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Zweite Liga : Fürth und Aue erhöhen Druck auf Bochum

  • Aktualisiert am

Festtag im Westen: Erzgebirge Aue hat in Aachen viel zu feiern Bild: dpa

Bielefeld hält mit einem Unentschieden in letzter Minute (noch) die Klasse. Aue zerlegt Aachen binnen sechs Minuten. Fürth rückt Bochum näher. Der 30. Spieltag der zweiten Bundesliga am Sonntag.

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          Der Abstieg von Arminia Bielefeld in die dritte Liga steht zwar so gut wie fest, ist aber durch ein Tor in der 93. Minute noch einmal verschoben worden. Beim 3:3 (0:1) gegen den Tabellenvorletzten Rot-Weiß Oberhausen ging aber wohl die letzte Hoffnung auf ein Fußball-„Wunder“ verloren. Denn den Ostwestfalen werden wahrscheinlich an diesem Montag durch einen 1,2-Millionen-Euro-Kredit aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbandes Punkte abgezogen. Dann wäre der Arminia-Absturz besiegelt.

          Für Oberhausen trafen Mike Terranova (12. Minute), Ronny König (55.) und Markus Kaya (58./Foulelfmeter). Vor 12.131 Zuschauern präsentierte sich die Arminia lange wie ein Drittligist, obwohl die Elf von Ewald Lienen durch Sebastian Heidinger (50.) und Josip Tadic (56.) zweimal ausglich. In der Nachspielzeit gelang Tadic sogar noch das 3:3 (90.+3). Oberhausen bleibt trotz des Punktgewinns Vorletzter und der neue Trainer Theo Schneider damit weiter ohne Sieg.

          Am anderen Ende der Tabelle hat die SpVgg Greuther Fürth hat ihre Aufsteigschance in der zweiten Fußball-Bundesliga gewahrt. Mit dem 2:0 (0:0) am Sonntag gegen den SC Paderborn rückten die Franken bis auf einen Punkt an den Aufstiegs-relegationsplatz und den VfL Bochum heran. Burak Kaplan (57. Minute) und Leo Haas (86.) stellten vor 8230 Zuschauern den hochverdienten Fürther Sieg sicher. Für die seit neun Spielen sieglosen Paderborner geht das Bangen um den Klassenverbleib weiter.

          Abstiegskampf: Der Bielefelder Manga Guela und der Oberhausener Reichert (l.)

          Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens, der am Freitag seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, war von Spielbeginn an die dominierende Mannschaft, traf aber trotz vieler guten Möglichkeiten in der ersten Halbzeit nichts ins Tor. Paderborn beschränkte sich weitgehend auf Konter und besaß in der 17. Minute eine große Chance zur Führung, doch Edmond Kapllani scheiterte per Kopfball an Fürths Torwart Alexander Walke. Fürth setzte seinen Sturmlauf nach der Pause fort. Der eingewechselte Kaplan erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung, Haas sorgte für die endgültige Entscheidung.

          Auch Erzgebirge Aue hat sich im Aufstiegsrennen noch einmal in Position gebracht. Die zuvor drei Spiele sieglosen Sachsen gewannen am Sonntag bei Alemannia Aachen mit 5:1 (1:1) und konnten den Rückstand auf Rang drei auf drei Punkte verkürzen. Vor 16.632 Zuschauern am Tivoli erzielten Enrico Kern (17./77.), Geburtstagskind Marc Hensel (71.), Alban Ramaj (73.) und Jan Hochscheidt (77.) die Treffer für die Gäste. Zoltan Stieber hatte Aachen in Führung gebracht (11.).

          Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß und gingen schon in der 11. Minute nach einer sehenswerten Einzelleistung von Stieber mit 1:0 in Führung. Allerdings kam Aue in einer lange ausgeglichenen Partie schon sechs Minuten später durch einen Abstauber von Kern zum Ausgleich. Im zweiten Abschnitt war Aachen zunächst die spielbestimmende Mannschaft, doch die Gäste schafften binnen sechs Minuten mit vier Treffern die Entscheidung durch Hensel, Ramaj, Hochscheidt und abermals Kern.

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