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Start als Bundestrainer : Die Pläne des Hansi Flick für das DFB-Team

  • Aktualisiert am

An diesem Sonntag begann die Zeit von Hansi Flick als Bundestrainer offiziell. Bild: dpa

Hansi Flick sprüht vor Tatendrang. Zum offiziellen Arbeitsbeginn als Bundestrainer macht er den Fans Hoffnung auf eine Renaissance der Nationalelf. Eine Andeutung gibt es zu Müller und Hummels.

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          Der Ort war ideal gewählt. Auf dem im Bau befindlichen DFB-Campus in Frankfurt äußerte sich Hansi Flick zum offiziellen Start als neuer Bundestrainer erstmals zu seinen Plänen und Zielen mit der Fußball-Nationalmannschaft, die nach der vermurksten Europameisterschaft und dem Abschied von Joachim Löw ebenfalls einer Großbaustelle gleicht.

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          Als Hoffnungsträger und bewunderter Titelsammler mit dem FC Bayern startete Flick am Sonntag gleich mal mit einem Versprechen an die Fans, die auf einen erfolgreichen Wiederaufbau und eine Renaissance des DFB-Teams möglichst schon bei der WM 2022 in Qatar und spätestens bei der Heim-Europameisterschaft im Sommer 2024 hoffen.

          „Bundestrainer ist für mich eine Verpflichtung, eine Riesenverantwortung. Ich freue mich wahnsinnig darauf. Ich werde wirklich mein Bestes geben, ’all in’ dafür, dass wir wieder begeisternden Fußball spielen“, sagte der 56-Jährige in einem DFB-Video, das ihn unter anderem mit Schutzhelm auf dem mindestens 150 Millionen Euro Campus-Gelände des Verbandes in Frankfurt zeigt. „Wir wollen für Deutschland tollen Fußball spielen, die Leute begeistern mit offensivem Fußball“, kündigte der neue Chef an. Sein Vertrag läuft zunächst bis nach dem Heimturnier 2024.

          Am 10. August sagt Flick mehr

          Löws Nachfolger legt aber auch mit klaren Vorgaben an Spieler, Betreuerstab und den Verband los. „Jeder muss an seine Grenze gehen. Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, diese Mannschaft zu formen“, sagte Flick. Als erstes sportliches Ziel gab er bis zum Jahresende die direkte Qualifikation für die WM 2022 in Qatar aus. „Für alle muss klar sein, dass wir gefordert sind in den sieben Spielen. Wir wollen als Erster die Gruppe überstehen“, erklärte Flick.

          Zu Personalien wie den von Löw zur EM zurückgeholten Thomas Müller (31) und Mats Hummels (32) äußerte sich der neue Chefcoach noch nicht konkret. Flick beließ es bei Andeutungen. „Klar ist, dass ich mit dem einen oder anderen Spieler gesprochen habe“, sagte er. Und Flick ließ wissen: „Bei mir gibt es kein Alter, wo es heißt, von da an ist er kein Nationalspieler mehr.“ Es zähle alleine Qualität. Er will und wird aber auch junge Spieler fördern: Bayern-Youngster Jamal Musiala (18) und Leverkusens Florian Wirtz (18) sprach er namentlich an.

          Auch Marco Reus (32), der auf eine EM-Teilnahme in Absprache mit Löw verzichtet hatte, könnte unter Flick nochmals ein DFB-Thema werden. Der 56-Jährige schätzt den Dortmunder sehr. Aus dem 26-köpfigen EM-Kader hatte nach dem Achtelfinal-Aus gegen England nur Toni Kroos (31) von Real Madrid sein Karriereende im Nationaltrikot erklärt.

          Erstmals ausführlich will Flick seine Pläne 23 Tage vor dem ersten Länderspiel skizzieren. Der DFB lud am Sonntag für den 10. August zur offiziellen Vorstellung des Bundestrainers ein, ebenfalls auf dem künftigen Campus in Frankfurt. Flick werde dann „gemeinsam mit seinem Trainerteam“ einen ersten Ausblick auf die nähere Zukunft geben.

          Der einstige Assistent von Löw, der in den vergangenen anderthalb Jahren mit dem FC Bayern sieben Titel gewann, soll die Nationalelf nach zwei schlechten Turnieren wieder „zurück in die Weltspitze führen“. Diese Vorgabe machte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. In den vergangenen Wochen stellte Flick im Hintergrund erste Weichen, etwa mit der Verpflichtung seines Bayern-Vertrauten Danny Röhl (32) als weiterem Assistenzcoach neben Marcus Sorg. Benennen muss er auch noch einen Nachfolger für Torwarttrainer Andreas Köpke, der den DFB nach 17 Jahren gemeinsam mit Löw vorzeitig verlassen hat.

          Bis zum Jahresende muss Flick zunächst das WM-Ticket lösen. Den Auftakt bilden die Partien im September gegen Liechtenstein in St. Gallen (2.), in Stuttgart gegen Armenien (5.) und gegen Island in Reykjavik (8.). „Die Spiele gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften sind auch die schwierigen“, mahnte Flick. Trotzdem sagt er: „Wir wissen schon, dass wir die Qualität haben müssen, die drei Gegner zu schlagen. Das Ziel sind neun Punkte.“ Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Nordmazedonien im März belegt die DFB-Auswahl nach drei Spieltagen mit sechs Punkten nur Rang drei.

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