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Zweite Liga : St. Pauli verwechselt Karlsruhe mit Kaiserslautern

  • Aktualisiert am

Das Spiel hatte gut angefangen – doch am Ende vergibt St. Pauli noch den Sieg Bild: dpa

Der FC St. Pauli verwandelt zwei Elfmeter und verspielt doch noch den Sieg gegen Karlsruhe. Der Tag hatte schon mit einem Patzer begonnen. Fürth ist der Sieger des Tages in der zweiten Liga.

          2 Min.

          Der Spieltag des FC St. Pauli in der 2. Fußball-Bundesliga begann unglücklich – und endete ebenso. Beim Einlaufen der Gäste vom Karlsruher SC schallte am Samstag nicht das Badener Lied für den KSC durch das Millerntorstadion, sondern die Hymne des Drittligaklubs 1. FC Kaiserslautern. „Lieber Karlsruher SC, bitte entschuldigt, dass eben das falsche Lied lief. Darf nicht passieren. Tut uns sehr leid!“, schrieb der Kiezclub via Twitter.

          Auch das Spiel verlief für die Hamburger nicht nach Wunsch. Es begann zwar gut, doch in der Schlussphase verspielten sie noch ihre 2:0-Führung und mussten sich mit einem 2:2 gegen den KSC begnügen. Dimitrios Diamantakos hatte die Gastgeber durch zwei Foulelfmeter in der 50. und 61. Minute in Front geschossen. Doch durch die späten Treffer von Marc Lorenz (86.) und Marvin Pourie (90.+1) blieb der FC St. Pauli seit nunmehr vier Punktspielen ohne Sieg.

          Dabei dominierten die Hanseaten vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Millerntor von Beginn an. Der KSC vertraute nur auf Konter und Standardsituationen.

          Nach einem Foul an St. Paulis Kapitän Daniel Buballa im KSC-Strafraum verwandelte Diamantakos (50.) den ersten Elfmeter sicher. Und nur elf Minuten später traf der Stürmer abermals vom Punkt, nachdem Ryo Miyaichi im Strafraum von Karlsruhes Lukas Fröde mit dem Fuß am Kopf getroffen worden war. In der Schlussphase verloren die Hamburger dann aber ihre Linie. Lorenz und Pourie sicherten dem KSC noch das sechste Remis in der Liga nacheinander.

          Darmstadt hilft Fürth

          Die SpVgg Greuther Fürth ist unterdessen an die vorderen Tabellenplätze herangerückt. Die in der Offensive gefährlichen Franken bezwangen am Samstag den schwachen SV Darmstadt mit 3:1 (2:0) und verbesserten sich vom siebten auf den fünften Rang. Die Hessen liegen nur auf Platz 14.

          2. Bundesliga

          Vor 8225 Zuschauern in Fürth ließ Darmstadts unsicherer Schlussmann Marcel Schuhen einen Fernschuss von Branimir Hrgota (31. Minute) bei freier Sicht durch die Hände rutschen. Bedrängt von Daniel Keita-Ruel unterlief Immanuel Höhn (37.) noch vor der Pause ein Eigentor. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel machte Hrgota mit einem Tor von der Strafraumgrenze schon alles klar.

          Einen Elfmeterpfiff wegen angeblichen Fouls von Marco Caligiuri an Tim Skarke (77.) nahm Schiedsrichter Harm Osmers nach Ansicht der Videobilder zurück. Der Anschlusstreffer von Victor Palsson (87.) kam zu spät. Die Fürther besaßen deutlich mehr Ballbesitz und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Die Darmstädter lieferten bis auf die Schlussphase eine ganz blasse Vorstellung. Die lauffreudigen und beweglichen Gastgeber konnten es sich nach dem dritten Tor erlauben, das Ergebnis zu verwalten.

          Kein Sieger im Verfolgerduell

          Das Verfolgerduell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem 1. FC Heidenheim ist ohne Sieger geblieben. Beide Teams trennten sich am Samstag 1:1 (0:0). Die Führung der Gastgeber durch Philipp Riese (54. Minute) konnte der eingewechselte Stefan Schimmer (88.) kurz vor dem Ende ausgleichen.

          Die erste Hälfte bot den 8700 Zuschauern im Erzgebirgsstadion nur wenige Höhepunkte. Für Gefahr sorgten lediglich Kopfball-Chancen von Aues Philipp Zulechner (12.) und auf der anderen Seite von Arne Feick (39.). Nach dem Seitenwechsel traf Riese mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Führung für die Sachsen. Heidenheim drängte anschließend auf den Ausgleich. Schimmer gelang schließlich aus Nahdistanz der Treffer zum 1:1-Endstand.

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