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Champions League : Liverpool vs. Chelsea - Episode V

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In der aktuellen Premier-League-Saison war Liverpool zweimal gegen Chelsea obenauf (Nicolas Anelka kommt zu spät gegen Daniel Agger) Bild: AP

In der Champions League kommen Liverpool und Chelsea einfach nicht aneinander vorbei - auch heute abend nicht. Die Spiele der vergangenen vier Jahre waren selten schön, aber jedes Mal spannend. FAZ.NET schaut auf die Historie eines englischen Duells auf internationalem Parkett.

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          Es ist seit Jahren so und es gibt eigentlich keinen Grund, warum es nicht auch dieses Mal wieder so sein sollte: Wenn der FC Liverpool und der FC Chelsea aufeinandertreffen, geht es knapp zu - besonders in der Champions League. Auch in der fünften Auflage des Duells im rein englischen Viertelfinale von Königsklasse am Mittwochabend (20.45 Uhr / Live im FAZ.NET-Champions-League-Liveticker) gibt es keinen klaren Favoriten.

          Zwar liegt der FC Liverpool in der Tabelle der Premier League noch drei Punkte vor dem FC Chelsea und ist bis auf einen Punkt dran an Spitzenreiter Manchester United. Aber seit Guus Hiddink - im Hauptberuf russischer Nationaltrainer - im Februar „übergangsweise“ den Trainerposten bei Chelsea übernommen hat, hat die Mannschaft erst ein Spiel verloren und acht Mal gewonnen. Beide Teams gehen also mit Selbstbewusstsein in ein Spiel, das in den vergangenen Jahren zum Klassiker der Champions League wurde.

          Ganze acht Tore in acht Champions League-Partien

          Viele Tore fielen in den Vergleichen der beiden Teams selten, sowohl auf nationaler Ebene wie auch international. Die häufigsten Ergebnisse in den letzten zehn Jahren waren 0:0, 1:0 oder 1:1. In den acht Begegnungen in der Champions League in den letzten vier Jahren gab es ganze acht Tore. Und fünf davon fielen allein im letzten Aufeinandertreffen im Halbfinale 2008 (samt drei Toren in der Verlängerung). Es waren keine schönen Spiele, aber sie waren immer spannend und boten Kampf auf hohem Niveau.

          Die Duelle zwischen Liverpool und Chelsea waren meistens eng: Luis Garcia in Rot und Frank Lampard in Blau kämpfen im Champions-League-Halbfinale 2005 um den Ball (Garcia schoss später das Siegtor für Liverpool)
          Die Duelle zwischen Liverpool und Chelsea waren meistens eng: Luis Garcia in Rot und Frank Lampard in Blau kämpfen im Champions-League-Halbfinale 2005 um den Ball (Garcia schoss später das Siegtor für Liverpool) : Bild: AP

          Das erste Mal trafen Chelsea und Liverpool in der Königsklasse im Halbfinale 2005 aufeinander. Damals hätten die Ausgangspositionen nicht unterschiedlicher sein können: Chelsea, im ersten Jahr unter Trainer José Mourinho, war auf dem Weg zur ersten Meisterschaft in der Premier League seit 50 Jahren; Liverpool, mit dem neuen Trainer Rafael Benítez, musste 31 Punkte dahinter auf dem fünften Platz um die Champions-League-Qualifikation bangen (siehe auch: „Anfield und die Geister sprechen für Liverpool“).

          Die Sympathien sind klar verteilt

          Nicht nur die Favoritenrolle, auch die Sympathien waren in England klar verteilt, allerdings genau umgekehrt. Es spielte „Gut“ gegen „Böse“: Das mit russischen Millionen aufgepumpte, neureiche Starensemble aus Chelsea gegen den sympathischen traditionsverbundenen Arbeiterverein aus der Merseyside.

          Dazu passte, dass Chelsea sich mit den Millionen von Roman Abramowitsch anschickte, Mittelfeldspieler Steven Gerrard, bei Liverpool seit der Kindheit und Identifikationsfigur des Vereins, abzuwerben. Es gingen unter den Fans in Liverpool schon Gerüchte um, Gerrard habe sich bereits ein Haus in London gekauft. Zudem schoss er im Ligapokalfinale im Spiel gegen Chelsea ein Eigentor, leitete damit die Niederlage ein - und wurde hinterher auf dem Platz von José Mourinho in den Arm genommen.

          Chelsea wartet vergeblich auf Champions-League-Sieg

          Nachdem das Hinspiel an der Stamford Bridge 0:0 ausgegangen war, erklärte José Mourinho jedoch überraschend, er sei gar nicht mehr interessiert an Gerrard: Dieser sei sein Geld einfach nicht wert. Wenn es so gedacht war, dann zeigte das kleine Psychospielchen Mourinhos jedenfalls nicht die gewünschte Wirkung: Liverpool gewann das Rückspiel nach großem Kampf mit 1:0 und zog ins Finale ein. Dort machten die „Reds“ eines der denkwürdigsten Spiele der Europapokalgeschichte, holten gegen den AC Mailand einen 0:3 Rückstand zur Pause auf und gewannen im Elfmeterschießen den Titel (siehe auch: Triumph der „Reds“: Liverpool erklimmt den „Gipfel der Fußball-Welt“).

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