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Champions League : Gladbach muss nach Kiew

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Auf dem Weg ins Kiewer Olympiastadion: Borussia-Coach Lucien Favre Bild: REUTERS

Borussia Mönchengladbachs Weg in die Champions-League-Gruppenphase führt über die Ukraine. In der Europa-League-Qualifikation muss der VfB Stuttgart gegen Kevin Kuranyi spielen. Hannover trifft auf Breslau.

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          Auf dem Sprung in die Gruppenphase der Champions- und Europa League stehen den deutschen Fußball-Mannschaften vergleichsweise starke Gegner im Weg. In der Königsklasse bekommt es Borussia Mönchengladbach in der Qualifikationsrunde mit dem zweiten der ukrainischen Meisterschaft, Dynamo Kiew, zu tun. „Ich bin erschüttert. Das ist das schwerste Los und ein enorm starker Gegner. Aber das muss gemeistert werden“, sagte Borussias Vize-Präsident Rainer Bonhof nach der Auslosung am Freitag in der Zentrale der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Nyon am Genfer See.

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          In der Europa League gibt es für den VfB Stuttgart ein Wiedersehen mit Kevin Kuranyi, der mittlerweile für Dynamo Moskau spielt. Kuranyi zählte in der Saison 2004/2005 zu den „Jungen Wilden“ des VfB, die in der Champions League Manchester United besiegten. Hannover 96, das am Donnerstag durch ein 2:0 gegen die irische Mannschaft St. Patrick‘s Athletic in die letze K.o.-Runde der Qualifikation vorgedrungen war, trifft nun auf den polnischen Meister Slask Breslau. Bayer Leverkusen ist als Bundesligafünfter der vorigen Bundesligasaison in der Europa League direkt für die Gruppenphase qualifiziert, genauso wie es für die Königsklasse die ersten drei – Borussia Dortmund, FC Bayern und Schalke – sind.

          „Wir müssen es nehmen, wie es kommt, aber es ist keine Begeisterung in der Kabine aufgekommen“, sagte der Gladbacher Kapitän Filip Daems zum Los Dynamo Kiew. Abwehrspieler Martin Stranzl, der früher mit Spartak Moskau schon gegen Kiew gespielt hat, musste erst einmal durchatmen. „Das ist ein Hammer-Los. Wir wollten unbedingt vermeiden, auf einen Gegner zu treffen, der schon im Rhythmus ist. Wir müssen ganz schnell unser hohes Niveau erreichen“, sagte der Österreicher.

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          Dynamo ist bereits in die neue Saison gestartet und hat in der heimischen Liga vier Spiele absolviert. Zudem haben die Ukrainer, die am 21. August zunächst im Borussia-Park antreten müssen, den Vorteil des Heimrechts im Rückspiel, das am 29. August in Kiew stattfindet. Bekanntester Profi im Team von Trainer Yuri Semin ist der ehemalige Hertha-Spieler Raffael. Bei der EM-Endrunde machten außerdem die Nationalspieler Yarmolenko und Gusew nachhaltig auf sich aufmerksam. In der Qualifikationsrunde hatten sich die Ukrainer gegen Feyenoord Rotterdam durchgesetzt (2:1, 1:0).

          „Ein Spiel gegen den VfB – das ist überragend“

          Auch der VfB Stuttgart war von der Auslosung nicht begeistert. „Das war der schwerste Gegner in unserem Lostopf. Da erwartet uns eine interessante Aufgabe“, sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia über Dynamo Moskau. Die Stuttgarter empfangen den russischen Klub zunächst (23. August) im eigenen Stadion. Dynamo hat schon den ersten Trainerwechsel der Saison hinter sich.

          Nachdem das Team die ersten drei Ligaspiele ohne einen Treffer zu erzielen verlor, trat Trainer Sergeij Silkin zurück. Mit dem zum Chef beförderten Assistenzcoach Chochlow qualifizierte sich Dynamo mit einem 5:0 im Rückspiel über Dundee sicher für die letzte Play-off-Runde. Kuranyi erzielte keinen Treffer. „Ein Spiel gegen den VfB – das ist überragend“, kommentierte der 30 Jahre alte Stürmer die Auslosung. „Der VfB ist ein schwerer Gegner. Aber wir sind stark genug, um weiterkommen zu können“, meinte der Dynamo-Kapitän.

          „Wir wollen natürlich irgendwann ins Halbfinale“

          Davon ist auch der Klubchef von Hannover 96, Martin Kind, überzeugt: „Unsere Mannschaft ist gut genug, gegen Slask Breslau den Einzug in die Gruppenphase zu schaffen. Einzig und allein darum geht es“. Denn erst in der Gruppenphase wird der Wettbewerb lukrativ. Die Europa-Tour in der Vorsaison bis ins Viertelfinale sorgte für 20 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen.

          Und Kind setzt noch viel höhere Ziele: „Wir wollen natürlich irgendwann ins Halbfinale der Europa League, am liebsten ins Finale“, verkündete er in einem Interview mit der „Neuen Presse“ (Freitag) forsch. Am 23. August – zunächst in Polen und eine Woche später zuhause – hat Hannover die Chance, wieder an die Millionen-Töpfe zu gelangen und seinen Aufschwung fortzusetzen.

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