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Zweite Bundesliga : Ingolstadt siegt in der sechsten Minute der Nachspielzeit

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Was für eine Befreiung: Marvin Matip (vorne) erzielt den Siegtreffer für Ingolstadt Bild: dpa

Im Kampf um den Aufstieg beweist Spitzenreiter Ingolstadt Moral und dreht das Spiel gegen Düsseldorf spät. Der KSC verschenkt dagegen zwei Punkte im Duell mit dem SV Sandhausen. Und im Tabellenkeller schöpft der FC St. Pauli neue Hoffnung.

          Mit großartiger Moral und zwei späten Toren hat Tabellenführer FC Ingolstadt in der 2. Fußball-Bundesliga einen Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf doch noch in einen 3:2 (0:1)-Sieg verwandelt. Vor 10.606 Zuschauern erzielte Abwehrspieler Marvin Matip in der sechsten Minute der Nachspielzeit das Siegtor. Zuvor trafen Mathew Leckie (86.) und Moritz Hartmann (65.) für die Oberbayern. Der Finne Joel Pohjanpalo  (33.) und Ihias Bebou (74.) waren für die Gäste erfolgreich.

          Fortuna-Profi Adam Bodzek sah in dem turbulenten Spiel nach einer Notbremse an Stefan Lex die Rote Karte (29.). Alfredo Morales scheiterte nach der Schlüsselszene des Spiels jedoch mit dem fälligen Elfmeter an Torwart Michael Rensing (30.). Danach verschuldete Ingolstadts Verteidiger Danilo mit einem verunglückten Rückpass das 0:1. Nach der Pause machte Ingolstadt enormen Druck und steckte auch das Kontertor von Bebou weg. Erst Leckie und dann Matip sorgten für Riesenjubel beim Spitzenreiter.

          Karlsruhe lässt zwei Punkte liegen

          Der Karlsruher SC ist im Aufstiegsrennen Zweiten Liga wieder auf den Relegationsrang vorgerückt. Mit dem leistungsgerechten 0:0 im badischen Derby beim SV Sandhausen blieb der KSC am Freitag zum elften Mal nacheinander ungeschlagen, ließ aber auch zwei wichtige Punkte liegen und verpasste den Sprung auf Platz zwei. Darmstadt 98 kann am Sonntag schon mit einem Remis wieder an Karlsruhe vorbeiziehen. Sandhausen blieb mit der Punkteteilung im Hardtwald-Stadion zum vierten Mal in Serie ohne Niederlage.

          Lässt sich nicht abdrängen: KSC-Spieler Yabo (l.) schirmt den Ball gegen Sandhausens Kratz ab

          Etwa 7000 KSC-Fans unter den 12.136 Zuschauern machten die Partie für die Gäste zu einem gefühlten Heimspiel, dennoch sorgte Sandhausens Lukas Kübler mit einem Schuss an den Außenpfosten für den ersten Aufreger (7. Minute). Erst nach der Pause übernahm Karlsruhe die Regie und setzte die Gastgeber unter Druck. Doch die Defensive des SVS stand sicher und ließ nur wenige Chancen zu. Auf der anderen Seite hatte der KSC Glück, dass er bei einem Freistoß von Kevin Kratz an die Latte (73.) und Andrew Wootens Kopfball (86.) nicht noch verlor.

          Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den erhofften Befreiungsschlag geschafft. Dank des Last-Minute-Treffers von Lasse Sobiech feierten die Hanseaten am Freitagabend einen allerdings glücklichen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg und belegen erstmals seit dem 10. Spieltag wieder einen Nicht-Abstiegsplatz. Vor 23.584 Zuschauern im erneut ausverkauften Millerntor-Stadion mussten die Gastgeber sich aber auch bei ihrem Torhüter Robin Himmelmann bedanken, dass der seit nun sieben Spielen sieglose FCN ohne Torerfolg blieb.

          St. Paulis Sobiech (r.) hat im Duell mit Club-Spieler Mlapa die Nase vorn

          Anders als vor elf Tagen gegen Fortuna Düsseldorf (4:0) fand St. Pauli vor eigenem Publikum lange nicht ins Spiel. Gegen die ballsicheren Gäste hatten die Hanseaten kein Konzept und verloren zu viele Zweikämpfe. Peniel Mlapa (44.) und Alessandro Schöpf (46./Außenpfosten) hatten gute Chancen, scheiterten aber knapp. Nach einer Stunde gestaltete der Kiezklub die Partie offener. Mit der Hereinnahme von Lennart Thy und Armando Cooper kam mehr Schwung in die Aktionen. Aber auch der FCN blieb torgefährlich, scheiterte aber mehrmals am starken Himmelmann im St. Pauli-Gehäuse. Als kaum noch jemand damit rechnete, köpfte der weit aufgerückte Sobiech mit seinem vierten Saisontreffer zum Sieg ein.

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