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Champions League : Barcelonas „Tempofußball im sechsten Gang“

  • Aktualisiert am

Siegtreffer in London: Barcelonas Samuel Eto´o Bild: AP

Der Traum vom erstmaligen Gewinn der Champions League droht für den FC Chelsea im Achtelfinale zu enden. Der Tabellenführer der Premier League unterlag dem spanischen Champion FC Barcelona 1:2.

          2 Min.

          Nach dem geglückten ersten Teil der Revanche gegen den FC Chelsea überschlugen sich die spanischen Medien mit Komplimenten. „Selbst auf einem Kartoffelacker ist Barca besser als Chelsea“, schrieb die Zeitung Sport und für Marca spielte der FC Barcelona „Tempofußball im sechsten Gang“. Der 2:1-Auswärtssieg der Katalanen beim FC Chelsea im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League war für die Spanier der erste Schritt zur Wiedergutmachung für das bittere Achtelfinal-Aus in der „Königsklasse“ im vergangenen Jahr.

          „Mein Team hat sich seitdem weiterentwickelt und ist gereift“, sagte Barca-Trainer Frank Rijkaard und war sichtlich stolz nach dem Sieg im „Duell der Giganten“ an der Stamford Bridge vor knapp 39.521 Zuschauern. „Wir haben sicherlich nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber die Mannschaft hat sich taktisch hervorragend verhalten“, sagte der Niederländer.

          Unwiderstehliches Kurzpaßspiel der Spanier

          So zogen die Katalanen nach dem frühen Platzverweis von Verteidiger Asier del Horno (37.) nach einem Foul am überragenden argentinischen Nationalspieler Lionel Messi und dem unglücklichen Rückstand durch ein Eigentor von Thiago Motta (59.) ihr unwiderstehliches Kurzpaßspiel auf. Der Kameruner Samuel Eto'o (80. ) erlöste die stürmenden Spanier, die auf dem schwer bespielbaren Untergrund laut Statistik auf 66 Prozent Ballbesitz kamen.

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          Champions League : Barcelonas „Tempofußball im sechsten Gang“

          Zuvor hatte Chelsea-Kapitän John Terry einen Freistoß von Superstar Ronaldinho unhaltbar zum Ausgleich ins eigene Tor (71.) abgefälscht. Der deutsche Nationalverteidiger Robert Huth kam beim englischen Meister nicht zum Einsatz. Für Chelsea-Coach Jose Mourinho war die frühe Rote Karte die Schlüsselszene der Partie. „Es ist immer schwer, in Unterzahl zu spielen, vor allem gegen so eine starke Mannschaft wie Barcelona“, sagte der Welttrainer des Jahres und konnte sich einen Seitenhieb auf den gefoulten Messi nicht verkneifen: „Barcelona ist eine sehr kulturelle Stadt. Da weiß man eben alles über die Schauspielerei.“

          „Wir stehen vor einem schweren Stück Arbeit“

          Kollege Rijkaard ließ sich von den Spitzen nicht beeindrucken: „Jeder hat das Recht zu sagen, was er denkt. Ich spreche niemals über den Schiedsrichter.“ Der Niederländer richtete lieber den Blick auf das Rückspiel in zwei Wochen im Nou Camp (7. März, 20.45 Uhr): „Wir stehen vor einem schweren Stück Arbeit.“

          Eine ähnlich gute Ausgangsposition für das Rückspiel hat sich der italienische Supercup-Gewinner Inter Mailand nach dem 2:2 bei Ajax Amsterdam erkämpft. „Wir haben nach dem schlechten Beginn das Spiel kontrolliert“, meinte der zufriedene Inter-Coach Roberto Mancini. Der Serbe Dejan Stankovic (48.) und Julio Ricardo Cruz (86. ) hatten die frühe Ajax-Führung durch Treffer von Klaas-Jan Huntelaar (16.) und Mauro Rosales (20.) ausgeglichen.

          Auch der spanische Klub FC Villarreal steht nach dem 2:2 beim schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers vor dem Einzug ins Viertelfinale. Der argentinische Nationalspieler Juan Riquelme (8.) per Foulelfmeter und Diego Forlan (58.) schossen die Tore für die Gäste, auf Seiten der Schotten glichen der Däne Peter Lovenkrands (22.) und Juan Manuel Pena (82.) jeweils aus. Der frühere Dortmunder Torhüter Stefan Klos saß bei den Rangers nur auf der Bank.

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