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Champions League : Cech und Chelsea stoppen Barças Zauber

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Die Katze mit der Mütze: Chelseas Petr Cech bringt Barcelona zur Verzweiflung Bild: AFP

Drei Wochen nachdem der FC Barcelona den FC Bayern nach allen Regeln der Fußball-Kunst im Viertelfinale vorgeführt hatte, erkämpfte der FC Chelsea dank seines überragenden Torwarts Cech im Stadion Camp Nou ein 0:0.

          Michael Ballack bleibt im Kampf um die Champions-League-Trophäe am Ball. Drei Wochen nachdem der FC Barcelona den FC Bayern München nach allen Regeln der Fußball-Kunst im Champions-League-Viertelfinale vorgeführt hatte, erkämpfte der FC Chelsea mit dem deutschen Nationalmannschaftskapitän im Halbfinal-Hinspiel ein 0:0 in Barcelona.

          Vor 93.000 Zuschauern im Stadion Camp Nou zeigte der letztjährige Finalteilnehmer aus London am Dienstag, wie den Ballzauberern aus Barcelona beizukommen ist. Mit ganz viel Kampf, noch viel mehr körperlichem Einsatz und dem nötigen Glück.

          Die Spanier kamen nicht in Schwung

          Chelsea hat nun im Rückspiel am Mittwoch in einer Woche die besseren Karten im Kampf um den Einzug ins Endspiel am 27. Mai in Rom als Barcelona. Im zweiten Halbfinalspiel stehen sich noch Manchester United und der FC Arsenal gegenüber. „Wir kommen, wie überall in Europa, um ein Tor zu schießen oder gar das Spiel zu gewinnen“, sagte Arsenal-Trainer Arsene Wenger vor dem englischen Gipfeltreffen an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/FAZ.NET-Champions-League-Liveticker).

          Egal wer kommt, Cech hält

          In Barcelona machte Chelsea, das Team des niederländischen Trainerfuchses Guss Hiddink, die Räume für die Katalanen ganz eng. Die Spanier kamen deshalb nicht in Schwung. Zwar blieb der Ball lange in ihren Reihen, doch beim Abschluss haperte es. Chelsea hielt die Hausherren fast über die gesamte Spielzeit weit weg vom Strafraum und verhinderte so, dass die Spanier überhaupt torgefährlich werden konnten. Sieben Minuten vor der Pause hatten die Engländer nach einem groben Schnitzer von Rafael Marquez sogar die ganz große Möglichkeit zur Führung. Doch Torhüter Victor Valdes parierte glänzend gegen Didier Drogba.

          Cech wurde zum überragenden Spieler auf dem Platz

          Mit einem wuchtigen Kopfstoß von Ballack, der den Ball nach einem Lampard-Freistoß knapp über das Tor wuchtete, begann die zweite Hälfte. Barcelona musste kurz darauf Marquez auswechseln, der sich ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie verletzte. Scheinbar mit dem Mute der Verzweiflung berannten die Hausherren das Chelsea-Tor, in dem aber Petr Cech wurde zum überragenden Spieler auf dem Platz.

          Besonders gegen Eto'o, der in der 69. Minute nach einem Sololauf frei vor dem Tschechen auftauchte, parierte Cech glänzend. Aufregung gab es dann in der 74. Minute als Thierry Henry und Eto'o im Chelsea-Strafraum auf engsten Raum kombinierten. Der Franzose fiel am Elfmeterpunkt nach einem Zweikampf mit dem Portugiesen José Bosingwa. Schiedsrichter Wolfgang Stark gab jedoch keinen Strafstoß.

          Ballack sah die Gelbe Karte

          Dafür zeigte Stark seinem Landsmann Ballack, der Sekunden vor Schluss ausgewechselt wurde, nach gut einer halben Stunde die Gelbe Karte. Es war die zweite für den England-Legionär im laufenden Wettbewerb. Sollte der DFB-Kapitän im Rückspiel noch einmal verwarnt werden, wäre er im Fall der Fälle im Finale nicht dabei.

          Barcelona berannte bis zum Abpfiff das Tor der Londoner. Die eingewechselten Bojan Krkic und Aleksandr Hleb hatten kurz vor dem Ende noch zwei gute Möglichkeiten, aber letztlich blieb es beim torlosen Remis.

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