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Fußball-Nationalmannschaft : Neue Torhüter braucht das Land

Wer ist die Zukunft, wer die Vergangenheit? Torwarttrainer Köppke mit Zieler und Weidenfeller (v.l.) Bild: dpa

Wird das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar an diesem Samstag (20.45) zum Abschiedsspiel für Roman Weidenfeller? Bundestrainer Löw kündigt eine neue Torwart-Hierarchie beim DFB an.

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          Die unwichtigste Personalie in einem nicht gerade besonders wichtigen Pflichtspiel ist an diesem Samstag gegen Gibraltar (20.45 Uhr / Live auf RTL und im Länderspiel-Ticker bei FAZ.NET) dennoch von Bedeutung: Joachim Löw hat für die neunzig Schlussminuten dieser Saison Roman Weidenfeller ins deutsche Tor berufen – und es sieht ganz danach aus, dass diese Nominierung als Dankeschön des Bundestrainers und gleichzeitig als Abschiedsgeschenk für den Dortmunder Torhüter im deutschen Diensten zu verstehen ist. „Roman war in den letzten anderthalb Jahren ein ganz wichtiger Spieler für uns.“

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Dass Weidenfellers Zeit auf höchster Ebene abläuft, und er mit bald 35 Jahren kein Mann für die Zukunft sein kann, musste Löw angesichts der vielen exzellenten jungen Kräfte auch gar nicht mehr ausdrücklich erwähnen. „Wir sind froh, so viele tolle junge Torhüter zu haben und werden sie schrittweise heranführen. Die Zukunft gehört den jungen Spielern, den jungen Torhütern.“ Neben den schon im DFB-Team eingesetzten Torhütern wie ter Stegen und Zieler nannte der Bundestrainer auch den Frankfurter Trapp als Kandidaten für die Zukunft.

          Das ganz verdiente Abschiedsspiel

          Weidenfeller hat seit seiner ersten und ungewöhnlich späten Nominierung im November 2013 im Alter von 33 Jahren bisher vier Länderspiele absolviert. Während der WM in Brasilien kam er nicht zum Einsatz, leistete aber hinter Neuer hochgeschätzte Teamarbeit. Mit anderen Worten: Weidenfeller hat sich in jenen Wochen äußerst beliebt gemacht. Die Partie in Gibraltar wird damit für einen allseits geschätzten Torhüter, der in dieser Spielzeit in Dortmund seinen Stammplatz einbüßte, damit auch zu einem ganz verdienten Abschiedsspiel.

          Mit allzu viel Beschäftigung muss Weidenfeller dabei nicht rechnen. Wenngleich der Fußball-Zwerg den Deutschen im Hinspiel mehr Ärger bereitet hatte, als den Weltmeistern lieb war. Für die Nummer eins der Welt hatte es in Nürnberg nur zu einem 4:0 gegen die Hobbykicker gereicht. Dass in Faro nun ein paar Tore mehr fallen sollten, ließ der Bundestrainer anklingen, auch wenn er sich nicht auf Forderungen nach „sechs Toren“ (oder mehr) einlassen mochte. „Wir wollen natürlich ein paar Tore schießen“, aber vor allem gehe es ihm in diesem letzten Auftritt der Saison um gute Aktionen und Spielfluss. „Und wenn wir so spielen“, sagte Löw, „dann werden wir auch Tore erzielen.“

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