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Vor Champions-League-Finale : „Wir sind ja selbst schuld“

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Bereitet sich derzeit im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft auf die Nations League vor: FC-Bayern-Profi Thomas Müller Bild: dpa

Fußball-Nationalspieler Thomas Müller spricht über die große Bedeutung der bevorstehenden Nations-League-Spiele auch im Hinblick auf die WM in Qatar. Und er äußert sich zur Champions-League-Saison des FC Bayern.

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          Bayern-Profi Thomas Müller tippt auf einen Erfolg des FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp im Champions-League-Finale gegen Real Madrid. „Vom Gefühl her hat man den Eindruck, Liverpool ist besser“, sagte der mit dem FC Bayern München im Viertelfinale ausgeschiedene Müller im Trainingslager des Fußball-Nationalteams in Marbella. Der 32-Jährige rechnet aber am Samstag in Paris mit einem ganz engen Endspiel.

          „Wenn man sieht, was Real sowohl in der Liga gemacht hat als auch vor allem in der Champions League, würde ich Madrid nicht abschreiben“, sagte Müller, der selbst mit dem FC Bayern zweimal in Europas Königsklasse triumphieren konnte: „Deswegen sage ich: 2:2 – und im Elfmeterschießen gewinnt Liverpool.“ Für den 54-jährigen Klopp wäre es mit Liverpool der zweite Titelgewinn nach 2019 und zudem eine erfolgreiche Revanche für das 1:3 gegen Real Madrid im Finale 2018.

          Nations League „der Gradmesser“

          Müller mochte sich im Trainingscamp nicht festlegen, ob er das Spiel live im Fernsehen anschauen werde. „Aber ich werde es verfolgen“, sagte er. Sein möglicher TV-Verzicht habe aber nichts mehr zu tun mit dem eigenen ärgerlichen Viertelfinal-K.o. gegen den FC Villarreal.

          „Ich hatte genug Zeit, das Ganze zu verarbeiten, das heißt: Da habe ich jetzt kein extrem negatives Gefühl, wenn ich Klassefußball sehe“, sagte Müller: „Wir sind ja selbst schuld, dass wir uns die Chance genommen haben, da mitzuspielen.“ Bei einem Erfolg gegen Außenseiter Villarreal wäre der FC Bayern im Halbfinale auf Liverpool getroffen.

          Unterdessen hob Müller die Bedeutung der anstehenden Nations-League-Duelle gegen Europameister Italien (4. und 14. Juni), den EM-Zweiten England (7. Juni) und Ungarn (11. Juni) hervor. „Das wird der Gradmesser, wie Fußball-Deutschland, wir Spieler und der ganze DFB sich in den nächsten Monaten fühlen werden“, sagte Müller.

          Die Begegnungen sind auch mit Blick auf die WM in Qatar (21. November bis 18. Dezember) wichtig. „Wenn wir da gewinnen und super überzeugend spielen sollten, dann hast du auch im November das Gefühl, wir können absolut etwas reißen“, sagte der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München.

          Auf das Turnier im Winter ist Müller jetzt schon heiß. „Wir haben die letzten beiden Turniere alles andere als geglänzt. Daher sind der Hunger und die Vorfreude da, weil wir wieder die Möglichkeit bekommen, uns ins Rampenlicht zu spielen und für eine positive Fußball-Stimmung in Deutschland zu sorgen“, sagte Müller.

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