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Champions League : Prominente Platzverweise, späte Tore und eine verpaßte Sensation

  • Aktualisiert am

Gelb-Rot für ManU-Star Wayne Rooney Bild: AP

Gleich drei Platzverweise gab es am ersten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase. Die Stars Wayne Rooney, Patrick Vieira und Robin van Persie mußten vorzeitig vom Platz. Der FC Thun schnupperte dagegen lange an der Sensation bei Arsenal London.

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          Es war der Abend der prominenten Platzverweise, der späten Tore und der verpaßten Sensation des FC Thun. Die Stars Wayne Rooney, Patrick Vieira und Robin van Persie standen am ersten Spieltag der Champions League in den Gruppen A bis D bereits unter der Dusche, als drei Partien in der Nachspielzeit entschieden wurden (Siehe auch: Ergebnisse Champions League).

          Auch die Debütanten aus der Schweiz fielen einem Treffer in der Extrazeit zum Opfer. „Ich bin dennoch sehr stolz auf meine Mannschaft und ich denke, wir können aus der Niederlage viel lernen“, erklärte Thuns Trainer Urs Schönenberger nach dem unglücklichen 1:2 in der Gruppe B beim englischen Ex-Meister Arsenal London.

          Bergkamp zerstört Thuns Hoffnungen

          Der 36 Jahre alte niederländische Routinier Dennis Bergkamp hatte zuvor mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Hoffnungen der Schweizer auf eine Überraschung zerstört. „Bergkamp rettet dezimiertes Arsenal“, schrieb deshalb das Boulevardblatt „The Sun“ und lobte den „Matchwinner“, der die Londoner trotz der frühen Roten Karte gegen seinen Landsmann van Persie (45.) zum Sieg führte.

          Bergkamps 2:1 in letzter Minute riß Thun aus allen Träumen

          Auch der Dank von Team-Manager Arsene Wenger galt Bergkamp. „Es war nicht nur ein tolles Tor, das ist man von ihm ja gewöhnt. Es war vor allem ein Treffer voller Leidenschaft und Siegeswille“, meinte der Franzose, der auch die Leistung der Gäste anerkannte: „Sie haben die Chance zu einer großen Überraschung verpaßt.“

          Fergusons Ärger über Rooneys Platzverweis

          Nicht so gut wie bei den „Gunners“ war die Stimmung im Lager des Ligarivalen Manchester United. Die „Red „Devils“ kamen in der Gruppe D beim spanischen Vertreter FC Villarreal nicht über ein torloses Remis hinaus und der Platzverweis gegen Rooney (65.) trieb Team-Manager Sir Alex Ferguson die Zornesröte ins Gesicht.

          „Das darf er einfach nicht machen. Er dachte zwar, die Gelbe Karte sei nicht gerechtfertigt, aber deshalb darf er dem Schiedsrichter nicht applaudieren“, kritisierte der Schotte seinen Stürmerstar. Auch die Sun fand das Verhalten von Rooney, der vom dänischen Unparteiischen Kim Milton Nielsen erst für ein Foul verwarnt worden war und wenige Sekunden später für das Applaudieren die „Ampelkarte“ sah, einfach nur „Wayniac“ und bezeichnete den Nationalstürmer mit diesem Wortspiel frei übersetzt als Wahnsinnigen.

          Juves Capello glaubt an den Titelgewinn

          Wie Rooney erlebte auch Vieira vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin das Ende der Partie in der Bayern-Gruppe A beim belgischen Meister FC Brügge nicht mit. Doch trotz der Gelb-Roten Karte gegen den Franzosen (89.) brachte der Gruppengegner von Bayern München den 2:1-Sieg über die Zeit und ließen seinen Coach hinterher von großen Zielen träumen. „Patricks Platzverweis war enttäuschend. Aber ich glaube, daß wir in dieser Saison stark genug sind, um den Wettbewerb zu gewinnen“, sagte Fabio Capello.

          Im zweiten Spiel der Gruppe schaffte der niederländische Rekordmeister Ajax Amsterdam ein 1:1 beim tschechischen Champion Sparta Prag. Nationalspieler Wesley Sneijder sicherte den Punkt durch einen Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit und verärgerte damit Prags Coach Jaroslav Hrebik. „Es ist eine Schande, daß uns dieser letzte Schuß den Sieg gekostet hat“, meinte der wütende Trainer.

          Udinese Calcio mit starkem Debüt

          Durch einen Treffer nach Ablauf der regulären Spielzeit wurde auch die Begegnung zwischen dem portugiesischen Meister Benfica Lissabon und den Franzosen vom OSC Lille in der Manchester-Gruppe entschieden. Der Italiener Fabrizio Miccoli sorgte in der 92. Minute für den umjubelten 1:0-Erfolg der Gastgeber. Ganz ohne Platzverweis und Tore in der Nachspielzeit ging dagegen der 3:0-Sieg des italienischen Debütanten Udinese Calcio, zugleich Gruppengegner von Werder Bremen, gegen Panathinaikos Athen über die Bühne.

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