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Machtkampf im kriselnden DFB : Unter Geiern

Angeschlagener DFB-Präsident: Am Ende des „Falls Löws“ könnte der Sturz von Fritz Keller (links) stehen. Bild: dpa

Der Fall „Löw“ ist ein exemplarisches Beispiel für das systemische Versagen des DFB. Zu Hochform laufen einige Funktionäre im Führungszirkel nur noch auf, wenn es um Machterhaltung und Fallenstellen geht.

          7 Min.

          Eine Nationalelf, die sich im freien Fall befindet, und eine Nachwuchsausbildung, die am Boden liegt, kennzeichnen zum Jahresausklang 2020 eine schwere Krise des deutschen Fußballs. Die beiden wunden Punkte sind jedoch nicht die Ursache der Krise. Es sind Symptome. Das Kernproblem des Übels liegt woanders: im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Genauer gesagt, in einem Verband, der sich in den vergangenen Jahren zu einer dysfunktionalen Organisation entwickelt hat.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Eine von der Basis abgekoppelte DFB-Führung, die ihre Machtbereiche ausbaute und sich gleichzeitig voneinander abgrenzt, ist ihren Aufgaben kaum mehr gewachsen. Das Ergebnis und die Folgen, wenn verantwortungsvolle Führung über Jahre hinweg unterbleibt, liegt beim Blick auf den DFB mittlerweile offen zutage: selbstverschuldete Handlungsunfähigkeit. Eine dysfunktionale Fußballfamilie, in der sich jeder selbst der Nächste ist – und an sich reißt, was er bekommen kann.

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