theatralisch in den Strafraum stürzte (29.), winkte der österreichische Schiedsrichter Konrad Plautz sofort ab: Kein Foul, weiterspielen! Auch nach der Pause machte der fünfmalige Meistercup-Gewinner mehr Druck als die Gäste, die im Mittelfeld mit Ballack und Frank Lampard zu selten für Entlastung sorgten.

          Chelsea, derzeit Tabellenzweiter in der Premier League, wirkte verunsichert. Nach vorn ging wenig bei den „Blues“, anders bei dem Roten: Bei Ryan Babels Fernschuss (59.) und Gerrards Aktion (85.) fehlten nur Zentimeter zum 2:0; auf der Gegenseite vergab Lampard die große Chance zum Ausgleich (81.) - dann traf Riise mit dem Schlusspfiff ins falsche Tor.

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