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Champions League : Makaay macht München zum Gruppensieger

  • Aktualisiert am

Roy Makaay trifft für die Bayern Bild: AP

Die Pflicht hatte der FC Bayern lange erfüllt, nun absolvierte er dank Torschütze Roy Makaay auch die Kür: Durch ein 1:1 gegen Inter Mailand zog der deutsche Meister als Gruppensieger in das Achtelfinale der Champions League ein.

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          Mit einem Weltklassetor hat Roy Makaay dem FC Bayern München den Gruppensieg in der Champions League gesichert. Das erste Europapokal-Tor seit mehr als einem Jahr des Niederländers in der 62. Minuten reichte dem deutschen Rekordmeister am Dienstagabend zum 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen Inter Mailand. Patrick Vieira erzielte für Inter in der Nachspielzeit noch den etwas glückliche Ausgleich.

          Durch den Punktgewinn in einer von Disziplin und Taktik geprägten Partie überwintern die Münchner erstmals seit 2001/2002 in Europas Fußball-Königsklasse wieder als Vorrunden-Primus. Bei der Auslosung des Achtelfinales am 15. Dezember in Nyon sie somit auf ein vermeintlich leichteres Los hoffen.

          Souveräner Abschluß

          Vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena erlebte Torwart Oliver Kahn bei seinem 100. Champions-League-Einsatz einen insgesamt ruhigen Abend und mußte erst Sekunden vor Schluß hinter sich greifen. Dennoch verhalf der Jubilar seinem Team zu einem souveränen Abschluß in der Gruppenphase mit insgesamt drei Siegen, zwölf Punkten und 10:3-Toren.

          „Natürlich ist es ärgerlich, daß wir nicht gewonnen haben. Aber wichtig ist, daß wir Gruppenerster sind“, sagte Bayern-Stürmer Claudio Pizarro. Präsident Franz Beckenbauer zeigte sich gut gelaunt, monierte aber: „Gegen Inter Mailand muß man eben bis zum Schluss aufpassen.“

          Bayern-Trainer Felix Magath bot die erwartete Startelf auf und ersetzte nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach am Wochenende lediglich im defensiven Mittelfeld Martin Demichelis durch Andreas Ottl. Sein Inter-Kollege Roberto Mancini überraschte hingegen und schickte bei insgesamt sieben Veränderungen im Vergleich zum 0:2 verlorenen Hinspiel und zum letzten Liga-Spiel eine B-Elf auf den Rasen.

          Rasenschach ohne Spannung

          Ohne Stammtorwart Julio Cesar, die Weltmeister Fabio Grosso und Marco Materazzi sowie den Argentinier Hernan Crespo, dafür aber unter anderen mit den international unerfahrenen Marco Andreoli und Mariano Gonzales erweckte der italienische Meister nicht den Eindruck, den für den Gruppensieg nötigen Erfolg unbedingt erzwingen zu wollen. Mit massierter Deckung und Zlatan Ibrahimovic als einziger Spitze demonstrierte Inter fast schon die alte Schule des Catenaccio.

          Da auch die Münchner wie von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gefordert mit kontrolliertem Risiko agierten, entwickelte sich eine Partie auf mäßigem Niveau. Rasenschach ohne Spannung bekamen die Zuschauer geboten. Mit der Gewißheit im Hinterkopf, daß schon ein Punkt für Platz eins reichen würde, ein einziger Fehler aber wieder nur Platz zwei bedeuten könnte, spielten die Bayern lange zu zaghaft. Erst in der 39. Minute bot sich die erste richtige Chance. Makaay schoß nach Zuspiel von Hasan Salihamidzic aus gut elf Metern knapp am Tor vorbei.

          Taktik der wenigen Nadelstiche

          Geradezu dankbar reagierten die Zuschauer auf die nun plötzlich einsetzenden Offensivaktionen. Für einen Paukenschlag sorgte Inters Gonzales, der den Ball aus 25 Metern an die Latte drosch. „Wenn der ins Tor gegangen wäre, hätte man sich nicht beklagen dürfen“, sagte Rummenigge, der sein Team aber im Vorteil sah. „Wir investieren mehr“. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte sich das schon fast ausgezahlt, doch Makaay (45.) verfehlte das Tor wieder knapp.

          In der zweiten Halbzeit entwickelte das Spiel fast schon den Charakter einer K.o-Partie. Inter setzte seine Taktik der wenigen Nadelstiche fort. Walter Samuel (50.) zwang Kahn zu einer Glanztat, stand bei seinem Kopfball aber im Abseits. Den Bayern fehlten lange die spielerischen Mittel um den italienischen Riegel zu knacken. Dann kam aber doch noch der Bilderbuchangriff zum Siegtor: Über Ottl, Makaay und den starken Salihamidzic landete der Ball wieder bei dem Niederländer, der den Ball mit einer technischen Meisterleistung kontrollierte und unhaltbar für Toldo einschoß. Auch nach dem Gegentor zeigte Inter zu wenig konstruktive Aktionen, kam durch Vieira noch zum Remis und folgt den Münchner als Gruppenzweiter ins Achtelfinale.

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