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Zweite Liga : Reck in Duisburg entlassen

  • Aktualisiert am

Letzter Arbeitstag beim MSV: Reck (l.) während der Partie gegen Dresden Bild: dpa

Am dritten Zweitligaspieltag sorgt Dynamo Dresden mit dem 3:1 in Duisburg für die erste Trainerentlassung: MSV-Coach Reck muss nach dem 1:3 gehen. Cottbus bezwingt daheim den weiter sieglosen FC St. Pauli.

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          Die erste Trainerentlassung der zweiten Bundesliga ist bereits am dritten Spieltag perfekt. Der MSV Duisburg trennte sich von Chefcoach Oliver Reck. Dies bestätigte der Verein am Samstagabend nach einer mehrstündigen Präsidiumssitzung im Anschluss an das 1:3 gegen Dynamo Dresden. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel für den punktlosen Tabellenletzten.

          Als Interimstrainer springt Sportdirektor Ivica Grlic ein, denn auch Co-Trainer Uwe Schubert musste gehen. Mit möglichen Kandidaten für die Nachfolge hat der Club schon Gespräche aufgenommen. „Eine Entscheidung auf der Trainer-Position wird bis zum Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern fallen“, teilte der Verein mit. Das Spiel auf dem Betzenberg findet am 19. September statt. Zuvor steht am Freitag die Partie bei 1860 München an.

          Schnelle Entscheidung

          Allerdings dürfte sich die Suche schwierig gestalten, denn Duisburg ist finanziell angeschlagen und muss mit dem früheren Bundesligatorwart Reck und seinem Vorgänger Milan Sasic bis zum Saisonende noch zwei Cheftrainer bezahlen. Reck hatte den Posten bei den „Zebras“ erst am 28. Oktober 2011 übernommen. Seine erste Station als Chefcoach endete jedoch nach zehn Monaten.

          Das Unheil für Duisburg nahm früh seinen Lauf. Gleich den ersten Angriff schlossen die Dresdener mit Oualis Kopfballtreffer ab, wenig später erhöhte Losilla auf 2:0. Eine schnelle Antwort blieben die Hausherren schuldig. Erst nach der Pause versuchten sie Druck aufzubauen, agierten aber meist zu zaghaft und ideenlos und scheiterten sogar vom Elfmeterpunkt.

          Der FC Energie Cottbus hat sich in der Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga festgesetzt. Die Lausitzer gewannen am Samstag 2:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli und bleiben nach dem 3. Spieltag ungeschlagen.

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          Vor 11.190 Zuschauern im Cottbuser Stadion der Freundschaft erzielten Neuzugang Marco Stiepermann (21. Minute) und Ivica Banovic (66.) die Tore der Gastgeber, die nun auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Die Hamburger warten dagegen weiter auf den ersten Saisonsieg in der Liga. Mit nur zwei Zählern rangieren sie auf Rang 14. Energie dominierte die Partie fast nach Belieben - allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

          Einen ganz schwachen Tag erwischte Hamburgs Torhüter Philipp Tschauner, der bei Stiepermanns Schuss zur Führung keine gute Figur abgab und auch sonst ein Unsicherheitsfaktor war. St. Pauli besaß in den ersten 45 Minuten nicht eine zwingende Torchance. Nach dem Wechsel steigerten sich die Hanseaten, blieben aber dennoch vieles schuldig.

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